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Der Israelit · 1921-11-17 · Heft 46 (17.11.1921) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
62 (1921)
Issue
Heft 46 (17.11.1921)
Date
1921-11-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 No 46. ,Der JSraelit." 17. November 1931. Jüdische Irauenvereinigrmg. Die Jüdische Frauenvereinigung teilt hierdurch ihren Mitgliedern und den Lesern dieses Blattes mit, daß sie mit Beginn des Monats ihr Winterprogramm ausgenommen hat und ihre Vorträge und Veranstaltungen stets in diesen Blättern anzeigen wird. Es ist aber bekanntlich nicht die Pflege der geistigen Bildung und der Geselligkeit allein, die ihre Arbeit ausmacht, sondern vor allem ist es die Hilfsrätigkeit, die sie den Stellenlosen, den Obdachlosen, den Hungernden und Frierenden, den jungen Müttern und ihren Säuglingen, nicht minder auch der Heranwachsenden Jugend der notleidenden Kreise angedeihen läßt. Dem' Dienste dieser ist auch der „Hort für jüdische Mädchen" geweiht, der täglich 80 bis 85 Pfleglinge beherbergt, die, dank den edlen Spendern u. a. auch während dieses Sommers vier friedliche und frohe Wochen in einem schönen Garten bei vorzüglicher Aufsicht und guter Verpflegung verleben durften. Außerdem war es der Vereinigung möglich, im laufenden Jahre 19 Kinder in Davos, 50 Kinder in Stansstad am Vierwaldstätter See und 85 Kinder auf dem Lande unterzubringen, wo sie sich neue Kraft und Gesundheit hollen. Sie brachten erfreulicherweise vorzügliche Führungszeugnisse ihrer hochherzigen Gastgeber mit, denen an dieser Stelle nochmals warmer Dank ausgesprochen sei. Viel Zeit, viele Mühe und viele Kosten hat dieser Zweig der Tätigkeit erfordert. Wir würden es daher freudig begrüßen, wenn sich Freunde unserer Ziele bereit sänden, durch tätigen und materiellen Beistand an dem wetteren Ausbau dieses Werkes mitzuhelfen. Aber noch eine Bitte sprechen wir aus, sie richtet sich an die jungen Mädchen und Frauen: Sie möchten im Dienste der Hausfrauenhilse bei Berlegenheitsfällen sich dem Haushalt stundenweise zur Verfügung stellen, um die rituelle Führung zu überwachen, sie) der Fürsorge für die Kinder zu widmen, vorzulesen und Aehnllches. Wir hoffen, daß dieser Hinweis und diese Bitte Teilnahme und Interesse finden wird und wir zahlreiche Anmeldungen zu Hilfeleistungen in jeder Art empfangen werden. Zuschriften erbeten an die Vorsitzende Frau H. Besthoff, Palmstr. 10, Beiträge an Frau N. Levis, Schwanenstr. 20 oder Postscheckkonto der Jüdischen Frauenvereinigung Nr. 42258. Aöschiedsfeier. In der Aula der Israelitischen Volksschule versammelten sich am letzten Sabbat Verwaltungskommission, Lehrerkollegium, Schü er und Schsilertnnen der Anstalt, um in stimmungsvoller Weihe den Abschied von dem nach nahezu 40 jähriger Tätigkeit aus dem Amte scheidenden Lehrer Josef Köster ich zu begehen. Nach einem vom Synagogenchor unter Leitung des Herrn Neu mann in gewohnter Vollendung vorgetragenen Psalm und kleinen Ansprachen eines Schülers und einer Schülerin, feierte Rektor Falk in längerer Rede die Verdienste des scheidenden Kollegen, den man als dauernden Teilnehmer der Lehrerkonferenzen auch weiterhin als Berater und Freund der Anstalt an diese feffetn zu können hoffe. Nach einem weiteren Gesangsvortrag durch einen von Herrn Lehrer Ptneas geleiteten Schulchor, sprach namens der Verwaltungskommission Herr Jacob R o f e n h e i m dem Scheidenden den Dank und die Anerkennung der Schulverwaltung für sein pflichtgetreues, vorbildliches Wirken aus. Wenn die Schule die ihr vor mehr als 40 Jahren von ihrem Gründer gesteckte Aufgabe, Generationen jüdischer Seelen für den Sabbat zu retten, so glänzend habe lösen können, so sei dies nicht zum wenigsten ein Verdienst des Jubilars. Der Geehrte dankte in schlichten, zu Herzen gehenden Worten. Es werde ihm schwer, die gewohnte Tätigkeit, die er aus innerem Berufe solange ausgeübt, zu verlassen. Aber ihn begleite wenigstens der Gedanke, daß das Werk der Israelitischen Volksschule in guten Händen sei und über die Person des Einzelnen hinaus sich weiter als eine Quelle unendlichen Segens für die Erhaltung jüdischen Geistes in unserer Stadt erweisen werde. Ein schwungvolles Halleiujah des Synagogen- Chors beschloß die erhebende Feier. Geükoövortrag. Der Tesilohvortrag des Herrn Red. Schachnowitz im „Mekor Chajim" findet diesen Sonntag und jeden zweiten Sonntag, sofern nicht eine andere Veranstaltung vorgesehen ist, im Vereinslokale Langestr. 18, abends 6 Uhr statt. Löst Blumen zu Gunsten unterernährter Kinder ab! Jüdische Frauenvereinigung e. B., Schwanenstr. 22, Tel. H. 2825. Hamiliennachrlchien. Barmizwohfeier. Rudolf, Sohn des Herrn. Leopold Wo!ff, Schurnannstr. 8, Synagoge Unierlindau. — Max, Hermele, bei Herrn Dr. Höxter, Jriedrichstraße 50, Synagoge Unierlindau. In einer S o n d e r v o r st e l l u n g des I ü d i s ch e n Theaters im Löwenhof geht am Dienstag, den 22. November das Galadrama aus dem jüdischen Leben ,,Der Gibbaur Chajil" über die Bühne. Verelnskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul: „Mikro"- Herr Paul Aron. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dtnim": Herr Rektor Falk. — mittag 12 Wjc „Melochim"; Herr Prof. A. Weyl. — nachm. 3% Uhr im Bereinslokale: „EnJaakow"; Herr Redakteur S. Schachnowitz. S on n 1 a g v o r m. 9% Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. — nachm. 0 Uhr: „Tefilloh; Herr Redakteur Schachnowitz. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro" - Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro": Herr R. A. Posen. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho: „Mtschna"; Herr Rektor Falk. Jahrzeit st if tu ngs lernen: Sonntag vorm. Erich Hofmann-Stiftung. Donnerstag vorm. Dr. Marcus Hirsch-Stiftung. Allabendlich 8% Uhr: „v"V-Lernen im Vereinslokale - Herr H. Holpern. Agudas Jisroel-Jugendgrnppe. Freitag abend nach Schul (Herren und Damen) Sidravortrag- Herr Baruch Rabinowitz — 8 Uhr: Geselliges Zusammensein. Samstag vormittag 11% Uhr: „Mischna"- Herr A. Hirschberg. — 11% Uhr: Schaß; Herr H. Holpern. — nachm. 3 Uhr: „Gemoro" - Herr Dr. Hofmann. Sonntag vorm. 8 Uhr: Ausflug Hohemark—Sandplaken—Homburg. Treffpunkt: Schauspielhaus. Montag abend 9 Uhr: „Sukkohö% Herr Leop. Oppenheimer, — Sprechstunde des Angestelltenausschusses. Dienstagabend 9 Uhr: „Gemoro" Herr Dr. Hosm a n n. — Mittwoch abend 9 Uhr: „Nmijim" Herr S. Unna. Donnerstag abend %9 Uhr: Bücherausgabe. Agudas Jisroel-Madcherrgruppe. Freitag abend nach Schul: „Sidrahvortrag"- Samstag vorm. 11% Uhr: „Tehillim"- Herr L. Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro" - Herr Lehrer A. Hirschberg. Montagabend 9 Uhr: Sprechstunde des Angestelltenausschusses. Mittwochabend9 Uhr: „Nwijim" - Herr S. U n n a. Donnerstag abend %9 Uhr: Bücherausgabe. Verein fn mb- Sam stag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage- Herr Pros. Dr. Sulzbach. Brshamidrasch, Ostendstratze 18. Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: Hilchot Schabbos-Herr Rachel so hn. Sonntag früh 8—9 Uhr, Montag u. Mittwoch abend 8 9 Uhr: „Gemoro-Schiur" Kap 822; Herr Rechtsanwalt Dr. Jos Breuer. Täglich % Stunde vor Nacht "n" - Herr Rosenzweig. Samstag, eine % Stunde vor Nacht: Vortrag- Herr H. Holpern. Jüdische Jrauenvereinigung e. B. Sonntag, 20. Nov. abends 6 Uhr pünktlich: Vortrag des Herrn Dr. Jos. Breuer: „Aus dem häuslichen Pflichtenkreis der jüdischen Frau". Hörsaal Friedberger Anlage 5. Montag, 21. Nov. nachm. 5 Uhr: Gesellige Zusammenkunft im Kaffee „Kursaal" Frredberger Anlage Vortragende Frau El. Cramer. Verein „Tiphereth Bachurim". Sonntag, 20. Nov. abends 8% Uhr Vortrag: „Einiges über die jüdische Gerichtsverfaffung"; Herr Rechtsanwalt A. Horovitz. Vereinslokal Lange Straße 33 pari. „Jüdische Bibliothek und Lesehalle. Geöetzeiterr m'i ror. Freitag abend 4.10. Samstag morgen 8.—. Samstag nachm. 4.-—. Samstag abend 5.25. WochengotLesdienst: Morgens 6.40. Nachm. 4.—. Montag und Donnerstag Morgens 6.15. Bekanntmachung. Theater Löwenhof Tel Hansa 2489. Hanauerlandstr. 38. Tel. Hansa 2489. Großer Beifall! T. Woche. Großer Beifall! Nur 4 Vorstellungen jede Woche. Samstag;, den 19. November 1931:' Des* polnische Jude. Operette in 3 Akten von H. B. Epstein. Sonntag:, den 20. Jfovember 1931: — Die große Frage? Lebensbild in 3 Akten von Li bin. Montag:, den 31. Xovembet 1931: Kinder kommt ahem« (Kinder kommt nach Hause.) Lebensbild in 4 Akten von Solotarewsky. Dienstag, den 33. NTovember 1931: Der falsche Kohengodaul. (Der verräterische Hohepriester.) Historisches Drama in 4 Akten von S. Feimann bearbeitet von S. Bergmann. Karten Vorverkauf bei Herrn A. Mangel „Hotel Löwenhof“. Täglich von morgens 10 Uhr und Abends an der Kasse. Zur gefl. Kenntnisnahme diene dem geehrt Publikum, daß der Saal rechtzeitig genug geheizt und den ganzen Abend über warm gehalten wird. Bankprokurist. 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