Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 16-17 (24.4.1921)
- Date
- 1921-04-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Btt SSrsrltr. Rr. 10 u. IT. Gelte 7 21.April 1021 werden können, respektive den durch die Mikropyle, die Eingangspforte des Lebens im Et etnströmenven Aether zwingen, seine SchöpferweÜen. in ganz bestimmter, durch die Erbgesetze geordnete Schwing, ungsorgien zu immer wachsendem plastischen Erscheinen aufzuschSumen, so werden bei der Verdauung auch Form und Geistigkeit der zermalmten oder verwesenden Zelleinschlüsse den ruhenden Zellen des auf diese Weise überfruchteten Wesens hinzu gefügt. So nur, durch niemals unterbrochenen Tausch und die Neuzufuhr der in allen Lebensreichenerworbenen Fähigkeiten und Formenspielen, ist die Entwicklungder Lebewesen denkbar." Der Raum verbietet es, die Gedanken weiterzuspinnen, die sich vom jüdischen Standpunkte aus an die Schleich'schen Ideen knüpfen. Nur auf eine, nebenher hing-worfene Bemerkung sei noch htngewiesen: „In siebenJahren regeneriert sich der ganze Zrllbestand auch eines Menschenleibes vollständig". (Seite 20). Zufall oder einheitlicher Rhythmus des Schöpsungswerkes? In sieben Jahrtausend en regeneriert sich, wie in sieben Jahren der Mikrokosmos des Menschen, der Makrokosmos des Weltalls und in siebenmal sieben Jahrtausenden geht das Weltall dem großen „Jobel" entgegen. (Stehe Ramban zu '2'v *nns "B‘ u. a. a. O). — Höhere Welten steigen aus dem Schekntode der gewesenen empor und v'N!2N fp’nn, die Lebens er Neuerung, ist recht eigentlich das unmittelbare Korrelat des heiligsten Gottesnamens, vor besten befreiender schöpferischer Kraft der Tod seinen Stachel verliert, vielmehr jauchzend einfällt in die allgemeine Harmonie des *llKtt DIES Hini/ des Juvelrufs der Gottesscköpfung. #4# Glngegangene Bücher. (Besprechung Vorbehalten). Heinrich Heine als Denker. Bon H. Lichtende r a e r. Dresden, 1921. CarlResßner.312 S. geb. ^uMrrsjApKifche Hchndbiblip»thG 'ItzrsWMKeHtz? ' Jfäuintet, Lüdwig BasrÄ Max ing chr. M?A ^rvs^c.EM i-eMn w^UN^ d i erhitz,-.; skaphle i»on J A. EtiderS. Bö. H drosch: Geschichtsphilosophie von Franz Sawicki Bd. III geb.: Philosophie der Natur, l.Abt. Bd. IV geb.: Philosophie der Natur, Il.Abt. BonI. Schwertschlager. München-Kempten, 1921. Jos. Köfel und Friedr. Pustet. 276 und 317 S. Preis 27 Mk. und 25 Mk. Gnade und Freiheit. Untersuchungen zum Problem des schöpferischen Willens in Religion und Ethik. Bon Felix Welt sch. München, 1920. Kurt Wolfs, Verlag. 155 S. Der Stern der Erlösung. Von Frz. Rosenzweig. Frankfurt a. M., 1921. I. Kauffmann, Verlag. 533 S. Preis 57 Mk. Das Weltbild der Relativitätstheorie. Von Harry Schmidt. Zweite erweiterte Auflage. Hamburg, 1920. Paul H artung, Verlag. 139 S. Einstein. Einblicke in seine Gedankenwelt. Gemeinrserständl'che Betrachtungen über die Relativitätstheorie und ein neues Weltsystem, entwickelt aus Gesprächen mit Einstein, von Alexander MoSzkowSkt, Hamburg-Berlin, 1921. Hoffmann u. Campe und Fontane u. Co. Die Anden in Abessinien BonDr. Carl R a thjens Hamburg, 1921. W. Genie, Verlag. 97 S. mit einer Karte. Preis 13 Mk. Sittenlehrer. Bon Dr. Zunz. Mit Anmerkungen von I. Elbogen. 46 S. Fran kfurt a. M. 1921. I. Kauffmann, Verlag. Preis 4.60 Mk. Ein zeitgemäßer Neudruck aus Zunz's Gesammelten Schriften, der weiteren Kreisen die schönsten Stellen aus der reichen Mußar- Literatur deS Mittelalters zupängig macht. Die Sünde wider das Volk. Roman von Emil Felden. Berlin. Oldenburg u. Co., Verlag. 316 S. Preis geh. 15 Mk, geb. 20 Mk. Die „Sünde wider das Volk" ist der neudeutsche Judenhaß, den der Be'fafser in feiner ganzen Unslttlichkeit und Dumurheit darzustellen versteht. Die künstlerische Gestaltung wird von dem lehrhaften Zweck des Buches zwar naturgemäß etwas beeinträchtigtaber es liest sich dennoch spannend und sollte weiteste Verbreitung finden. Dantes Göttliche Komödie. Das EpoS vom inner» Menschen. Eine Auslegung von Else Haffe. München-Kempten, 1920. Jos. Kösel. DünteS unsterbliches Gedicht gehört trotz feine» spezifisch christlichen GewandeS den religiös Empfindenden aller Völker und Konfessionen an: eS bedarf aber eines Kommentars, um in voller Liefe verstanden zu werden. Das Hassesche Buch eignet sich dazu, sofern man aus den großen Zug der Ideen, weniger auf die Einzelheiten Wert legt. Heinrich Manns Werk. Von Hermann Sinsheim er. München, 1921. Verlag der Weißen Bücher. 61 S. Moderne Vergewaltigung des Alten Testamentes. Beleuchtet von Pros. Dr. Ed. König. Bonn 1921. A. MarcuS u. E. Weber. 40 S. Preis 5 Mk. Vom lebendigen Hebräisch. Bon E. M. L i p s ch ü tz. Berlin, 1920. Jüdischer Verlag. 107 S. . Die neueste Geschichte des jüdischen Volkes. Von S. M. Dubnow. Deuisch von Alexander Eliasberg. 2 Bde. Bon 1789-1881. Berlin, 1920. Jüdischer Verlag. 332 und 518 <5. Die Stadt der Toten und. andere Erzählungen. Von L. S ch a p t r o. B e r l t n. Welr-Berlag. 63 S. Was der Verfasser erzählt, mag wahr sein, aber eS steht jenseits der Grenzen deS ästhetisch Erträglichen. Aus dem heiligen Buche Sohar des Rabbi Schimon ben Jochai. Eine Auswahl zusammengestellt und übertragen von Jankew Seidmann. Berlin, 192?. Welt-Verlag. Die Auswahl ist geschickt, die Uebertragung würdig, im Prinzip kann man allerdings zweifeln, ob diese Popularisierung berechtigt ist. Die Hochzeit d s Todes. Bon Ariel Bension Leipzig, 1920. E.P.Tal u. Co,Verlag. 77 S. Preis 12.50 Mt. Eine etwas süßliche, mystische Geschichte, die zwar gut stilisiert ist, aber keineswegs eine zutreffende Vorstellung von dem Wesen kabbalistischen Denkens und Gefühlslebens zu geben vermag. Die Feuerseele». Phantastischer Roman von Annle Harrar. Berlin, 1921. Richard Bong. Vn Zukunftsroman von der an der Verkünstelung ihrer: bis ins Phantastische bochgestkigerten Technik zugrunde gehenden Kulturmenschheit — für Philosophen ein zum Nachdenken reizendes Werk. Das verschlossene Buch. Von Irma Singer. 2. Auflage. Wien, 1921. R. Löwit, Verlag. Vücherbefprechungen. The voice of Jerusalem. By Israel Zangwill. Lon bon 1930.- Wtlliam Hetnemann^.? - 'Englisch-jüdische Poet uni» PoUtchr! legt unter dem Ncrmrn„DieS titm m p; I er rr.s al e pi P" <derOeffeytltchkett,.eine.Samrnluug pon.l^tzehn größeren und kleineren Aufsätzen vor, die er im Laufe von etwa zwanzig Johnen meist in Zeitschriften und Revuen hat erscheinen lassen. Der stattliche Band, der mehr als 860 Seiten umfaßt, gibt ein gutes Bild von der geistigen Beweglichkeit, dem literarischen Geschick und der unleugbar liefen Liebe zum jüdischen Volke, die den Dichter beseelt und die seinem oft zwar geistsprühenden, aber etwas spitzigen Sarkasmus eine versöhnende Weihe verleiht. Ein Teil der Aufsätze, wie die große Abhandlung über die „Legende vom erobernden Juden", ist der Abwehr des Antisemitismus gewidmet, ein anderer der Klarstellung der ethischen Eigenart deS Judentums gegenüber der christlichtheologischen Auffassung. Dazwischen kommen reizvolle Uebertragungen bekannter Stücke unserer Liturgie jvw, u. a. ins Englische, wobei Zangwill seine virtuose Meisterschaft als Uebersetzer zeigt. Als Politiker sucht der Verfasser die Einheitlichkeit seiner Stellungnahme zum Paiästtn aproblem und zur Territorialfraae überhaupt zu erweisen. Er hält bekanntlich die Lösung, die der Zionismus gegeben hat, für einen vollkommenen Fehlschlag, der inS Ver. derben führen müsse, weil eS unmöglich fei, innerhalb einer übermächtigen arabischen Umgebung die jüdische Siedlung auf die Dauer zu halten. Aeußerst sympathisch berührt namentlich den deutschen Leser der bewundernswerte Mut, mit dem Zangwill dem imperialistischen Machtstreben, wo immer eS sich zeigt, zu Leibe rückt und mit dem er dem oft in moralische Phrasen eingehüllten nationalen Egoismus der großen und kleinen Nationen die „Stirpme Jerusalems", die Stimme des Menschlichkeit und Weltfrieden verkündenden GotteSboten entgegen- A-B-C. des Lebens. Von Otto Nathan. Berlin. 1921. EnergetiS Ritha-Berlag. Preis 28 Mk. Eine Sammlung von Stnnsprüchen fürs Leben, in denen ein gut jüdischer Lebenswille und Optimismus waltet. Das Buch ist nicht gefetzt, sondern in allen feinen Teilen gezeichnet, also eine typographische Merkwürdigkeit. Die auch sonst geschmackvolle Ausstattung macht eS zu Geschenkzwecken recht geeignet. Die fremde Erde. Von Lotte Gum tau. Stuttgart. K. Tbienemann, Verlag. 188 S. geb. 15 Mk. Ein MoseS-Roman für die reifere Jugend, der reich an dramatischen Momenten und von starker poetischer Kraft gesättigt ist. Den jüdischen Leser stört zwar die starke Freiheit, die fich die Verfasserin gegenüber dem biblischen Texte gestattet hat, auch werden die jugendlichen Leser auf daS Verbot des AuSfprechrnS deS vierbuchstabigen GottrSnamenS aufmerksam zu machen sein — allein trotz dieser Vorbehalte kann das Buch als anregende Lektüre, ins-, besondere für Mädchen von 13-16 Jahren warm empfohlen werben. rHXBfl- Textstudien op den Pentateuch- Commentaar van Nlozes Nachmanides door J, Maarsen, docent aan het Ned. Isr. Seminarium. I. Genes, en Exodus. Amsterdam 5679-1918. Van Creveld u. Co. Snellpreßdrukery. 49 8. Unsere biS jetzt vorhandenen Drucke der Erklärung deS Ramban find wie allbekannt, stark von Fehlern durchsetzt. Auf eine gute Ausgabe wird schon lange gewartet, aber bis jetzt umsonst. Darum ist die Schrift, die uns der Verfasser vorlegt, sehr zu begrüßen und man ist ihm für seine Arbeit zu Dank verpflichtet. Daß aber noch viel zu tun ist und daS seine Arbeit nur zum Teil Aushilfe g währt, sagt er ja selbst, denn bei feinen Studien standen ihm nur Druckwerke und keine Handschrtfien für die Vergleichung zu Gebote und so war er bisweilen nur auf Vermutungen angewiesen. Dennoch behält seine Arbeit ihren Wert und leistet auch in der vorliegenden Form gute Dienste und wird auch dem noch zu wünschenden kritischen Herausgeber gute Dienste leisten. S. * * * Jüdische Geschichte in Charakterbildern. Bon S. Müller. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage unter Mitwirkung von BeztrkSrabbtner Dr. M. B e e r.m a n, Heilbronn. Stuttgart 1921. I. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung. Das bekannte Buch, das sich durch Frische und Lebendigkeit der Darstellung, Ueberstchtltchkeit und relative Vollständigkeit auszeichnet, ist in der neuen Auflage bis auf die jüngste Gegenwart (Ernennung Herbert Samuels und neue Reichsverfassung) fortgeführt. Der religiöse Standpunkt des Verfassers, der nicht der unfrige ist, tritt in der ziemlich einseitigen Behandlung, namentlich des heutigen deut chen Judentums (die Organisationen der Orthodoxie werden grundsätzlich totgeschwiegen), stark hervor. Der „Pseudo Jesajas" wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Die Geschichte der mündlichen Ueberlieferung findet zwar nicht den Mut, die Göttlichkeit der Thura » in der tradierten Klarüett äkMPotechen. aber o fluriET nichr aelKnnseQ^sönöern ge- Llehrt> W> ist MÄre,<daß^Mtz BmWöWrMmlt für tzesetzeSIreNe'SchureTrmichr atS ohne weiteres brauchbar bezeichnet werden kannseine sonstigen Vorzüge lassen daS besonders bedauern. Personalien. Würzburg, 10. April. In der Woche zu rie»lb KIWI '2 haben wir Herrn Spezialarzt Dr. Leo Forchheim er im schönsten Mannesalter von nur 44 Jahren zur letzten Ruhe gelei-et. Als Sohn deS allbekannten, durch strenge Frömmigkeit und seltene Wohltätigkeit ausgezeichneten Familie Levi Forchheimer, hatte er im Elternhause reichlichst Gelegenheit, wahres jüdisches Leben kennen und schätzen zu lernen. Stark und prägnant setzten sich diese edlen Keimtest und trieben im ganzen Dasein des Verblichenen herrliche Blüten. Seine wissenschaftliche, akademische Ausbildung führte ihn nicht, wie leider bei so vielen andern, von den Idealen des Judentums weg, sondern hob sein religiöses Interesse. Er war Mitbegründer und mehrjähriger Vorstand deS „Orthodoxen Vereins" und hatte somit ruhmvollen Anteil an dessen bedeutenden Erfolgen. Die Ideale, die der Verklärte allenthalben verpflanzt, werden in den Kindern unter der Leitung der gletchstrebenden Gattin weiterblühen und auch im öffentlichen Leben für immer fortwirken, sodatz sich daS Wo« bewahrheite: ,12127 pnas 12t. Breslau 18. April. Der bekannte Gelehrte und Dozent am Jüdischen Theologischen Seminar zu Breslau, Dr. Horowitz, ist nach kurzer Krankheit gestorben. Dr. Horowitz entstammte einer Gelehrtenfamilie in Ungarn und genoß bis zu feinem 18. Lebens- Sabbat-Anfang und Ansgang. noa su p rofr- Ort: Anfang Datum AuSgang Uh.s tMtn. 1»21| 5681 Udr MtN. Frankfurt a. M. 6 15 32. 14. Ntßan 8 20 Berlin .... — — April München . . . 7 — 7 57 Strastburg . . — — — _ Stuttgart. . . — — — .— Posen .... — — — — Nürnberg. . . 7 — vs Hamburg. . . — — -