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Der Israelit · 1921-01-06 · Heft 1 (6.1.1921) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
62 (1921)
Issue
Heft 1 (6.1.1921)
Date
1921-01-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Iurn Wrzeitstage S. % Kirschs rsr.' Von R. Pi). F. Schon vor Jahren sprach ich in diesem Blatte') den in der großen Verehrergemeinde ^.ihres unsterblichen Meisters, dessen Jahrzeiisiag wir am 27. Teweth feiern, gewiß Anklang findenden Wunsch aus, daß man die zerstreuten Arbeiten des Meisters, die in die bisher erschienenen 6 Bände der Gesammelten Schriften desselber keine Aufnahme gesunden haben, in einem Ergänzungsbande zu den Gesammelten Schriften veröffentlichen möge. Diesmal gestatte ich mir ein Verzeichnis2) derjenigen Arbeiten mitzmeilen, die meinem Wissen nach zu einer derartigen Veröffentlichung zur Verfügung stehen. Zugleich möge diese bescheidene Arbeit ein Erinnerungsblatt für den „Jahrzeitstag" des großen Lehrers sein, der in seinen schriftlichen Werken auch auf Erden hienieden unsterblich bleiben wird. Auch mögen diese Zeilen ein Ansporn für die zuständigen Faktoren sein, den oben ausgesprochenen Wunsch so bald wie möglich zu verwirklichen. 1. Selbständige Werke. ErfteMitteilungenaus Naphtalis Briefwechsel. Zweite Mitteilungen aus einem Briefwechsel über die jüdische Literatur. (Neuerlicherschienen bei Sänger u. Jriedberg, Frankfurt a. M., 1920). Worte, am Gedächtnistage des Herzogs Peter in der Synagoge zu Oldenburg gesprochen. Oldenburg 1839. Post scripta zu den unter dem Titel |VX2 2^n erschienenen Briefen eines jüdischen Gelehrten und Rabbinen über das Werk 22in von' dem Verfasser des 22in, nebst zwei Beilagen. Altona 1840. Beilage A. Einige Blicke in eine Rezension der wissenschaftlichen Zeitschrift für jüdische Theologie. Beilage B. Das Heft Widerlegungen des Herrn Aub. Jüdische Anmerkungen zu den Bemerkungen eines Protestanten über die Konfession der 22 Bremischen Pastoren. Oldenburg 1841. Rundschreiben an die israelitischen Gemeinden Mährens, Nikolsburg. Juli und Oktober 1847. Ein Wort zur Zeit an unsere christlichen Brüder im gemeinsamen Vaterlande. Nikolsburg, 20. März 1848. An die ehrsamen israelitischen Gemeinden in der Provinz Mähren. Nikolsburg, 23. März 1848. (Neuerlich abgedruckt in der Jubilnumsnummer des „Israelit", S. 26). Rundschreiben an die ehrsamen israelitischen Gemeinden Mährens. Nikolsburg, 8. Oktober und 26. Dezember 1848. Aufruf. Schulgründung betreffend. Frankfurt a. M., Febr. 1853. Zirkular. Freiplätze der Schule betr. Franks, a. M., Sept. 1854. DasResultatder „Offenen Anfrage", Franks. a. M. 16. Juni 1854. Das'Rundschreiben des Vorstandes zu Stuhlweißenburg gegen Herrn Dr. Guggenheiuiep, J) 1915, Nr. 54, S, 4. 2) Bei der Aufstellung dieses Verzeichnisses folgte ich der in der Jubiläumsnummer des „Israelit" mitgeteilten Bibliographie von H. Etsemann. Doch ergänzte ich dieselbe mit zahlreichen Daten. Rabbiner daselbst. Kritisch beleuchtet. Franks, a. M. 1856. (S. A. aus dem Jeschnrun). An hohen Senat der freien Stadt)Frankfurt a. M. Auf den hochvcrehrlichen Ratschluß vom 18. Juli 1858. Gehorsamste Vorstellung und Bitte von Setten des Vorstandes der Israelitischen Religionsgesellschaft dahier. Gesetz das Verhältnis ihrer Mitglieder zu der hiesigen Israelitischen Gemeinde, insbesondere ihre paritätische Gleichstellung in Kultusangelcgenheften betr. Franks, a. Dl. 1858. Von dem pädagogischen Werte des Judentums. Programm. Franks, a. M. 1873. Instruktion für die Restauration der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. Bekanntmachung 10. Sept. 1874. Friedhof- und Begräbnisordnung der Israel. Religionsgesellschaft in Frankfurt a. M. Statuten der Kehillath-Jeschurun in Frankfurt a.M., 1875. Synagogenordnung für die Synagoge des Beth Tefillath-Jeschurun der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt a. Dl., 1874. Aphorismen, Programm. 1875. Israelitische Glaubensgenossen. (Aufruf,Austritt betr.) Frankfurt a. M. 1876. "I8&n (Trauerrede), gehalten aus seine Frau am 23. April 1882. 3. Beiträge zu Zeitschriften, a. Jeschurun. Prospektus. 1. Oktober 1854. Die Konfession der Grand-Rabbins zu Paris.-) II, S. 5S0 u. ff. Ä w, VII, Awheft. Bücherschau. Rebekka oder das jüdische Weib. VII, Januarheft. Rabbiner Horowitz in Wien. X, Nissanheft. Das Mainzer Journal und die Ideen der Nationalität und Humanität, der Zivilisation und Freiheit. Xl, Kislew. Die bevorstehende Delegiertenwahl und die Zukunft des Judentums in Frankreichs) Xil, S. 88. Aw und Etlul. XII, Augustheft. Simon May. Nachruf. XIII, Dezember. Teweth und Schewath. XIV, Januar. Die Distellese des Herrn Ktrchheim. XlV, Februar. Ein Kapitel der jüdischen Lebensheiligung. XVI, II—IV, Qnartalshefte. d) Jeschurun. (Neue Folge). Salomonische Spruchweisheit. 1883, Nr. 1 bis 49. 1884, Nr. 1-50. 1885, Nr. 1-15. Aufforderung zür Bildung einer „Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums". 1885, Nr. 38, S. 563. Statuten der „Freien Vereinigung". 1886, Nr. 30. Die Militärpflicht der jüdischen Neligiondlehrer. 1887, S. 147. c) Allgemeine Zeitung des Judentums. Entgegnung auf die Angriffe des Herrn Dr. Crelzenach. 1839, Nr. 4, Würdigung der Bemerkungen zu den Mitteilungen aus Naphtatis Briefwechsel in Nr, 1 der Israel. Annalen. 1839, Nr. 23-25. *) ü. 4) Fehlt in der Eisemannschen Bibliographie Erwiderungen auf die Bedenken des Rhapsodisten in Nr. 6 des Beiblattes. 1839, Nr. 60 u. 63. Wider Herrn Dr. Creizenach. 1839, Nr. 63. Würdigung der Beleuchtung des Herrn Kohn in Nr. 36 dieser Zeitung. 1839, Nr. 90 u. 92. Andere Zeitschriften. Herrn Dr. A. Geigers philosophische und historische Kritik. Der Orient. 1890,Nr.25. Protest eines Juden gegen das Votum eines Christen für die Emanzipation der Juden. (Neuerlich abgedruckt in Dr. R. Breuer, Unter seinem Banner. S. 227—234). Das Votum, der Protest und die Antwort in der Judenfrage. (Wie früher, S. 237—247). Offene Anfrage an die Leiter des zufolge des Programmes vom Februar d. Js. in Breslau zu eröffnenden Seminars für Rabbiner und Lehrer. Berliner Nationalzeitung, 16. April 1854. Eine unbequeme Frage. (Neuerlich abgedruckt in Dr. N, Breuer, Unter seinem Banner, S. 251). Gutachten. Gutachten über die Braunschweiger Rabbi n e r v e r s a m m l u n g. 1815. Hebräisch. Neuerlich als Extra-Beilage zu Nr. 1 des Israelit 1908 erschienen. Dasselbe^) in deutscher Uebersetzung unter dem Titel: „Eine Chanukabetrachtung vor 65 Jahren" erschienen im Jöraelit. 1909, Nr. 52 und 1910, Nr. 1. Gutachten an Herrn Bezirks^rabbiner I. K. Bamberger in Worms, betr. Einführungen von Reformen. Israelit 1987. Nr. 48-51. Gutachten, erstattet an den Touro-Monument-Verein rc. Neuerlich abgedruckt in S. R. Hirschs Jubiläumsnummer des Israelit, S. 36. Gutachten bezüglich des Breslauer Nabb i n e r s e m i n a r s. Israelit, 1879, Nr. 31. Gut achten über die Vornahme der Meziza vermittels einer Glasröhre. Jeschurun, N. I., 1883, Nr. 50. Gutachten, betr. die Pflicht der Ge ln ein den für den Religionsunterricht in den Volksschulen Sorge zu tragen. Israelit, 1889, Nr. 4. Gutachten, das Bepflanzen der Gräber mit Blumen betr. Israelit, 1899, Nr. 51. Nachträge*) Eine Trauerrede von S. N. Hirsch, gehalten an der Bahre von Baron Anselm von Rothschild. (Dieselbe las ich vor ca. 23 Jahren in der Rothschildschen Freibibliothek in Frankfurt a. M., kann aber gegenwärtig keine genaueren Daten angeben). Hebräische Anmerkungen zum Bibelkommentare im ersten Jahrgange der Jüdischen Monatshefte. Die erste Predigt S. R. Hirschs. Jeschurun, Berlin, I, Heft IV. Sabbath-Chason-Predigt. Jüdische Monatshefte, II. Awheft. Schreiben an die Durchführungsko mmissio n der orthodoxen israelitischen Gemeinden in Budapest betr. Gemeindeorganisationsstatuten. Magyar Zsido, Budapest, 1908, Rr. 10, S. 103. 6) Fehlt in der Eisemannschen Bibliographie. *) All die folgenden Daten fehlen in EisemanuS Bibliographie. Bratislava, jetzt in Wien erscheinende „Jüdische Presse" genommen, die einen reichen Inhalt an Artikeln und Nachrichten bietet und von allen Aguda- Jreunden gefördert werden sollte. Eine Nnterstützung der Agudasache erhoffen wir auch von dem seit 1. Januar in Köln neu erscheinenden „Jüdischen Beobachter", der vorzugsweise in der Rheinprovtnz die Interessen der Orthodoxie vertreten soll und mit dem bisher als Beilage zu unserem Blatte erschienenen „Jüdischen Volksfreund" vereinigt morden ist. In Warschau kündigt eine neue pädagogische ettschrift, die auf orthodoxem Boden steht, „Unser h i n u ch", ihr Erscheinen an. (Eine weltgeschichtliche Ironie). In der palästinensischen Wochenschrift „Hapoel hazair" finden wir einen interessanten Aufsatz über die gegenwärtige Lage in Erez Jisroel, dessen Tendenz es ist, die übertriebenen Meldungen von Hunger und Not im heiligen Lande richtig zu stellen. Das Blatt gibt jedoch zu, daß gegenwärtig eine Krisis 'herrscht, an die man sich aber für die nächsten Jahre gewöhnen müsse. Einige tausend Juden könne man immerhin noch ins Land bringen und mit Arbeit versorgen. Tann schreibt das Blatt weiter: „Inzwischen wird diese Arbeit durch ägyptische oder andere nichtjüdische Arbeiter vollführt. Wir haben die Rollen getauscht, die Aegypter bauen für uns Pitom und Ramses, Eisenbahnen und Straßen und wir beschäftigen uns mit Pläneschmieden, wie die „Alija" aufzuhalten, wie die Budgets zu kürzen und wie die Arbeiter-Genoffenschaften zu ersticken sind". Die Frage scheint uns nur, ob die Aegypter, die z. Zt. in Palästina Straßen und Eisenbahnen bauen, diese Bauten bereits jetzt im Sinne des Prophetenwortes "‘■pniöin 222 ’:2 1321" vornehmen. Hoffen wir » es und lassen wir uns durch die gegenwärtige Krise : ebenso wenig entmutigen, wie uns vorher die zionistischen Fanfaren eingeschüchtert haben. (Die „Heimkehrer" und die Juden Chinas) Die in Shanghai in englischer Sprache erscheinende Zeitschrift „Israels Messenger" („Der jüdische Bote"), berichtet in ihrer Oktober-Nummer, daß die jüdische Gemeinde in Shanghai ein Komitee eingesetzt hat, 8m den Kriegsgefangenen beizustehen, welche auf dem „Scharnhorst" in ihre Heimat zurückbefördert werden. Dieses Komitee trat in Verbindung mit Herrn Robert Rosenblüth, dem Vertreter des Joint Distribution Committee für die Unterstützung jüdischer Flüchtlinge. Am 10. Oktober wurden die auf dem „Scharnhorst" eingeschifften Heimkehrer von diesem jüdischen Empfangskomitee bewirtet, mit Kleidung versehen usw Hierbei wurde kein Unterschied inbezug auf Nationalität oder Konfession gemacht. Am Nachmittag fand in der Synagoge ein Gottesdienst statt. Im Namen der Heimkehrer sprach der jüdischen Gemeinde Major Uhiig seinen herzlichen Dank aus. Eine andere Helmkehrergruppe, die auf dem „Meinan" eingeschifft ist, berührte nicht den Hafen Shanghai, sodaß das Shanghaier jüdische Komitee seine Gaben bis nach Wladiwostok schicken mutzte. Auch die jüdischen Gemeinden in Hongkong und Singapore haben sich zu dem gleichen Zweck organisiert. Der „Israels Messenger" veröffentlicht den Dankbrief, den die jüdische Gemeinde von Shanghai von dem Vertreter des Joint Distribution Committee erhalten hat. Dieser Dank schließt den Abschicdsgruß von Major Uhlig, des kommandierenden Offiziers des Heimkehrerdetachements, ein. Major Uhlig sagt: „Es hat einen tiefen Eindruck auf uns gemacht, daß wir nach sechs Jahren der Gefangenschaft, als wir zum ersten Male wieder mit der Außenwelt in Berührung kamen, wie Menschen und wie Weiße behandelt worden sind. Es ist ferner tief in unser Be, wußtsein eingeprägt und soll nie vergessen werden daß es in erster Reihe das Verdienst des jüdischen Volkes ist, daß uns solche Wohltaten erwiesen wurden". Der Dankbrief drückt die Hoffnung aus, daß die Behandlung, die den 2200 Mann der „Scharnhorst" von jüdischer Seite widerfahren ist, in Ungarn, woher Major Uhlig und der größte Teil der Heimkehrer stammen, Eindruck machen und so dazu beitragen wird, das Los der Juden in Ungarn zu erleichtern. Sabbat-Anfang und Ausgang. ns». ORTi Anfang Datum AuSgang Ubr iMn. 19211 5681 Uhr iMin. Frankfurt a. M. 4 20 77" Jan. 27.Tebeth 5 35 Berlin .... 4 10 5 München . . . 4 30 5 32 Mratzbnrs - - — _ Stnttgart. . . — — Pose« .... — — Nürnberg... 4 26 5 30 Hamburg . . . 4 15 5 12;v ,'-E »** *

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