Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 27 (7.7.1921)
- Date
- 1921-07-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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7. Juli 1921 Der Israelit. Nr. 27 Seite 7 Grass-Bondi (vorni. M. C. Kirchbaum Nachf.) Frankfurt a. M., Große Eschenheimerstr. 4. Spezialität: köÄ"g Braut-Ausstattungen Verwendung nur guter Qualitäten bestens in Wäsche und*Haltbarkeit Baby» Ausstattungen Sorgfältige Bedienung Sauberste Ausführung 3535 a Beste Verarbeitung . — -; Samstags geschlossen. .—= Frankfurter Berichte. Zweiter Hlhein-Waiuischer Bezirkstag. Ter finite rhein.-mainische Bezirkstag fiub.'i am 0 o >! i! t a g , den 1 0. Juli 1921 (4. Tainns 5981) in Tarmftadr statt. Ti? Tagung beginul NM 10 Uhr vormittags in; ').>> v r, n v t i a a l, Schulst rast? 8c r. 8. T a g? s o r ö ii u u g: 1. Begrüstuug durch Rechtsanlvalt Tr. Omienh> imer-Mainz sowie durch die Tarmstädter Grupp?. 2. Boi trag dea Herrn Rechtsanwalts Tr. Isaae Breuer-stirautfurt a. Rl. über „Agudao Iisrocl".?>. Tistussion. 4. Beschlustfassuug über die Einrichtung der Fuhrerkurse. . Anträge der Gruppen.^ Für die Aachmittagostuiide» sind Au?tlüge der Mäditenbezw. Ingeudgruppen in den Odenwald in Aussicht genommen. Vereinskalender. Verein Mekov Chaji«. Samstag vorm, nach Schlutz der Synagoge. „Dinim"; Herr Rektor Falk. — mittags 12l/4 Uhr, im Hörsaale Jriedberger Anlage: „Mikro"- Herr Herz H alp er n. 43/4 Uhr im Vereinslokale: „Tefilloh". - 8'/, Uhr im Hörsaale: „Midrasch"; Herr Zahnarzt Dr. Ehrmann. Sonntag vorm. 9% Uhr und Di enstag nachm, eine Stunde vor Minch'', im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. B. Posen. Donnerstag nachm., eine Stunde vor Mincho im Vereinslokole: „Mischna"; Herr Rektor Falk. Allmorgenlich Mischnalernen im Hörsaale. Allabendlich 83/4 Uhr: „v'^-Lernen im Vereinslokale; Herr H. Halpern. Agudas Fisroel-Jugendgruppe. Sonntaa: Bezirkstag in Darmstadt. — vorm. 8 Uhr: „Rasch!"; Herr Leopold Oppenheimer. Dienstag abend 8 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. — 9 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. \ Mittwoch abend 83/4 Uhr: „Newiim"; Herr Simon Unna, Kleine Obermainstr. 30. Donnerstag abend 8lla Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehrmann. (Herren und Damen). Samstag vorm., 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 38. - 11% Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. — Us/4 Uhr: „Mischna"; H^rr A. Hirschberg. — nachm. 5 Uhr: „Gemoro" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. Der Schiur rvaa '03 von Dr. S. Ehrmannn findet jeden Morgen um 3/47 Uhr statt. Allabendlich */4 Stunde vor Nacht findet Lernen von wechselnden Dozenten statt, Dr, „Thauro"; Herr A. „Thillim"; Herr Louis mb. Agndas Jisroel-Mädchengruppe. Mittwoch abend 9 Uhr: „Thauro"; Herr Ehrmann. Samstag nachm. 4 Uhr: Hirschberg. — 5 Uhr: Kahn. Verein sn Samstag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage; Herr Prof. Dr. Sulzbach. Bcshamidrasch, Ostendstratze 18. Sonntag irüb 8-9 Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch abend 8 9 Ü£jt: „Gemoro- Schiur" «öp »cs: Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. DIP X-QN, Oftendstratze 18» Täglich vorm. %S —l/*9 Uhr, nS'2 inw; Sam»taa nachm. 3/45—3/46 Uhr: .fierr Rabbiner S. W f'cr Samstag nach m. 6 Uhr: ..Barlvag"; — En e balbe Stunde vor Nacht: „Messilas JeschorinttHerr H. Halpern. Alltäglich */, Stunde vor Nacht: „Dinim": Hrrr Rosenzweig. Hevetzeiten. mp mv. Freitag abeno 7.45. Samstag morgen 7.45. Samstag nachm. 5.-—. Samstag abend 9.35. Wochengottesdienft: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Barmizwolifeier. Fritz, Sohn des Herrn Julius Brand, Cronbergerstr. 10, Synagoge Unterlindau. für die Ukraine. Glaubensgenossen! 3Dic Geschichte der Juden im Laufe der Jahrtausende ist furchtbar, ist qualvoll, ist blutig, wir Juden sind daran gewöhnt, daß denen, die zu uns gehören, selbst in unserer lichteren Gegenwart die Schrecken des Mittelalters nicht vollkommen erspart bleiben. Auch in der letzten hälfte des neunzehnten Jahrhunderts und im Beginn dieses Jahrhunderts hat es im Osten von Zeit zu Zeit, hat es stets und ständig Zudenver, folgungen und Judenpogrome gegeben; Plünderung, Schändung, Verstümmelung, Mord und Brand. Solche Ereignisse haben uns bis auf den heutigen Tag begleitet. Niemals, auch nicht in den entsetzensvollen Tagen des Mittelalters, ist aber über Juden eine Katastrophe hereingebrochen von so unvorstellbarer Furchtbarkeit, wie sie sich jetzt am Bande des zivilisierten Europas in der Ukraine, abgespielt hat. Es ist im Augenblick noch nicht möglich, völlig klar den ganzen Umfang dieser Tragödie zu überblicken. Sicher ist nur, daß Hunderte von Ortschaften, die von Juden bewohnt sind, niedergebrannt wurden; daß Zehntausende von Menschen, weil sie Juden sind, ihrer Habe beraubt verstümmelt, verwundet, vergewaltigt, getötet worden sind. Es gibt Tausende und Tausende von jüdischen Vollwaisen, die während der Massacres in der Ukraine ihre Heimstätten, ihre Geschwister, ihre Mütter und Väter verloren haben. Diese Maisen irren wie gehetztes Mild umher, ohne gesicherte Unterkunftsstätte, und Tausende von Erwachsenen, die nur ihr nacktes Leben retteten, stürmen gegen die rvestlichen Grenzen vergeblich an um der östlichen Hölle zu entfliehen. Tie gesperrten Grenzen verhindern, daß sie sich in gesichertere Gegenden zu retten vermögen. Das furchtbare Elend, das über die Juden der Ukraine gekommen ist, kann nur gemildert werden, wenn die Gesamtheit der Juden in ^der zivilisierten U)elt sich zusammentut, um entsprechend dem entsetzlichen Elend, sich zu einer gewalligen Hilfstätigkeit aufzuraffen. Mie ernst die Lage der deutschen Juden ist, — wir müssen in diesem Augenblick uns auch unserer Pflicht gegen die gehetzten Brüder lin der Ukraine bewußt bleiben;-wir müssen einen Hilfsfonds von einer Größe, die der Größe des Unglücks entspricht, schaffen. Mir fordern Euch aus, zu spenden, reichlich zu spenden für die unglücklichen Juden der Ukraine. Und spendet nicht nur selbst, sondern sammelt zugleich bei Euren Verwandten, Euren freunden, bei jedem, der es vermag, das schreckliche Unglück zu lindern. Hilfsverein der Deutschen Juden Großloge für Deutschland VIII U. 0. B. B. Dr. I a m e s Simon Geh. I u st i z r a t T i e nt endo v f e v Hilfskomitee für die notleidenden osteuropäischen Juden Jnstizrat Dr. Bl n u, Frankfurt n. M. Verband der russischen Inden in Deutschland Zentralrat der Jüdischen Welthilfs-Organisation. Vertretung in Deutschland Siaaisrat Teilet Dr. Klee Gütige Spenden biuen wir mit der Bezeichnung „Für den Ukrainefonds" zu senden an die Commerz- und Privat' auf, Deposiienkasse C, Berlin, Chariottenstr. 47, Postscheckkonto 1303 und an das Bankhaus Lincoln Menny Oppenheimer, Frankfurt a. M., Postscheckkonto 1270. Ittöische Jugenbbläffer Die 5eiffchritt 9er ffiorafreuen Jugenö. Die öl«- " iff Zu beziehen durch die Esra-Bundesleitung München, Rindermarkt 13. Abonnements durch jede deutsche Postanftalt. Preis pro Vierteljahr Mk. 4.50. (23893 5539966 34