Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 14 (7.4.1921)
- Date
- 1921-04-07
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Sit. 14 Seite i 31 März IM Frankfurter Kertchte. Weratuu-ssteLe für jüdische Kiuder. Wer Ausschuß für die Interessen de» jüdischen Kinde», eine Zweigstelle der Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege, hat in der Stiftstraße 80 eine Beratungsstelle für jüdische Kinder unter sachkundiger Leitung eingerichtet. E» wird daselbst den Eltern unentgeltlich Rat erteilt in allen ihre Kinder betreffenden Kragen, in gesundheitlichen, erzieherischen ober Unterrichtsangelegenheiten, wegen Erholungskuren oder Landaufenthalt, Pflegestellen, materiellen Unterflützunge» und Beihilfen. In der Beratungsstelle selbst werbe» Unterstützungen nicht gewährt. Die Beratungsstunde findet jeden Mittwoch von §-» Uhr, Stift» straßr 30, Erdgeschoß statt. Vas grsße M-rßör. Da» große Verhör in der Thoralehranflalt Aefchiwa fand am Sonntag, den 27. März, in den Räumen der Lehranstalt Friedberger Anlage, unter Anwesenheit des Kuratorium» und vieler Gäste statt. Die vom Leiter der Jefchtwa, Herrn Rabbiner Dr. S. Breuer vorgenommene Prüfung zeigte die glänzendsten Resultate einer regen einjährigen Geistes« arbeit. Die Jeschiwa war in diesem Jahre von 40 Bachurim, zur Hälfte Deutschen, besucht. Unter den älteren ausländischen Jüngern befinden sich solche, deren bedeutendes Thorawiffen zu großen Hoffnungen berechtigt. Auch an der jüngeren Generation, die aus westlichen Schulen, zum Teil mit nur geringen Talmudkenntniffen in die Lehranstalt eingetreten ist und sich nun mit der schwierigen Materie vollkommen vertraut zeigte, sah man, von welch hohem Segen ein auch auf kürze Zeit bemessenes intenfiveS Lernen an der Quelle für die Jugend ist. Vaterland mb deutsche Juden. Im BolkSbildungSheim sprach in einer vom Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens etnberufenen Versammlung Dr. JSmar Freund, Berlin, über die Bedeutung des deutschen Vaterland» für die deutschen Juden. Nach einem Hinweis auf den inneren Zusammenhang der Lhristenv erfolguugen im alten Rom und der Juden« Verfolgungen vom Mittelaller dir in unsere Zeit und einer Erläuterung der Begriffe des jüdischen Volks« tums, sagte der Redner u. a.: „Für den deutschen Juden bedeutet das deutsche StaatSbürgertum zunächst einen rechtlichen und einen politischen Begriff. Darüber hinaus bedeutet aber. Deutschland für uns das Land unserer Ahnen, in das wir bereits zur Zeit der römischen Kolonisation kamen. Aber auch aus tiefstem seelischen Bedürfnis heraus fühlen wir uns als einen untrennbaren Teil des deutschen Volkes. ES ist für uns eine Kulturgemeinschaft, an der wir als Gebende und Empfangende, teil haben. Schon in den Freiheitskriegen hat der Jude seinen Mann gestellt und auch im letzten Krieg haben wir Juden unsere volle Pflicht und Schuldigkeit getan. Wir verlangen dafür keinen Dank, aber Gerechtigkeit. Wir wollen die Gebeine unserer Gefallenen nicht dadurch schänden lassen, daß man ihnen die Vaterlandsliebe abspricht. Wir werden trotz aller Enttäuschungen auch weiter unsere Pflicht tun und unser Schicksal mit dem deutschen A Volk auf Gedeih und Verderb verbunden fühlen". In der Aussprache behauptete der Sekretär deS deutsch-völkischen Trutz« und Schutzbundes Wind« meier, haß im israelitischen Krankenhaus ein Jude beim Tod" eines christlichen Dienstmädchens geäußert habe: „DaS schadet nichts, eS ist ein christliches Schwein weniger auf der Erde". Windmetcr hat diese Geschichte .chon früher erzählt, die Angelegenheit beschäftigte auch Krr KsraeM. _ das Gerichtaber wie der Vorsitzende der Versamm« lung, Dr. Mainzer, mitteilte, hat keiner der von Wtndmeier angegebenen Zeugen, darunter auch eine christliche Krankenschwester, etwa» derartige» gehört. Den Namen deffen, der die Worte geäußert haben soll, weigert sich Windmeier zu nennen. „Der Name ist mein Geheimnis", so erklärte er in der Versammlung. Dr. Mainzer verglich den geheimnisvollen Freund WindmeierS mit dem gerichisbekannten „großen Unbekannten". Dr. F r e u n d verzeichnet diese Erfindungen als „Lügen von abgrundtiefer Gemeinheit" und bedauerte, daß Leute, die sich von solchen Agitatoren verführen ließen, die Not unserer Zeit immer noch nicht begriffe« hätten. Uljutlm-N-rtraß. An den nächsten beiden Sonntagen, 10. und 17. April, spricht Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer im „Mekor Lhajtm', Langestraße 18, au» den „Ptjutim zu Peffach". Der Vortrag beginnt präzise 7 Uhr abends. Teilnehmer werden gebeten, Machsor mitzu« bringe«. HHasBansBaHSMHnaBBHnBHBHaBaBaaMaaBaMBBaB Verein Mekor Chaji«. SamStag vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dinim"- Herr Rektor B. Falk. — 12 Uhr im Hörsaal Friedberaer Anlage: „Melochim"; SerrProstWeyl. — Nachm. 4 Uhr: „Mikro" - err W. Rosenzweig. Sonntag vorm. 9% Uhr und Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr R. A. Posen. Sonntag nachm. 7 Uhr: „Pijutim zu Peffach"; Herr Dr. Jos. Breuer. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"- Herr Dr. Jos. Breuer. Allabendlich 8% Uhr: „Gemoro"Herr H. H a l p e r n. Jeden Morgen Mischnalernen. Agttdas JiSroel-Jttgendgrnppe. Sonntag vorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Raschid- Herr Leopold Oppenheimer. — Nachm. 2*/, Uhr: „Tehillim" - Herr Herm. Frankenthal. — 6 Uhr: „Hebräische Sprache"- Herr Lehrer I. Je len. Herren und Damen. Montag und Mittwoch abend 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Ehrmaun. Dienstag abend 8 Uhr: „Tefilloh"- Herr Oberlehrer Kaufmann. Donnerstag abend 8s/4 Uhr: „Hagadah"- Herr Dr. Ehr mann. Damen und Herren. SamStag v o r m., 9*/, Uhr: „Gemoro" - Herr Dr. I. Posen, Tiergarten 43. — ll1/* Uhr: „Gemoro"- Herr H. Halpern. — 11'/4 Uhr: „Mischna"- Herr A. Hirschberg. — 3'/, Uhr: „Gemoro" - Herr Dr. H o f m a n n. — '/4 Stunde vor Nacht: „Midrasch"- Herr Dr. Hofmann. Asudas Jisroel-Madchengruppe. Montag abend 81/, Uhr: „Dinim" (Peffach)- Herr Redakteur Schachnowttz. Mittwoch abend 8y4 Uhr: „Hiob",' Herr Dr. Ehrmann.» SamStag vorm, nach Schul: „Sidravortrag". SamStag nachm. 4 Uhr: „Thauro"- Herr Lehrer Htrschberg. Zeire Gmune Jisroel, Hanarrerlaudstrasre IV. SamStag nachm. 4 Uhr: „Orach Chaim" n>a H.n Herr B. Gitler. Sonntag abend 8*/, Uhr: „Gemoro"- HerrJ. Sch Neigebauer. Montag allen- 81/» Uhr: „Gemoro"- «V, Uhr: „Jeschajohu"- Herr N. Weil. Dienstag abend 87« Uhr: „Gemoro"- 9% Uhr: „Dinim" - Herr Sch. Luftig. Mittwoch abend 87, Uhr: „Gemoro" Herr M- Speiser. Donnerstag abend 87, Uhr: und „Dorath Haroschonim"- Herr I. Landau. Verein rn r\"b* SamStag nachm, nach „Mincha", Hö .al F-. rdberger Anlage- Herr Prof. Dr. Sul? )ach, VeShamidrasch, Ostendst atze i8. SamStag nachm. 5 Uhr: „Vortrag- HerrRabb M. S^neider. SamStag nachm., Uhr, Sonntag fr; 8—9 Uhr, DienStag und DonnerSti. abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schlur" «vfl Herr Rechtsanwalt Dr.. I. Breuer. SamStag nachm. 4 Uhr: Bortrag. — Eine halbe Stunde vor Nacht: „Messilas Jeschoriui"; Herr H. Halpern. Alltäglich 7a Stunde vor Nacht: „Dinim" - Herr Rosen zweig. VV man, Ostendstrahe 18. Täglich nachm. 6*/,—7*/, Uhr, v'nvv «im-SamStag nachm. 4—5 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. Hevetzeite«. V'*\ir\ nn®. Freitag aöe]n& 6.35. SamStag morgen 8.— SamStag nachm. S.—. Samstag abend 7.55. Wochengottesdienst: Morgens 6.3V. Nachmittags 6.60. Familiennachrlchten. Garrnitwohfeier. Nathan, Sohn des Herrn Meyer Bing, in der Synagoge Jriedberger Anlage. — Heinrich, Sohn des Herrn Salomon Rosenfelder, Am Schützenbrunnen 8. Drukksehlerberichtigung. In dem Aufsatz: „Zum Verkauf der alten Synagoge", sind folgende Fehler zu be« richtigen: 1. Spalte,Mitte: nicht unsterbliche Werte, sondern Werke, 1. Spalte unten: nicht Verkündigung, sondern Ankündigung, 3. Spalte (am Sckluß) mutz eS heißen: große Lehre vom Leben und Sterben und der Unsterblichkeit. GroB-Frankfurt am Eschenheimer Turm Spezialitäten» Theater Zillertal und Bierkabarett Rassenöffnung 67a Uhr, Anfang 77a Uhr abend* W ink lause Eingang nun StifiatraBe 32 «aNnMtaauasaattanaMBnauaanHaBHnaHHBSBMHBBSBBBIBBWM IFfir den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfet« Sederschüffelu mit 7 Fayence« SchÜffelcyen und 3 seidene« Borhängcheu mit Silber- resp. Soldfrarrzen in diversen An»« sührunge«. -I. 5. bormann Buchhandlung »817* ffiatbftirt am Main l- 1 die Mi lassen Sie Ihre Mil MMliil! nach neuest. Modell. mnarb.,sow. Meii-M ob weich, steif oder Cylinder nach modernen Formen wie neu Herrichten färben und reinigen. SM rmsmiisMi Hüte werden gleich garniert, alte Zutaten verwendet. (22982 WAS 3« M»W Schillerstraße 10. II. Römer 2414. Samuel da Nagid von OSkar Lehma««. 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