Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 5 (3.2.1921)
- Date
- 1921-02-03
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ft». 3 Februar 1921 A. Löb von „Fundnmentallrrtümern" bei seinen Gegnern spricht. Auf der gleichen Linie bewegt sich Herr Löb mit der Behauptung, ich hätte feine Kompromißpolitik bis zu der Stunde mitgemacht, in welcher meinem Wunsche nach einer Kandidatur, die Erfüllung versagt wurde. Er hat sich dabei nach zweifacher Richtung hin in die Nesseln gesetzt. Ich verweise demgegenüber zunächst auf die Vorbemerkung der von mir veröffentlichten Denkschrift (Jüdische Monatshefte Nr. 1—6, Jahrgang 1916), „Ueber den Stand des religiösen Lebens in der Berliner jüdischen Gemeinde". Deren Drucklegung im Namen des Vereines hatte Herr Löb zu hintertreiben gewußt, deren gesamter Inhalt bildet indes eine einzige Widerlegung seiner Behauptung. Was nun gar die Wahl des Zeitpunktes betrifft, so ist sie Kr die Art des Herrn Löb noch charakteristischer. Am 19. 5. 20 tagten in der Rosenstrahe 3/1 gleichzeitig der Vorstand unseres und der des liberalen Vereins. Als Herr Löb in Begleitung des Herrn Eli Lazarus sich zu den Liberalen hinauf begab, spielten sich, kaum daß er den Rücken gewendet hatte, in der Sitzung gewisse Vorgänge ah, die Männern von Charakter, wie dies bet terrn Lazarus tatsächlich der Fast war, —.nur-einen ntschluß offen ließen und die allerdings mich sehr gegen meinen Willen nötigten, in die Verhandlungen mit den Liberalen einzugreifen. Ich möchte hier noch deutlicher werden, doch ich sehe schon im Geiste den Rotstift der Redaktion sich drohend erheben, darum — — Wer wollte es auch Herrn Löb verargen, daß er sich zu dem Entschlüsse des Herrn Lazarus nicht erheben konnte, nachdem er doch den Lieblingswunsch seiner. Kandidatur — deffen Erfüllung er sich selbst verdankt — schon längst fertig hatte, bevor seine Kollegen im Vorstande mit. dem Wahlakte überhaupt noch befaßt wurden. Ich möchte hier wieder auf das Vorspiel zu der Sitzung bald nach den Feiertagen im Herbst 1919 zurückgreisen, zu der er ebenso sonderbarer — wie eigenmächtiger Weise Herrn Dr. Abraham Löb keine Einladung zugehen ließ. Doch der Redaktionsstift meldet sich wieder drohend, darum-- Wenn aber der Vorstand eines Vereines zur Erkaltung des überlieferten Judentums derartige Dinge in seiner Mitte geschehen läßt, so wird man es begreiflich finden, daß er das Recht auf Schonung verwirkt hat. Die Behauptung aber, daß ich eines seiner Mitglieder persönlich angegriffen hätte,- ist einfach aus der Luft gegriffen. 84 Stimmen hält mir Herr Löb in Fettdruck entgegen. Schrecklich in der Tat; aber immerhin auf Grund eines klaren, eindeutigen Programms des gesetzestreuen Judentums! Wann hat er jemals so etwas auch nur versucht, wann ist in Berlin ein solcher Versuch überhaupt je gemacht worden? Was Wunder, wenn bedacht wird, daß man aus der andere Seite Mit Agitationsfonds in' die 100 000 und einem Heere geschulter Agitatoren arbeitete, während mich selbst die gemieteten Stimmzettelverteiler im Stiche ließen, sodatz die 64 Stimmen fast durchweg ihre Wahlzettel erst in meiner Wohnung abholen mutzten. Löbs Politik erschöpft sich darin, vor der Wahl Unterschlupf bei Parteien zu suchen, denen er hinterher die Zugehörigkeit zum Judentum streitig macht. Das gesetzestreue Judentum kann derartige Sprünge nicht mitmachen. In einer Zeit, in welcher hier 10000 neu hinzugezogene Familien einem gesetzestreuen Judentum verloren gehen, hat er sich für seine Politik das tiefsinnige Problem herausgesponnen, ob Dr. Kellermann der nichts so sehr als den „Rückfall in den Mosaismus" fürchtet, feinen Genossen gleichwertig ist oder nicht. Wer erfahren will, wie lächerlich eö ist, sich mit solchen Fragen überhaupt nur zu befassen, den verweise ich auf xvD msipn, tib pne ') pbn v'2122 n*nu e*bb*i iw Yvn nvD ern 'awn rrn 'awn rrn. Rabbiner Dr. Daniel Fink. Likör. Als Beitrag zu unserem Sprechsaalartikel über den Einkauf von Butter in der jüngsten Nummer schreibt man uns noch aus Bayern: Wie wichtig es erscheint, beim Einkauf gewisser Artikel vorsichtig zu sein, beweist zum Beispiel folgende Tatsache: Bisher hat man ohne Bedenken sämtliche Liköre getrunken. Dieselben wurden größtenteils aus ätherischen Oelen oder Essenzen, Getreidesprit (Weinsprit genannt), Zuckersiruv und Wasser hergestellt. Da aber seit einiger Zeit Sprit schwer erhältlich ist, haben sehr viele Likörsabrikänten statt Sprit sogen. Weindeftillat (aus Traubenwein gebrannt) das -,V2 ist, verwendet. Es genügt also nicht, daß man z. B. in jüdischen Geschäften den Likör kauft, da deren Inhaber über die Fabrikation meistens nicht unterrichtet fird und eö fraglich erscheint, ob sle nachträglich von ihren Liefe, ranten die richtige Auskunft erhalten. Cs gibt auch Liköre, in denen unter anderem Wein und als Farbe z. B. Cochentllrot verwendet werden. Alle diese Zutaten beweisen zur Genüge, daß man nicht ohne weiteres Liköre trinken darf. Ferner muß beim Einkauf von sämtlichen Spirituosen darauf gesehen werden, nur von solchen Firmen zu beziehen, die ihre Artikel am nvd. verkaufen, daß man nicht das Verbot von ydh ncM Vby -Qprr> bann» bv pvn Übertritt. Ob jüdische Wtederverkäufer darauf Rücksicht nehmen, ist fraglich. Man sieht heute in jüdischen Geschäften mit und ohne Aufsicht, Liköre und Spirituosen, geliefert von jüdischen Fabrikanten, die sich über all das Obenerwähnte hinwegsetzen.. Frankfurter Kerichtr. Ieire Hrnune Aisroet. Bei den „Zeire Einune Jisroel", Hanauerlandstraße 17, sprach am letzten Samstag abend, Herr Redakteur Schach nowitz über |Djn mbw (Zeitsragen). Der Referent gab in großen Zügen einen Ueberblick über Entwicklung und derzeitigen Stand des jüdischen Geisteslebens, besprach insbesondere die Schattierungen innerhalb der östlichen und westlichen Orthodoxie und zeigte das Gemeinsame, das die Gesinnungsgenossen verbinden muß und auch verbindet. .Ein dankbares Auditorium, das das Haus bis auf den letzten Platz füllte, folgte den Ausführungen mit regstem Jnteresie. Eine ausgiebige Diskussion brachte noch manche Klärung ynd Ergänzung. Kgudas Aisroet-Iugendgritppe. Der hebräische Sprachkurs wird in einigen Stunden nochmals von Anfang an wiederholt, sodatz Jedermann noch Gelegenheit geboten ist (Damen und Herren), sich am Kurs zu beteiligen.- (Siehe Lehrplan.) Auf vielseitigen Wunsch wird der Chaurew- KurS unter Leitung des Herrn Zahnarzt Ehrm ann wieder ausgenommen und zwar findet derselbe für Damen und Herren, Donnerstag abend 8,80 Uhr, vierzehntägig statt. Zu der Notiz „Hirsch-Jahrzeit" in Nummer 2 des „Israelit", in der über den Bortrag deS Herrn Dr. Josef Breuer im BolksbildungSheim berichtet wurde, ist nachzutragen, daß dieser Bortrag von der Agudas Jisroel OrtsundJngendgruppe veranstaltet worden ist. VerelnSkalenber. Verein Mekor Chajim. Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: „Mikro"; Herr Oberlehrer Munk. Samstag früh: Jahrzeitsstiftungslernen; Sarah Rosenbaum-Stifmng. SamStag vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dinim"; Herr Rektor B. Falk. — Mittags 12 Uhr, im Hörsaal tzrledberger Anlage: „Melochim"; Herr Prof. Weyl. — Nachm. 3*/» Uhr: >,En Jakamv" - Herr Redakteur Schachnowttz. Sonntag vorm. 93/4 Uhr und Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. Sonntag nachm., 6 Uhr: Bortrag des Herrn Dr. Willi Hof mann: Betrachtungen über das Gesetz der Körperschädigungen an Hand des Wochenabschnittes. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. Dienstag früh: JahrzeitsstistungSlernen; Dr.Ernst Lindenbaum-Sliftung. Donnerstag abend, 7 Uhr: „Mischna"; Herr Rektor Falk. Freitagfrüh: Jahrzeiisstiftungslernen; Frau Justizrat Dr. Nastali Hirsch-Stiftung. Allabendlich 8»/, Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. Jeden Morgen Mtschnalernen. Agudas Jisroel-Jugerrdgruppe. So.'nntag vorm. 8 Uhr: „Chumisch mit Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. — Nachm. 2% Uhr; „Tehillim";HerrHerm.Frankenthal; — 5af4 Uhr: „Hebräische Sprache"; Herr Lehrer I. Je len. Herren und Damen. Montag abend 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt E h r m a n n. Dienstag abend 8 Uhr: „Tefilloh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. — 8*/, Uhr: „Gemoro"- Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend 8 Uhr: „Dinim"; Herr Oberlehrer Munk. — 83/4 Uhr: „Newtlm"; Herr Lehrer Unna, Kleine Obermalnstr. 30. Herren und Damen. — 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt Ehrmann. Donnerstag abend 8'/z Uhr: „Chaurew"; Herr- Zahnarzt Ehr mann. Freitag abend nach Schul: „Gemoro" für Anfänger; Herr Leop. Oppenheimer. — 8 Uhr: Gemütliche Zusammenkunft. SamStag vorm., 9*/, Uhr: „Gemoro"; Herr Dr- I. Posen, Tiergarten 42. — 10'/. Uhr- „Gemoro"; Herr H. Halpern. — 11°/. Uhr- „Mifchna"; Herr A. H i r s ch b e r g. - 3'/, Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Agudas Jtsroel-MSdchengruppe. Montag abend 8l/t Uhr: „Dinim"; Herr Red. Schachnowitz. Mittwoch abend 81/, Uhr: „Chumisch"; Frl. Edith Joel. Donnerstag abend 8l/s Uhr: „Lhaurew"; Herr- Zahnarzt Ehrmann. Nr. 3 Seite 7 Freitag abend nach Schul: „Sidrahvortrag". SamStag nachm. 4 Uhr: „Thaura"; Herr Lehrer Hirschberg. Verein Tifereth Bachurim. Sonntag abend 7'/» Uhr Langestraße 33: „Aus» gewählte Lektüre “ über das Wesen des Judentums"; Herr Dr. Grombucher. Jüdische Franenvereinigung E- V Sonntag abend 6 Uhr pünktlich im Hörfaale Friedbergeranlage 5. Vortrag des Herrn Dr. Joseph Breuer: „Prophetenwort und Gesetzes, lehre" Thema: „Was haben unsere Frauen sür Erez Jisroel zu leisten?" Dienstag nachm. 4*/. Uhr pünktlich im Cafe „Kursüal" Friedberger Anlage: Gesellige Zusammenkunft. Zeire Emune Jisroel, Hanauerlandstraste IV. Freitag abend 8'/, Uhr: „Derusch": Rabbiner B. B e r m a n n. Sonntag abend 81/, Uhr: „Thtllim". — 9*/, Uhr: nVoo/' Montag abend 8l/a Uhr: „Gemoro"; 9V2 Uhr „Dlnim"; Herr M. Speiser. Dienstag abend 8'/, Uhr: „Gemoro"; 9% Uhr: ,/Jeschajohu"; Herr L. Hitler. Mittwoch abend 8% Uhr: „Gemoro"; 9l/t Uhr: „Dinim"; Herr M. Weil. Donnerstagabend 8% Uhr: „Jeschajohu" und „Doroth Haaschaunim"; Herr I. Landau. Verein |n mb. Herr Prof. Dr. Sulzbach, Sonntag nachm., 1 Stunde vor Mincha, Langestr. 18 und SamStag nachm., nach Mincha, Hörsaal Friedberger Anlage. Besharnidrasch, Ostendstriche 18. Freitag abend nach Schul: »tsv rinbn"; Herr Rachelsohn. SamStag nachm., */,6-*/,7 Uhr, Sonntag früh 8-9 Uhr, Dienstag und Donnerstag abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" KDp itta; ,Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag nachm. */,4 Uhr: Vortrag. — Eine halbe Stunde vor Nacht: „MesfilaS Jeschorim"; Herr H. Halpern. Atträgltch ^Stunde vor Nacht: „Dinim"; Herr Rosen zweig. vV rri2N, Ostendstraste 18. Täglich nachm. 61/» —71/« Uhr, v'Nvv Xlvi; SamStag nachm. 4—S Uhr: Herr Rabbiner S. Webest. HeSehettrn. O'LSVv rottf- Freitag abend 5.—. SamStag morgen 8.— Predigt. Samstag nachm. 4.30. Samstag abend 6.15. Wochengottesdienft: Morgens 6.45. Nachmittags 5.—. GroQ-Frankfurt am Eschenheimer Turm Spezialität en- Theater Zillertal und Bierkabarett Kassenöffnung 6l/ä Uhr, Anfang 7% Uhr abends Weinklause Eingang nun StiftstraBe 32 mmiiiuimiiiiiinnnmmi .PIDB bv '<WJ SelOstgekelterte Rotn. Weissweine Referenz, orthod. Rabbiner p. Gottschalk, Vteingrosshanillunj, gad fleuenahr 35s6 iiiiiiiinnnnpffnrnTinmw nos by im Weine n. Sltvowitz off. l,. Beim, Weingroßh., Bürnnsrn.BletchsN-. Ref. nur orthod. Rabb. Mindestabgabe 10 Fl. Nachnahme. 28465 Mzzen unter Aussicht hergestellt, in ca.üic Postpaketen franco ä 13.75 Francs Lieferung nach Einsendung des Betrages. 82251 Jul. Xordmann Basel, Leimenstraße 22. Samuel ha Nagid von OSkar Lehmann. Zu beziehen durch den „Verlag des „Israelit" Ä. m. b. H.." Jranksurt a. M.