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Der Israelit · 1921-09-01 · Heft 35 (1.9.1921) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
62 (1921)
Issue
Heft 35 (1.9.1921)
Date
1921-09-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 35 Seite 7 1. September 1931 Der JSraelit. Ties will Wohl verstanden sein, denn Halevhs Wer? kann man nicht übersetzen, die übergroße Menge seines Wisscnsschatzes, der sich an Citaten nicht genug tun kann, die Form, die dem Fachkenner oft Mühe macht, in den Kern einzudringen: dies alles stemmt sich einer Uebersetzung entgegen, sie würde dem Publikum unverständlich bleiben. Halevh hat Material gehäuft, Goldbarren geschaffen, die aber erst ausgemünzt werden müssen, um sie in Umlauf zu bringen. Mit feinem Verständnis hat sich Bondi um diese Ausmünzung bemüht und dies ist unbeschränkt anzuerkennen. Doch kann ich ein Aber nicht unterdrücken. Die vorliegende Arbeit erinnert mich gerade daran, daß noch immer die Kommission fehlt, die sich daran macht, den g'a n z e n Halevh so ungefähr in der Art zu bearbeiten, wie das vorliegende Bruchstück. Was bedeutet .Halevh für die Welt, was seine neuen Entdeckungen, seine Richtigstellungen, denen in den meisten Fällen man verpflichten muß, was bedeutet dies alles? Nichts! Die Welt kennt ja Halevh garnicht, für sie existiert er nicht und hat nicht existiert. Was bedeuten ein paar Bruchstücke pentelejischen Marmors für die Kenntnis der Werke eines Phidias? Wann wird die Schuld die zu Gunsten Halevhs unser Konto belastet durch Herstellung eines Geschichtswerkes, das sich vollständig dem Gange des Torot Horischonim anschließt, ohne daß man alles ungeprüft hinnähme, getilgt sein? — Tr. P. Jacob Kohn leistet der Geschichte des Handels einen guten Tienst durch seine Abhandlung „D i e Beden - tung der Juden für die Leipziger Messe". Es ist interessant zu erfahren, wie in der Zeit ärgster Bedrückung und Erniedrigung christliche Korporatiunerr und einzelne hervorragende Persönlichkeiten den Rat der Stadt Leipzig angingen, die erniedrigenden Maßnahme»!, wie Leibzoll, Aufenthaltsbeschränkung n. s. w. für die die Messe besuchenden Juden aufzuheben. Tiefe meist polnischen Juden brächten viel Geld mit betätigten bedeutenden Ein- und Auskauf, belebten und förderten den Handel, zeichneten sich durch ihre Ehrlichkeit im Handelsverkehr aus und es sei zu befürchten, daß die Juden sich von Leipzig fern hielten und andere Märkte aufsuchen würden, was den Leipzlger Messen wesentliche Einbuße bringen würde. Man erzielt aus dieser Abhandlung reiche Belehrung.— Ten Schluß des Bandes bildet 'k d’^ö 'ö b>wb srp sjm» /aft. Auch diese Arbeit regt wehmutsvolle Empfindung in uns an. Der Herausgeber dieser Handschrift Kirchheim weilt nicht mehr unter uns: Dr. Samuel Eppenstein b"T> ist leider mitten aus fruchtbarer wissenschaftlicher Tätigkeit iin rüstigen Mannesalter abberufen. Was die Judenheit, was die Wissenschaft durch seinen Heinigang verloren hat, das braucht hier nicht geschildert zu werden. Die Veröffentlichung dieses vom Herausgeber mit Ortsnachweis der Citate »nd änderest belehrenden Anmerkungen versehenen Pri’B ist eine runtjre Bereiche ung der j büche» Wissenschaft. Karo, ein jüngerer Zeitgenosse Raschis und ein Freund von dessen Enkel Raschbam mit dem er in freundschaftlichen! Verkehr stand, gehört zu den großen Pnschtanim der alten Zeit und ist in seiner CrUärungsweise sicherlich durch den Verkehr in Raschis Haus von diesem beeinflußt worden. Es schließt sich dieser Kommentar würdig den früheren Verööffentlkchungeu seiner Kommentare an, wir denken in erster Linie an feinen in der Frankelfchen Monatsschrift (1857) erschienenen 3VK bv und wir wollen hoffen, daß recht bald auch ein Herausgeber für den Kommentar zu den übrigen Büchern des^'ri, die noch in den Bibliotheken schlunnnern, sich finden möge. Man sieht, das „Jahrbuch" hat seinen Ruf bewährt. Nur wäre es zu wünschen, daß die Zahl feiner Freunde sich recht ansehnlich vermehren möge, damit es nie an Mitteln fehle, seine Existenz zu sichern. Wer bereit ist, hier ein kleines Geldopfer zu bringen. n,acht sich um die Gesamtheit verdient. Frankfurter Berichte. ZLastnstofsfürforge für Arauen «nd Mädchen. Die Bahnhofsfürsorge für jüdische durchreisende obdachlose Frauen und Mädchen zeigt sich immer wie« der als durchaus notwendig. Fände sich eine zuverlässige umsichtige und mütterliche Frau, die ein zweibeitiges Zimmer zu vermieten hat und ihre Zeit und Kraft in den Dienst der Sache stellen könnte, so böte sich ihr ein angemessener Nebenverdienst und den durchreisenden Frauen ein Halt und eine Stütze. Der jüdische Frauenbund bittet um Angebote von Zimmern und geeigneten Frauen an die Adresse Langestr. 3011. Lereinskalender. Verein Mekor Chajim. SamStag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dinim"; Herr Rektor Falk. — mittags 12'/^.. Uhr, im Hörfaale Friedberger Anlage: „Mikro"- Herr Jof. Sänger. — nachm. 43/4 Uhr im Bereinslokale: „Tefillohkurs" Herr Red. S. Schachnowttz. Sonntag vorm. 974 Uhr und DienSiag nachm, eine Stunde vor Minch», im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. Montag früh Jahrzeitsstiftungslernen Moritz Hirschberg Stiftung. Montag und Mittwoch abend 7Uhr: „Gemoro"- Herr Dr. Jos. Breuer. Donnerstag abend eine Stunde vor Mincho: „Mtschna"; Herr Rektor Falk. Allmorgenlich Mtschnalernen tm Hörsaale. Allabendlich 8% Uhr: „v"rr»-Lernen im Vereinslokale- Herr H. Halpern. Agudas Jisroel-Jngendgrupve. Sonntag vorm. 7 Uhr: „Gemoro Sanhedrin" - 8 Uhr: „Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. Montag vorm. 8/47 Uhr: „Gemoro Sanhedrin". Dienstag vorm. s(j Uhr: „Gemoro Sanhedrin"- — abends 8 Uhr: „Gemoro Beza", Herr Dr. Hofmann. Mittwoch vorm. */J Uhr: „Gemoro Sanhedrin". bends 8^ Uhr: „Newttm"- Herr Simon Unna, Kleine Obermainstr. 30. Donnerstag vorm. 3/47 Uhr: „Gemoro Sanhedrin". Freitag vorm. 3/47 Uhr: „Gemoro Sanhedrin". SamStag vorm. 91/, Uhr: „Gemoro Suckoh" - Herr Dr. I. Posen, — 11'/, Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern.— 113/4Uhr: „Mtschna"; Herr A. Hirschberg. — nachm. 5 Uhr: „Gemoro Suckoh" für Anfänger- Herr Leop. Oppenheimer. Allabendlich!*/4 Stunde vor Nacht findet Lernen von wechselnden Dozenten statt, Agndas Jisroel-Mädchengruppe. SamStag vorm. 11'/, Uhr: „Stdrah-Vortrag"; Herr Louis Kahn.- nachm. 4 Uhr: „Thauro" - Herr Lehrer A. Hirschberg. — 5 Uhr: „Thillim" - Herr Louis Kahn. Beshamidrasch, Ostendstraste 18 Samstag vor Nacht Vortrag: Herr Herz H alpe rn. Sonntag früh 8—9 Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch abend 8 -9 Uhr: „Gemoro- Schiur" Köp «33: Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Hebrtzeiten. ntfi N2Dgicttag abend 6.25. Samstag morgen 8.—. Samstag nachm. 5.—. Samstag abend 7.55 Wochengottesdlenft Morgens 6.15. Nachmittags 6.30. Graß-Frankfurt am Eschenheimer Turm Spezialitäten- Theater Men eröffnet: KAFFEE ersten Ranges W inklause Eingang nur StiftstraBe . Mädchen für nachmittags zn einem 2jähr. Jungen gesucht. Offerten unter Nr. 24290 an die Exp, ds. Bl. Zn Frankfurt a. M. zur Beaufsichtigung zweier Kinder (Junge 10 Jahre, Mädchen 8 Jahre) ein gebildetes Iräutein evtl. Lehrerin gesucht s. Nachniittags. — Es wird nur auf erste Kraft bei hohem Gehült reflektiert. Offerten unter S F. 77 an Sänger & Fried berg, Buchhandlung, Franksurt am Main._(24295 Perfekte Stenotypistin per sofort gesucht. 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Annahmestellen für alte Kleider, Schnhe und Wäsche sind: Hanauerlandstraße 17 (Agudas Jisroel) und Langestraße 3V (Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge in den Ränmen des Israelitischen Hilssvereins). Ans telefoltischen Anrnf (Hansa 3728) werden die Kleidnngsstncke jederzeit abgcholt. [24217 Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge Frankfurt a. M, Langestraße 30 63 C+.-^B

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