Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 2 (13.1.1921)
- Date
- 1921-01-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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»Der JSraelrt? 13. Januar 1931 Seile 8 No. 2 erhält das glänzende Zeugnis der „Bäremappiflkett eins übereifrigen Famulus" der die „Hohlheit rmS Hinfälligkeit" des kategorischen Imperativs nur verdeutlicht hat. Kurz: der alte ehrfurchtlofv Nord au von anno dazumal, als eS noch keine jüdisch-nationale Bewegung gab. Hoffentlich wird man sich nicht verpflichtet fühlen, das Buch lnS Hebräische Au übersetzen. Frankfurter Kerichte. Sie Kirsch-Iaßrzeit. Die Jahrzeit von Rabbiner Hirsch wurde auch dieses Jahr von den Vereinen in sinniger und würdiger Weise begangen. Am Donnerstag abend fand sich ein ungemein großes Auditorium aus allen Kreisen der Gemeinde im Volksbildungsheim zusammen, wo Herr Dr. Josef Breuer unter Zugrundelegung und herrlicher Darstellung von Worten und Vifionen des Propheten Jecheskel, in bekannter Meisterschaft Jung und Alt für die von S. R. Hirsch 7"8i gelehrte Lebensanfchauung der Thora zu begeistern wußte. Am Freitag morgen wurde im Rahmen des Mischnalernens des Mekor Chajim im gur besuchten Hörsaale uibim “Ort gelernt. Jüdische KansHaktrmgsfchrrke. Die wirtschaftlichen Aerhälttttsse der Gegenwart weisen immer eindringlicher auf die Notwendigkeit gründlicher hauswirtschaftlichrr Ausbildung für Mädchen hin. Daß diese Erkenntnis nun auch bei Staat und Gemeinden durchgedrungen ist, beweist die Erweiterung der Fortbildungöschulpflichr für alle Stände, in welcher die wichtigste Rolle dem Koch- und Hauswirtschafts- Unterricht zugeteilt wird. Die jüdische Haushaltungsschule in Frankfurt a. M. stellt eine der wenigen Stätten dar, in der schon seit vielen Jahren solche Ausbildung jüdischer Mädchen ermöglicht wird. Trotz der großen Schwierigkeiten während und nach dem Kriege konnte die Anstalt nicht nur ihre Tätigkeit voll ausrecht erhalten, sondern sogar ihr Arbeitsfeld vergrößern und weiteren Kreisen zugänglich machen. Neben einjähriger Ausbiidung für Hausbeamtinnen wurden halbjährige Kurse für Haustöchter eingerichtet, ferner sechswöchentliche Koch-, Back- und Einmachkurse, die großen Zuspruch finden und deren Erfolg allgemein anerkannt wird. Das mit der Schule verbundene Mädchenheim bietet sowohl den lernenden wie auch berufstätigen Mädchen ein angenehmes, echt jüdisch geführtes Heim als Ersatz für das Elternhaus. Das rege emsige Leben der Hauslloltungsschiilerinnen, die mannigfache Art ihrer Beschäftigung, übt den heilsamsten Einfluß auf die Gesundheit der jungen Mädchen aus und das Zusammenleben so vieler junger Menschen, das gegenseitige Kennenlernen tragen dazu bet, einen sozialen Ausgleich zu schaffen und wirken in jeder Hinsicht anregend und erziehlich. Aiuirnkurs der Agudas Iisro et-Jugend gruppe. Interessenten für den »'ZM-KurS werden geb ten, zu näherer Besprechung mit dem Leiter desselben, Herrn Oberlehrer Munk, Montag, 17. Januar, S Uhr abends, in der Agudas Jisroel-Jirgendgruppe,Hanauerlandstraße 17, zu erscheinen. IrettagaScud. Eine der segensreichsten Institutionen der A. $. Jugendgruppe bilden die gemütlichen Zusammenkünfte in den Räumen des Vereins. Wer je die schöngedeckten Tische im hellbekeuchtetcn Raume gesehen, der am Freitagabend viele Dutzende hiesiger und ortsfremder Leute bei leiblicher und geistiger Bewirtung ln echter Sabbatstimmung vereinigt hält, wird den Eindruck nie mehr vergessen. Neben hiesigen Dozenten, vornehmlichden Herren Zahnarzt Ehrmann, Dr. Hofmann und Red. Schachnowitz, bekommt man zuweilen auswärtige Redner von Namen zu hören. Die Reden sind zumeist kurz und humorgewürzt, ausgehend von der Wochenfidra, einlenkend in die Fragen des Toges und darauf hinausgehend, Liebe nnd Begeisterung fürs Judentum zu wecken. Viele unserer Gemeindemitglieder, die die Bedeutung eines warmen Eabbatheims für die des Elternhauses entbehrende Jugend erfaßt haben, unterstützen dieses Werk, das auf das Jntereffe noch weiterer Kreise rechnen muß. IaHrzcitsfeier. In sinniger und würdiger Weise, nach guter chasfidischer Heimatsitte, wurde von den Zeire emune Jiöroel (Schneider-Jeschiwahj am Donnerstag abend, 12. Schewat, die Jahrzeit des alten Gerer Rebbe, des Verfassers des nox nEV, im Beshamidrasch, Ostendftratze durch Lernen, gemeinsames Mahl und rrnn rtS“? gehalten. VereiiMalender. Bereit» Mekor Cbajim Freitag abend, nach Schluß der Synagoge: „Mikro"; Herr Baruch Nabinowitz. Samsrag vorm., nach Schluß der Synagoge: „Dinim"; Herr Rektor B. Falk. — Mittags 12 Uhr, im Hörsaal Jriedberger Anlage r „Melochim"; Herr Prof. Weyl. — Nachm. 3*/, Uhr: „En Jakaus"; Herr Redakteur Schachnowitz. Sonntag morgen: Jahrzeitsstiftungslernen; Benjamin Kallmann-Stiftung. Sonntag vorm. 93/4 Uhr und Dienstag abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr R. A. Posen. Sonntag nachm., 6 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Jofcf Br.euer aus „Jecheskel". Montagfrüh: Jahrzeitsstiftungslernen,WallyPrager- Stistung. Montag und Mittwoch abend 7 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Jos. Breuer. Donnerstag abend, 7 Uhr: „Mischna"; Herr Rekior Falk. Allabendlich 8a/4 Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. Jeden Morgen Mi sch na lernen. Ägudae Jisr oe!-J«gendgr«Ppe4 Sonntag vorm. 8 Uhr: „Cyumtsch mit Raschi"; Herr Leopold Oppenheimer. — Nachm. 2'V. Uhr: „Tefillim"; Herr Herrn. Frankenthal. — Abends 9 Uhr: „Hebräische Sprache"; Herr Lehrer I. Jelen. Herren und Damen. Montag abend 9 Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt E h r m a n n. Dienstag abend 8 Uhr: „Tksiüoh"; Herr Oberlehrer Kaufmann. — 8XJ4 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Mittwoch abend-8^ Uhr: „Newitm"; Herr Lehrer Unna, K'cine Obermainstr. 30. — S Uhr: „Gemoro"; Herr Zahnarzt Ehrmann. Freitag abend nach Schul: „Gemoro" für Anfänger - Herr Leoy. Oppenheimer. — 8 Uhr: Gemütliche Zusammenkunft. Samsrag vorm., %10 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. I. Posen, Tiergarten 43. — l0*/4 Uhr: „Gemoro"; Herr H. Halpern. — 11*/. Uhr: „Mischna"; Herr A. Hirschberg. - 3 Uhr: „Gemoro"; Herr Dr. Hofmann. Agudas Jisroel-Müdchengruppe.' Montag abend 8*/, Uhr: „Dinim"; Herr Red. Schachnowitz. Mittwoch abend 7% Uhr: „Hiob"; Herr Zahnarzt Ehr mann. — 8 Uhr: Chumtsch; Irl. Edith Joel. Freitag abend .nach Schul: „Sidrahvortrag". Samstag nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer Htrschberg. Verein zur Pflege jüdischen Wissens, e. B. Samsrag abend 8% Uhr,Langestr. 83, „Tifereth Bachurim": Generalversammlung. Sonntag abend 7% Uhr, Langestr. tü, Herr Dr. Gro mbacher: „Ausgewählte Kapitel aus dem Wesen des Judentums". Vercin sn Herr Prof. Dr. Sulzbach, Sonntag nachm., 1 Stunde vor Mincha, Langestr. 18 und Samstag nachm., nach Mincha, Hörsaal Jriedberger Anlage. Beshamidrasch, Ostendstratze 18. Freitag abend nach Schul: „rat? rro^n"; Herr Rachelsohn. Samstag nachm., %6 - l/t7 Uhr, Sonntag früh 8-9 Uhr, Dienstag nnd Donnerstag abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" nvp 322; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag nachm. Uhr: Vortrag. — 5 Uhr: „Messtlas Jeschorilr?'-'; Herr H. Halpern. Alltäglich ^»Stunde vor Nacht: „Dinim"; Herr Rosen zweig. OW sroH/ Ostendstraße 18. Täglich nachm. 6^—7^, Uhr, v'nvü rnr»; SamStag nachm. 4—5 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. Heöetzeiteu K2 rav. Freitag abend 4.30. Samstag morgen 8.—. Samstag nachm. 4.—. Samstag abend 5.45. W o ch r n g o t t e s d r e tt st: Morgens 7—. Nachmittags 4.30. Famillennachn'chten. Geburten. Eine Tochter: Lehrer S. Adler (Schüler) Gwinnerstraße 10. bür den Inseratenteil ist die Redaktion nicht* verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die Im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzÜchen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen» wünscht, gediegener intelligenter Großkaufmann, 37 Jahre alt ln süddeutscher Großstadt lebend, ans angesehener Familie. Ruf, Charakter n. Erscheinung tadellos, mit einem auch nach heutigen Begriffen sehr hohen Einkommen nnd größerem Vermögen. (Eiribeirat nnd junge Witwe eventuell nicht ausgeschl.) Angenehme liebe und häusliche junge Damen mir t>on bester Herkunft in entsprechenden Verhältnissen, die den Wunsch nach einem wirklich trauten nnd glücklichen Heim haben (oder Angehörige) bitte ich um vertrauensvolle ausführliche Nachricht und Bild, das ehrenwörtlich sofort zurücksende, unter M. M. 22397 an die Expedition dieses Blatteö. 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