Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 37 (15.9.1921)
- Date
- 1921-09-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 6 9tt. 37 9n H»r»ettr ßorrcspondenzen u. vacdttchie«. ^eutfdje» Reich. Dom DeuM-Dslionslen Parteitag München, 6. September. Ist auch der offizielle „Judenvortrag" vom Programm der Deutsch - nationalen abgesetzt worden, so fand doch die Versammlung immerhin noch reichlich Gelegenheit, gegen die Juden loszuziehen. Professor D. Brunstaed-Erlangen sorgte für die nötigen Stichworte und die Menge klatschte Beifall. Der Kehrreim seines Referates über „völkisch-nationale Erneuerung", das sogar auf Parteikosten im Drucke verbreitet wt,d, lautete: „Die Juden verdrängen unser eigenes Volk und müssen heraus!" Die Deutsch-Nationalen wußten es ja übrigens selbst, wie es um ihre Sachlichkeit und wissenschaftliche Gründlichkeit in der Judenfrage bestellt Palästina. Allerlei aus Paläflina. Jerusalem, 5. September. Das offizielle Organ des Britisch palästinensischen Komites in London, „Palejtin" verlangt von der englischen Regierung weitere Vollmachten für Herbert Samuel, der wie kein anderer dazu berufen sei, das Balfour-Mandat zur Ausführung zu bringen. Den Arabern müßte klar gemacht werden, daß England nicht Türket sei und sein gegebenes Wort unter allen Umständen halte. In der Umgegend von Liberias Haufen sich die Ueberfälle von arabischen Banden, die hauptsächlich auf Plünderung jüdischer Herden absehen. Abhilfe wird erwartet von der neugebildeten verstärkten Polizeiwache im Kreise von Saffed und Liberias, der 21 Juden und 12 Araber angehören. Im Ganzen hatten sich 100 Mann freiwillig gemeldet, von denen jedoch nur 33 angenommen Pei-.:ch Tikw' iwerden im „Doar Hajom" '.'iuii've?Snthi:.H'u u:^en den Nationalrat erhoben, oer für Herstellung des Wirtschaftslebens und der Einigkeit -nickt gesorgt und seine Versprechungen nicht eingehalten hätte. In Jerusalem starb eine, der angesehensten Persönlichkeiten des „alten Jischuw", R. Meier Hamburger Ein Schüler des ">212 27)2 in Preßburg, kam er bereits 1855 nach Palästina und gehörte zu den Begründern der Jaffaer „Gemeinden der Alchkenasim". In seinem Hause erhielt er ein Beshamedrasch, wo er täglich Lernschturim hielter war auch einer der bewährtesten Moholim der Stadt. Unter großer Beteiligung wurde mit einer schön verlaufenen Feier am Montag im Stadtviertel „Beth Dawid" der Grundstein zur Amtswohnung de sOberrabbinats gelegt. Der Bau kommt durch eine generöse Spende des Ehepaares Fischel aus Amerika zustande, das mit der amerikanischen E^grdition zur Zeit in Jerusalem weilt. Neben den beiden Oberrabinernhielten bei der Grundsteinlegung viele Teilnehmer u. a. auch der Spender selbst, begeisterte Ansprachen Die „Arabische Delegation" in London behauptete, die Sefardim in-Palästina seien mit den Arabern in ihren Aktionen gegen die Zionisten eines Sinnes. Dagegen legte die sefardische Organisation Verwahrung ein. Der Protest, der der Londoner Presse durch Kabel zugjng, soll auch in drn Zeitungen Palästinas und des Auslandes veröffentlicht werden. Arnertka. NüditlingLlieim in Mexiko. Ilew-'Bork, 3. September. In Mexiko wurde mit Hilfe der „Bene Brits Loge in Amerika (Sitz des Präsidiums in Chigago) ein internationales Flüchtlingsheim in großem Stile eröffnet. Die Anstalt tankt ihr. Entstehen der Initiative und der kräftigen Mithilfe des Herrn IsidorS l o b o tzk y (eines Frankfurters) dessen Appell rasch ein Echo in allen jüdischen Herzen gefunden hat. Frankfurter Kerichtr. Iuöilaum der, Weiötiche« Iürsorge". Zum 20jährigen Bestehen des Vereins „Weibliche Fürsorgefindet Samstag, den 17. September 1921, abends 81/, Uhr, Frankfurt Loge, Eschersheimerlandstratze 27, eine Feier statt, zu der die „Weibliche Fürsorge" ihre Mitglieder und Freunde einlade». Der Vorstand des Vereins „Weibliche Fürsorge" schreibt uns: Tie Tuberkulose unter den jüdischen Kindern hat durch die Not der Zeit einen erschreckenden Umfang angenon men. Der Verein „Weibliche Fürsorge" hat anlählich feines 20jährigen Bestehens die Absicht, eine Aktion zur Bekämpfung dt« ser verheerenden Krankheit zu unternehmen. Unsere langjährigen Erfahrungen weisen sowohl auf die Notwendigkeit der Behandlung der Erkrankten, als auch der Prophylaxe ln den Familien hin. Es gehören dazu erhebliche Mittel, zu deren Aufbringung wir uns an das Verständnis und die Barmherzigkeit aller jüdischen Frauen und Männer wenden. (Postscheckkonto Frankfurt Nr. 5980). Vminskalenver. Verein Mekor Cbajiw. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dinim"; Herr Rektor Falk. — mittags 1274 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: „Mikro"; Herr Dr. Robert Rothschild. — nachm. 43/4 tttjt im Vereinslokale : „Tefillohkurs"; Herr Red. S. Schachnowttz. Sonntag vorm. 9% Uhr und Dienstag nachm, eire Stunde vor Mincho, im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. Mittwoch: Jahrzeitstiftungslernen, Jakob Marburger-Stiftung. Donnerstag avend eine Stunde vor Mincho: „Mischna"; Herr Rektor Falk. 15 September. 19» Allmorgenlich Mischnalernen im Hörsaale. Allabendlich 87, Uhr: „v"p-Lernen im Verein»» lokale- Herr H. Halpern. Agudas Jisroel-Jugeudgrupve. Sonntag vorm. 7 Uhr: .,-Gemoro Sanhedrin"; 8 Uhr: „Raschi"; Herr Leopold Op p enH e im er. Montag vorm. %7 Uhr: „Gemoro Sanhedrin". DtenSraavorm. 9IJ Uhr: „Gemoro Sanhedrin"; — abends 8 Uhr: „Gemoro Beza", Herr Dr. Hofmann. Mitt-woch vorm. */47 Uhr: „Gemoro Sanhedrin". bends 8aU Uhr: „Newttm"Herr Simon Unna, Kleine Ob-'rmainftr. 30. Donnerstagvorm.3/47Uhr: „GemoroSanhedrin". Freitag vorm. 3/47 Uhr: „Gemoro Sanhedrin". SamStag vorm. 9l/s Uhr: „Gemoro Suckoh"; Herr Dr. I. Posen, - 11'/, Uhr: „Gemoro": Herr H. Halpern.- 11?/4Uhr: „Mtschna": Herr«. Htrschberg. - nachm. 5 Uhr: „Gemoro Suckoh" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. Allabendlich */4 Stunde vor Nacht findet Lernen von wechselnden Dozenten statt, Agudas JisroeL-MSdcheugruppe. SamStag vorm. 117, Uhr: „Sidrah-Bortrag"; Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer A. Hirschberg. — 6 Uhr: „Thillim"- Herr Louis Kahn. Montag abend 8*/4 Uhr: „Dinim" (Schaufor)- Herr Redakteur Schachnowitz. «eshamidrafch. Ostendstratze 18. SamStag vor Nacht Vortrag: Herr Herz H alpern. Sonntag fr üb 8-9 Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch abend 8-9 Uhr: „Gemoro- Schiur" nvp »22; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Täglich y2 Stunde vor Nacht „efts ”n"; Herr Rosenzweig. ch-öetzeitert. '2 N2V- Freitag abend 6.05. Samstag morgen 8.—. Samstag nachm. 5.—. SamStag abend 7.25. Wo.chenqottetz dienst: Morgens 6.15. Nachmittags 6.—. ~ Famillennachrlchlein Barmizwohfeier. Ludwig, Sohn des Herrn Moses Rapp, Hölderltnstraße 9, Synagoge Friedberger Anlage. _ [iiiiiii me« für 5682. Dell Abonnenten des „Israelit" steht auf schriftliches, bis spätestens 30. September hier eintreffendes Verlangen — soweit Vorrat reicht — ein :: Luach für 9682 unentgeltlich und postsrei znr Verfügung. Verlag des Israelit G. m. H. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die ina Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Einheirat I Einem religiösen jungen Manne, geschäftstüchtig, ans religiöser guter Familie, wird Gelegenheit geboten, in eine Ledergroßhandlang elnzuheiraten. Gest. Zuschriften unter B. <5. 2071 an Rudolf Masse, Breslau zur Weiterbeförderung. 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