Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 28 (14.7.1921)
- Date
- 1921-07-14
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Grass-Bondi (vorm. M. C. Kirchbaum Nachf.) Frankfurt a. M., Große Eschenheimerstr.4. Spezialität: ko"mpiefterg Braut-Ausstattungen Verwendung nur guter Qualitäten bestens in Wäsche und Haltbarkeit Baby ° Ausstattungen Sorgfältige Bedienung Sauberste Ausführung 3535 a Beste Verarbeitung Samstags geschlossen. .- Ptnkuß, Tel. 2990, oder Herrn.Max Meyer, Akademiestraße 2, Tel. 1632 erbeten. Nauheim, 27. Juni. In dem passend ansgeschmückien Gotteshause der jüdischen Gemeinde wurde gestern mit einer stimmungsvollen Trauerfeier eine Gedenktafel für sieben tm Weltkriege gefallenen Gemetndemitglieder enthüllt. Provinzialrabbiner Dr. Hirsch seid aus Gießen hielt eine großangelegte, gedankenreiche Gedächtnisrede, die ihres tiefen Eindruckes auf die versammelten Gemeindemitglieder und Vertreter der Behörden nicht verfehlte. Badenweiler» 1l. Juli. Auch in der gegenwärtigen Kursatson macht sich hier ein reges jüdisches Leben bemetkbar. Eine ganz beträchtliche Anzahl von jüdischen Kurgästen ist hier festzustellen. Insbesondere sieht man hier zahlreiche schweizerische Glaubensgenossen, die infolge ihrer günstigen Valutäverhältnisse, deutsche Kurorte an der Peripherie der Schweiz aufsuchen. Allsadbatlich finden in der hiesigen Synagoge Gottesd'enste, statt. Im Anschluß an den Sabbatmorgen-Gottesdienst wird jeweils ein Vortrag über den Wochenabschnitt von Herrn Salomon Horowitz gehalten, der es versteht, das Publikum zu fesseln und zu erheben. Kowuo, 10. Juli. Demnächst wird hier eine neue jüdische Wochenschrift unter dem Namen „Jüdisches Leben" erscheinen, die im Geist des tradklionellen Judentums redigiert werden soll. Wien, 10. Juli. Die „Wiener Morgenzeitung" bring; große Nachrufe und Erinnerungsarttkel auf Balfour, ist jedoch dabei das Opfer eines Irrtums geworden. Nicht der Verfasser des zionistischen Balfourbrteses, sondern ein etwas jüngerer Verwandter ist es, der in London dieser Tage starb. London, 8 Juli. In der neuesten Nummer des „Jewtjh Chronicle" berichtigt Professor Pick eine ihm von einem Interviewer im April dieses Jahres zugeschrtebene Aeutzerung, wonach das Publikum ,.über den antinationalen Stankpunkt der Agudas Israel sich klar werden müsse." Wir hatten diese erstaunliche Verrufserklärung s. Zt. ebenfalls wiedergegeben und gebührend gekennzeichnet. Wir freuen uns, daß Prof. Pick nunmehr — allerdings reichlich spät — seine Aeußerung wie folgt berichtigt: „Nach meiner Ansicht kann die Aguda nicht als amtnattonal betrachtet werden, aber es unterliegt keinem Zweifel, daß ein großer Teil des deutschen Zweiges der Aguda antinational ist." Auch dies ist allerdings nicht richtig, wenn man unter „national" den alten religiösen Nationalismus des Judentums versteht, aber man kann Herrn Prof. Pick bei dieser eingeschränkten Behauptung an sich wenigstens den guten Glauben nicht absprechen. Warschau, 7. Juli. Aus Baranowitsch wird gemeldet, daß der Chofez Chaijtm am Freitag vor 8 Tagen frühmorgens ankam und mehrere Tage dort verblieben ist. Der Eindruck, den seine Anwesenheit auf die Bevölkerung machte, ist unbeschreiblich. Nicht nur zu seinen wiederholt abgehaltenen Vorträgen drängle sich eine tausendköpfige Menge, auch seine Wohnung war Tag und Nacht derart von Besuchern belagert, daß die schwersten gesundheitlichen Gefahren für den recht schwachen Körper des Greises zu befürchten waren. Der Rabbi ließ es sich nicht nehmen, alle Lehranstalten der Stadt, die beiden Jeschiwaus, die Talmud Thora, die Chederschule der „Agudas Jsroel" und das Waisenhaus zu besuchen. Die staatlichen Behörden, auch die Bahnverwaltung, bemühten sich, dem tllustren Gaste die Beschwerlichkeiten der Reise so viel wie möglich zu erleichtern. Vücherbesprechungen. Menachem Mendel. Von Schalem A l e i ch e m. Aus dem Jüdischen übertragen von Siegfried S ch m itz. Wien u. Leipzig 1921. R. Löwit, Verlag. Preis br. 18 Mk., geb. 25 Mk Menachem Mendel, der Heimat, Weib und Kinder verläßt, um in der Fremde sein Glück zu versuchen, der sich nacheinander als Börsenspekulant, als Makler, Schriftsteller, Heiratsvermittler und Versicherungsagent versucht, dabei über seinen Projekten die letzten paar Groschen vertut, um immer wieder zu scheitern und der schließlich über das große Wasser geht, um dort ein neues, wie er glaubt, erfolgreicheres Leben zu beginnen, ist der Typus des Phantomen nachjagenden, für jeden praktischen Berns verlorenen „Luftmenschen" aus dem jüdischen Osten. Eine biiter-wehmütige Tragik bildet den Kern dieses Briefwechsels Menachem Mendels und feiner Gattin Scheine Scheindel in Kasriliwke, den uns der geniale Charakterzeichner mit unnachahmlicher Kunst in einer Schale sprühenden Humors vorsetzt und zu einem Buche gestaltet, das zu den köstlichsten Gaben gehört, die wir Scholem Aleichem verdanken. Frankfurter Kerichte. Krporl-Antifewilismns. Man schreibt uns aus Papenburg a. Ems unterm 6. Juli: In einem Eingesandt betr. eine völkische Versammlung in Aschendors und Lathen wird folgender Satz aufgestellt: „Starken Beifall fanden die Ausführungen des Herrn Weber, eines Frankfurter Katholiken, der von dem schweren Abwehrkampfe sprach, den der KatholoziSmus dort gegen das Judentum zu führen Hai." Es wäre interessant, festzustellen, wer der legendäre Herr Weber ist, der den Ostfriesen so hübsche Märchen aus Frankfurt zu erzählen weiß. Hierzulande ist grade von Gegensätzen zwischen katholischer und jüdischer Bevölkerung umsoweniger bekannt, als die Frankfurter Judenheit durch ihren stark orthodoxen Einschlag von jeher vielfache Berührungspunkte mit den führenden Zentrumskreisen gehabt hat. Vereinskalender. Verein Mekor Ehajim. Samstag mittags 12*/* Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: „Mikro",- Herr Rabbiner M. Schneider. — nachm. 43/4 Uhr im Vereins» lokale: „Tefilloh". - abends 8'/, Uhr im Hörsaale: „Midrasch",- Herr Gustav Kaufmann. Sonntag vorm. 9^ Uhr und Dienstag nachm, eine Stunde vor Minch«, im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. B. Posen. Jahrzeitsstiftungslernen. Dienstag: Adolf Dann-Stifiung. Donnerstag: Eva Friesländer-Stistung. Freitag: Max Munk-Stiftung. Allmorgenlich Mtschnalernen im Hörsaale. Allabendlich 8»/§ Uhr: „v"e>-Lernen im Vereinslokale - Herr H. Holpern. GroB-Frankfurt am Eschenheimer Turm Spezialitäten- Theater Neu eröffnet: KAFFEE ersten Ranges Weinklause Eingang nur StiftstraBe Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag vorm. 8 Uhr: „Raschi"- Herr Leopold Oppenheimer. DienSiag abend 8 Uhr: „Gemoro",' Herr Dr. Hofmann. — 9 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. Mittwoch abend 8»/« Uhr: „Newiim",'Herr Simon Unna, Kleine Obermainstr. 30. Donnerstag abend 8V» Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehrmann. (Herren und Damen). SamStag vorm., 9 Uhr: „Gemoro"; Herr' Dr. I. Posen, Am Tiergarten 38. — 11V, Uhr: „®<?moro"; Herr H. Halpern. — 11»/. Uhr: „Mischna",' Herr A. Hir schberg. - nachm. 5 Uhr: „Gemoro" für Anfänger) Herr Leop. Oppenheimer. Der Schiur 7N3v 'üi von Dr. S. Ehrmannn findet jeden Morgen um »/«7 Uhr statt. Allabendlich ®/4 Stunde vor Nacht findet Lernen von wechselnden Dozenten statt, AgudaS JiSroel-MSdchengrrrPpe. Samstag nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr A. Htrschberg. - 5 Uhr: „Thtllim"; HerrLouiS Kahn. Verein jn mS SamStag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage) Herr Prof. Dr. Sulzbach. BeShamidrasch, Ostendstraße 18 Sonntag ftiib 8—9 Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch abend 8 9 Uhr: „Gemoro- Schiur" nvp *03-, Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. VV *ron, Ofteudstraste 18. Täglich vorm. V,8—V,9 Uhr, .12*3 KiDJ; SamStag nachm. 8/45—3/46 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. Samstag nachm. 6 Uhr: „Bortrag",' — Eine halbe Stunde vor Nacht: „MessilaS Jeschorim"; Herr H. Halpern. Alltäglich V, Stunde vor Nacht: „Dinim"; Herr Rosenzweig. cheöetzetterr. npn ri2Vrettag abend 7.35. amStag morgen 7.45. SamStag nachm. 5.—. Samstag abend 9.25. Wo chengottes dienst: Morgens 6.15.Nachmittags 7.15. iv den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich^ insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen Bad Kreuznach Bad Mel» Pension Agulnik * Hindenvurg- Pension Restaurant Telephon 425, empfiehlt sich für angenehm. Max Höllisch streng -«so Kar-«. Gute Verpflegung. Wer knüpft erstklassige Kacke. Sargenesgiiriel? Offerten an (3605) ■■■■■■■■■■■■ A. I. Hofmann, Buchhdlg., Frankfurt a. M. (23947 Zell 39 Tel. Hansa 2273 empfiehlt alle einschlägigen Reiseartikel in erstklassiger Qualität. Apotheker Schneemann. Streng ritnelleMte Pension im Ostend an Schüler oder jungen Mann abzugeben. Off. A. B. 57, A. I. 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