Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 20 (19.5.1921)
- Date
- 1921-05-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Nr. 20 Der Asraeltr 19. Mai 1921 Mit besonderer Liebe widmete er sich der Jugend, die sich auch heute noch zu Vorträgen und Schiurim im Rabbinerhause versammelt. Ganz besondere Verdienste hat Herr Rabbiner Dr. Rosenak sich erworben in der Bekämpfung des Antisemitismus. Weiten Kreisen bekannt ist ja auch seine Streitschrift: „Wahrheit und 'Gerechtigkeit". Eine der hervorragendsten Betätigungen unseres Herrn Rabbiners ist seine beispiellose, selbstlose Fürsorge für die unglücklichen Auswanderer, denen er Freund und Berater in selten schöner Weise ist. In dieses sein Belätigungsseld gehört die Einrichtung der rituellen Küchen auf den Lloyddampfern und in den Bremer Auswandererhallen, Wohltaten, die viele Tausende unserer östlichen Glaubensbrüder jahraus, jahrein geniesten. In seltener Weise hat Herr Rabbiner Dr. Rosenak es verstanden, sich die Hochschätzung der gesamten Bremer Behörden und der gesamten Bremer Bevölkerung überhaupt zu erwerben. Bedeutendes leistete er als Mitglied des Komitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels, des geschäftsführenden Ausschusses des „Hilfsvereins der deutschen Juden" und nicht zuletzt als Feldrabbtner im Osten, während fast vierjähriger Krtegsdauer, wovon die ostjüdischen Rabbiner manch' herrliches Beispiel anzuführen wissen. War er es doch, der die Jeschiwoh in Slaborko- Kownv nach völliger Zerstörung wieder eröffnete und mit Unterhaltungsmitteln versah. Seine Schöpfung ist auch die Ludendorffküche inKowno, in der Hundertlausende hungrige Menschen gespeist wurden, sein Werk ist die Wiedereröffnung des Waisenhauses in Kowno und llicht zuletzt die Begründung des jüdischen Gymnasiums daselbst, das zu den mustergültigsten Anstalten gehört. Wer die Tätigkeit des Jubilars verfolgt, dem werden die grotzen Erfolge, die er in seinem arbeitsreichen Leben erzielte, sich erklären aus seiner liefen Liebe zur Thora, mit der sich eine liefe Kenntnis des Talmuds verbindet, von der mehrere tiefgründige Werke zeugen. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch viele Jahre seine segensreiche Tätigkeit innerhalb dec Gemeinde und für ^3 zu entfallen. Flieden, 13. Mai. Die hiesige Gemeinde hat einen schweren Verlust zu beklagen. Im Alter von 66. Jahren verschied nach kurzem Kranksein der weit und breit wegen e femer Rechtlichkeit bekannte Sensal Lob Kätzenstein. Der Verstorbene war ein Ver-Z wandter des berühmten RabbiElosorOt t e n so o ser in Höchberg und zeichnete sich durch schlichte Jrömmtgkeii und seltenes Gottvertrauen aus. Zwanzig Jahre lang versah er das Amt eines „Bai tokeah". Insbesondere stand der Verblichene auch bei Andersgläubigen in gröhtem Ansehen. Von seiner Beliebtheit zeugte auch das imposante Leichenbegängnis. Am Grabe gaben der Synagogenälteste Katz und Lehrer Freudenberger dem Verlust der Gemeinde Ausdruck. Im Namen der Familie sprachen Kantor Nutzbaum, Neutz und Prediger Katzenstein, Wetzlar. Wir schieden vom Friedhöfe mit dem Bewuhtsein, daß wir der Besten einen verloren. Aamiliennachnchten. Vermählte. David Heß, Gelnhausen, mit Frau Sali Heß, geb. Wolf aus Pierolzheim. Frankfurter Kerichte. Kitt goldenes tzhejuöitäum. Herr Samuel Grünebaum und Frau Rosa, geb. Isaak, feiern am 29. Mai er., das seltene Fest Bericht der Mitteldeutschen Creditbank. Aus unserem Aufsichtsrat sind die Herren Stadtrat a. D. Josef Laer und Kommerzienrat Hugo Landau durch den Too ausgeschieden. In der Generalversammlung vom ll. Mai d. I. wurden die Herren Kommerzienrat Dr. Erich Kunheim in Berlin, Hermann Mumm von Schwarzenstein in Frankfurt a. M. und Kommerzienrat Hermann Röchling in Heidelberg in unseren Anssichtsrat gewählt. der goldenen Hochzeit bei voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit im Kreise ihrer Kinder- und Enkelschar. Das Jubelpaar dürste in ganz Deutschland bekannt sei«, da dasselbe über 50 Jahre für die rituelleBeköstigungderjüdischenSoldaten Sorge trug, und wird manchem noch, die Grünebaumsche Gastfreundschaft während seiner Militärzeit in guter Erinnerung fein. Herr Grünebaum ist das älteste Mitglied der Niederhofheim'schen Synagoge, die er bis vor kurzer Zeit noch regelmäßig morgens besuchte. Möge dem würdigen Jubelpaare ein heiterer Lebensabend beschieden sein. Saööatausgangs-Worträge. Mit diesem Sabbat beginnen wieder im „Mekor Chajim^, Hörsaal, Friedberger Anlage, die Mid ras chv orträge und zwar eine Stunde vor Sabbatausgang. Der Eröffnungsvortrag an diesem Sabbat beginnt präzise 8V4 Uhr und behandelt das Thema „Sefiras Haomer" nach Thora, Talmud und Midrasch". Es wird nochmals daraus htngewiesen, datz der Mikrovortrag diesen Sommer am Sabbat 121/4 Uhr im Hörsaale, Friedberger Anlage, der „Tefillohvortrag" des Herrn Redakteur Sch ach no w itz nachm. iaU Uhr, im Bereinslokale Langestraße 18, stattfindet. Ans Mg e. Unter sehr guter Beteiligung fanden vergangenen Sonntag die ersten Tages-Ausflüge der Agudas Jisroel- Jugend- und Mädchengruppe in diesem Sommer statt. Bei herrlichstem Maienwetter, in angeregter munterer Unterhaltung, wurden bei beiden Veranstaltungen die vorgesehenen Wege zurückgelegt, die die Teilnehmer in unsere schöne Taunusgegend führten. Diesen Sonntag, den 22. Mai, finden Nachmittags-Spaziergänge statt. Treffpunkt für die männliche Jugend X/B 3 Uhr nachm. Uhrrürmchen, Jriedberger Anlage. Für die weibliche Jugend 3 Uhr nachm., Allerheiligentor. AeMiin-Schiur. Der Tehillim-Schiur der Agudas Jisroel-Jugendgruppe findet nach Unierbrechung. von einigen Wochen, unter Leitung des Herrn Frankenthal wieder Sonntag 2'/, Uhr statt. Aienfljuöitäum. Frl. Regina Blumen thal feiert ihr!^26jähriges? Dienstjubiläum a!s. Wirtschafterin im Haus?, des Herrn- Leopold Mainz, Fellnexstr, 11. In einem Vierteljahr-? hundert treuer, fleißiger Änd gewissenhaftes Arbeit', erwarb sich die Jubilarin Dank und Vertrauen in vollstem Maße. Vereinskalenoer. Verein Mekor Chajim. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge: „Dintm"; Herr Rektor Falk. — mittags 12lj4 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: „Mikro",' Herr Leopold Oppenheimer. — — nachm. 4 Uhr im Hörsaale: „Newiim"; Herr Prof. Weyl. - 43/4 Uhr im Vereinslokale : „Tefilloh - Vortrag"; Herr Redakteur Schachnowitz. — 8l/4 Uhr im Hörsaüle: „Midrasch" (Sefiras Haomer), Herr Redakteur S ch a ch n 0 w i tz. S onntag v orm. 9a/4 Uhr und Dienstag nachm, eine Stunde vor Mincho, im Vereinslokale: „Gemoro"; Herr R. B. Posen. — Eine halbe Stunde vor Nacht im Vereinslokale „3,3p' s'p"; Herr Redakteur Schachnowitz. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Donnerstag nachm., eine Stunde vor Mincho im Vereinslokole: „Mischna",- Herr Rektor Falk. Allmorgendlich Mtschnalernen im Hürsaale. Allabendlich 83/4 Uhr: „3"it'-Lernen im Vereinslokate,' Herr H. Halpern. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Sonntag vorm. 8 Uhr: „Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. — nachm. 21/, Uhr: „Tehillim"; Herr Herrn. Frankenthal. — 2 Uhr, Ausflug: Treffpunkt Uhrtürmchen, Friedberger Anlage. — abends 8 Uhr: „Hebräische Sprache",' Herr Lehrer I. Jelen. Montag abend 8 Uhr: Oeffentliche Jugendversammlung, Frankfurt. Loge. Dienstag abend 8 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. — 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend 8 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Ehrmann. — 8s/4 Uhr: „Newiim"; Herr Simon Unna, Kleine Obermainstr. 30. Donnerstagabend 8% Uhr: Angestellten-Ausschutz. — 9 Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehrmann. Samstag vorm., 9l/> Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen, Am Tiergarten 38. — 11 Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. — H--/4 Uhr: „Mischna"; Herr A. Hirschberg. - nachm. 4 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. — 5 Uhr: ,-Gemoro" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. Allabendlich 3/4 Stunde vor Nacht: Einführung in den Talmud; Herr Dr. Hofmann. Agudas Jisroel-MädchengruPPe. Sonntag nachm. 4 Uhr, Ausflug: Treffpunkt Stadtbibliothek, Goetheruhe-Buchrainweiher (Nachtena mitbringen). — abends » Uhr: „Hebräische Sprache"; Herr Lehrer Joel Jelen. Montagabend8 Uhr: Oeffentliche Jugendversammlung, Frankfurt-Loge. Mittwoch abend 8^ Uhr: „Newiim"; Herr Simon Unna, Kleine Obermainstr. 30. — 9 Uhr: „Thauro"; Herr Dr. Ehrmann. Donnerstag abend 9 Uhr: „Chaurew"; Herr Dr. Ehr mann. Samstag vorm. 11*/, Uhr: „Sidrah"; Herr Louis Kahn. — nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr A. Hirschberg. Verein jr, mf?. \ <Samstag nachm, nach „Mincha", Hörsaal Friedberger Anlage; Herr Prof. Dr. Sulzbach.i Geshaiyidrasch, OKendstratze 18. i , S « m s t ä g> nach m.,! */» 6 - Vs7 UW n© onnitäg fr .ü h 8-9 Uhp, Mienstatz Und Donnertzt,rg abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" uv,3 UL 3; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag nachm. 4 Uhr: Vortrag. — Eine hal'-be Stunde vor Nacht: „Messilas Jeschorim"; Hercr H. Halpern. Alltäglich */, Stunde vor Nacht: „Dtnim"; He: cr Rosenzweig. DW Osteudstratze 18. Täglich nachm. 6*/,—7*/, Uhr, v'nov U3vZ; SamSta g nachm. 4—5 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. HeVetzeiten Freitag abenö 7.35. Samstag morgen 7.45. Samstag nachm. 5.— Samstag abend 9.05. Wochengott esdtenft: Morgens 6.15. Nachmittags 7.15. Aamiliennachrichten. Geburten- Eine Tochter: Gerson Steinlauf und Frau, geb. Berger, Querstraße 22 pari. Barmizwohfeier. Kurt, Sohn von Frau Tilde Bachenheimer, geb. Schatzmann, Synagoge Unterlindau. ifür den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil) enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen« Stöße gesucht jüv streng religiösen Haushalt zur Pflege zweier Kinder von 3 und 4 Jahre» und zur Mithilfe in der Küche. Familienanschluß. (23488 H. Roscnthaler, München, Thierschstraße 19. Volksschule Flieden welche in der Erziehung etwas zurückgeblieben sind, finden öei Unterzeichnetem yeaiiifynfmile Me und gute Pension. (23490 8. Freudenberoer, ScJjm Für meinen rituell. Haushalt, (hübsches Landpläyche«) suche ich ein Häusl. erz.Mädchen od. Stütze Jamilienanschl. geboren. Dienstmädchen vorhanden. Ausführliche Angebote u. Gehaltssord. erb. unt. 23496 an die Exp. ds. Bl. 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