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Der Israelit · 1920-12-02 · Heft 48 (2.12.1920) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 48 (2.12.1920)
Date
1920-12-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 48 Settr 7 3 Dezemober 4929 Sie 1L^ rip^nrmv nicht erfüllt wird. Die Kerzen «üssen eine halbe Stunde in der Nacht brennen. Vielleicht genügt dieser HinwekS, um die Händler vor {iw i6 uv 'Jßf? zu bewahren, Satz dieselben nämlich bereit sein werden, jedes Jahr für flDUn rar längere Kerzen zu verkaufen Wie weit diesmal die Kerzen bereits versandt find, mag ein jeder rvon 7>v2 dafür sorgen, daß er für rar längere Kerzen erhält. n'-DW. Frankfurter Kerichte. Die Urauerkundgeöunz für den Kannner Htaiv. Die Räume des Mekor Chaim konnten am letzten Sonntag abend die Menge der Erschienenen, die wohl nach mehreren Hunderten zählten, nicht fassen, und wer zn spät kam, mußte sich mit einem bescheidenen Stehplatz vor der Türe begnügen. Alles war gekommen, was das Bedürfnis in sich fühlte, das Andenken Bambergers zu ehren. Und der Verehrer dieses Mannes und Menschen, sind eben nicht wenige. Auf dem Podium stand als Dozent des Mekor Chaim, Herr Redakteur Schachnowitz, der auch im Aufträge der Jugendorganisation, Ortsgruppe, Jugend- und Mädchengruppe der Agudas Jisroel Ln Frankfurt wie in Hanau sprach. Er erzählte einleitend von den Weisen, die, vom Grabe Raws zurückgekehrt, zum zw eiten Mal ihre Kleider zerrissen, da sie für die erste an sie herantretende Frage die letzte Entscheidung des Meisters nicht mehr anrusen konnten. Anknüpfend an diesen Talmudbericht svrach er von den vielen Fragen, die mit dem Tode Bambergers unbeantwortet, von den vielen Aufgaben, die jetzt ungelöst bleiben. Rabbi Elieser wird auf seinen» Krankenbette nach Talmud „Savhedrin" Regentropfen, auch Sonnenball genannt und .zuletzt wird seine Wirksamkeit mit der von Vater und Mutter verglichen. Diese drei Bezeichnungen nimmt Redner zum Ausgangspunkt für die Schilderung des Charakters und der Wirksamkeit Bambergers als Rabbiner und Lehrer, als Gelehrter und als Mensch. In seiner wissenschaftlichen Bedeutung war er einer jener Saburäer, die nach Jahrhunderten gewaltiger geistiger Produktion mit einer Selbst. Verleugnung ohnegleichen unter Hintansetzung ihrer eigenen Ansichten, ja ihres Namens nur ordneten und sichteten, und Epigonen wurden, wo sie Wegweiser hätten sein können. An diesem historischen Bild despricht Medner eingehend die Verdienste Bambergers um die Ausgabe des arabischen Urtextes vom Mischna« kommentar des Matmonides und anch insbesondere seinen hervorragenden Anteil am Lebenswerke Jizchok Halevis. Dann stellte Redner aus einer Reihe menschlicher Züge des Heimgegangenen ein anschauliches Charakterbild des Menschen Bamberger zusammen und schloß mit homiletischen Ausbeutungen von Bibel- und Talmudstellen, die Trauer wie Trost in solchen Fällen schmerzlicher Verluste widerspiegeln. Die Stille und Weihe des großen Auditoriums während des ganzen Vortrages zeigte, wie tief und innig die Verehrung für den Heimgegangenen Lehrer Ln aller Herzen saß. Ein Sohn sagte darauf das Kaddisch und mit dem Maariw-Gebete schloß die eindrucksvolle Gedenkfeier. Wroökewe der Jugend. Im überfüllten Saale des Volksbildungsheims sprach am letzten Donnerstag Herr Leo Wrefchner vor der Agudas Jisroel Jugend- und Mädchengruppe in eindringlicher und formvollendeter Weise über die Probleme der Jugend. Nach trefflichen Ausführungen Lam der Redner zu einem Schluffe, der in folgenden Thesen gipfelte: I. Die Stellung unserer Jugend zur Religion. a. Judentum ergreift den Menschen in seiner gesamten Persönlichkeit, wie es sich in Mizwaus verwirklicht. d. Unsere Jugend muß sich darum zu dem Ideal erheben, das sich auf den Akedo-Gedanken mit restloser Hingabe aufbaut. JI. Die Stellung unserer Jugend zur sozialen Frage. a. Einerseits ist es undenkar, daß unsere Jugend teilnahmslos der sozialen Umwälzung gegenüber steht, andererseits wäre es verhängnisvoll, restlos in ihren Bestrebungen aufzugehen. d. Sie muß sich vielmehr den offenen Sinn erhalten für die. positive Leistung der Vergangenheit und sich hüten, destruktiv zu fein, dagegen, stets bestrebt bleiben, Harmonie üerzustellen zwischen den sozialen Zielen der Thau« und unserer Teilnahme an den sozialen Zeitbestrebungen. M. Das Verhältnis der Kinder zu Eltern. a. Das pietätvolle Verhältnis der Jugend zum Alter und der Kinder zu den Eltern insbesondere bildet eine der wichtigsten Grundlagen deS Judentums. b. Die Sorge, es ungeschmälert zu wahren, muß der Jugend selbst dann innewohnen, wenn auch in Auffaffung und Bewertung religiöser Einzelheiten keine völlige Ueöeretnsttmmnn- -wischen beiden besteht. -c. Unsere Jugend muß sich fters bewußt bleiben, »er M rarltt. daß gemäß der in „Thauro ziwo lonu mau« fcheh maurofchoh" ausgesprochene Wahrheit unsere Religion überliefertes Erbgut ist. Tie Ausführungen waren so anregend und erweckten so viel Interesse, daß eS geboren schien, in eine Diskussion etnzugehen. Doch konnten wegen der frühen Lichtsperre nur wenige Redner zu Worte kom. men. Es wurde beschlossen, die Aussprache nächste Woche im gleichen Raume fortzusetzen. HHauuÜafest der Agudas Jisroel Hrts- «ud Jugendgruppe. Am Dienstag abend findet im Zoologischen Garten ein dem Ernste der Zeit angemessenes Fest statt, für das mit Hilfe des jüdischen OrchesteroeretnS und anderer kunstsinniger Mitglieder ein prächtiges Programm zusammengestellt ist. Das Fest beginnt um 7l/a Uhr. (Näheres siehe Inserat.) Jüdische Jrarrerrvereinigrmg e. M. Am 9. November wurde im „Kursaal Milani" eine gemütliche Zusammenkunft der Jüdischen Frauenvereinigung e. V. veranstaltet, die als wohlgelungen bezeichnet werden darf. Die zahlreich erschienenen Gäste wurden durch gesangliche und deklamatorische Darbietungen erlesenster Art erfreut, für die sie mit reichem Beifall dankten. Ein kurzer Bericht orientierte die Mitglieder über die verschiedenen Zweige der sozialen Arbeit, die die Vereinigung leistet. Ueberaus groß sind die Aufgaben, die ihr bei der Familiensiirsorgc, der Kinderfürsorge und der Erhvlungssürsorge gestellt sind und wenn auch schon manche Hilfe geleistet wurde, besonders bei der Erholungsfürsorge schöne Erfolge erzielt wurden, so gilt es doch, weiter alle Kräfte bis aufs Aeuherste aezuspannen, um einigermaßen den wachsenden Anforderungen zu genügen. Ein warmer Aufruf erging an alle Mitglieder, durch Mitarbeit und finanzielle Unterstützung das soziale Wirken der Bereinigung zu fördern. Wir wünschen diesen Veranstaltungen, die während des Winters allmonatlich geplant sind, einen ebenso zahlreichen Besuch und schönen Verlauf. Murrren mrd.Kuuger, Die von uns angeregte Idee der Blumenablöfung hat die Jüdische Frauenvereinigung dahier aufgegriffen und will sie für ihre Wohltätigkeitsbestrebungen in geeigneter Weise fruktizieren. Wie wir hören, hat die Frauenvereinigung schöne, in ihrer einfachen kunstvollen Ausführung doppelt wirkungsvolle Ablösungskärtchen Herstellen laffen, und genügt eiu Telephonaufruf unter Hansa 2525, daß gegen Überweisung eines bestimmten Betrages, tm Namen des Gratulanten ein solches Kärtchen als Blumenablösung demjenigen, dem die Ehrung zugedacht Ist, übersandt wird. Gelder sind an die Jüdische Frauenvereinigung unter Postscheckkonto Frankfurt a. M. 42258 zu überweisen, die speziell zu Gunsten hungernder Kinder verwendet werden. * * * Bei dieser Gelegenheit nimmt der Autor des Feuilletons „Blumen und Hunger" Veranlassung zu bemerken, daß seine Worte wohl, weitgehendstes Jntereffe überall geweckt haben, aber doch vielfach auch mißverstanden wurden. Der Vorschlag zur Blumenenthaltung darf nicht allzu engherzig aufgefaßt werden. Es ist gewiß nichts dagegen zu sagen, wenn sich jemand für einige Mark seine Sabbatblumen kaust. Unverzeihlich ist es aber, wenn man aus Anlaß von Gratulationen gedankenlos das Haus von allen Seiten mit Blumen überschüttet, tm Gesamtwerte von Hunderten und Tausenden, die für eine bessere Sache verwendet werden können. In solchen Fällen würde es beide Teile gleich befriedigen, wenn der Gratulant von der segensvollen Einrichtung der Jüdischen Frauenvereinigung Gebrauch macht. Beteln rn Die diesjährigen Vereinsvorträge des Herrn Prof. Dr. A. Sulzbach finden während des Winterhalbjahrs Sonntag nachm. 1 Stunde vor Minchah, Langestraße 18 und )i2V'Nachmittag nach dem NN2Q-Gottesdtenst tm Hörsaal Friedberger Anlage 5 statt. Kakachrscher Worirag. Am rom mr 3-/« Uhr findet ein halachischer Bortrag des Herrn Zahnarzt Ehr mann über ,n«v N2UN i: in rr"p rar 'Do statt. Interessenten werden gebeten, sich vorzubereiten. Wom Israelitischen Kraukeuharrse. Zum leitenden Arzt der gynäkologischen und geburtShiflichen Abteilung im Krankenhause der Israelitischen Gemeinde, wurde an Stelle deS verstorbenen SanitätSrats Dr. Vaerwald, Prof. Franz Cohn gewählt. r Vereinskalender. Verein Mekor Chaii«. .. abend, nach Schluß der „ Ktkro"; Herr Kantor S. Stetnberger. Samstag vorm., «ach Schluß der Sonago ,Diuim"; Herr ReAor B. Falk. — Mittags 12 Uhr, im Hörsaal Friedberger Anlage: Ste“Ä Schachnowitz. Sonntag vorm. 9"/« Uhr und DienStag abend 7 Uhr: „Gemoro": Herr R. A. Posen. Sonntag: Jahrzeitsstiftungslernen: Therese Stern, geb. Plaut-Stiftung Montag und Mittwoch abend? Uhr: „Gemaro": Herr Dr. Jos. Breuer. Donnerstag abend 7 Uhr: „Mischna": Herr Rektor Falk. Donnerstag: JahrzeitSstiftungslernen; Hanna Falk- Stiftung. Allabendlich 8'/. Uhr: „Gemoro": Herr H. Holpern. Jeden Morgen Mischnalernen. Agudas Jisroel-Jugeudgruppe. Sonntagvorm. 8 Uhr: „Chumtsch mit Rascht": Herr Leopold Oppenheimer. — Nachm. 2% Uhr: „D^nri"; Herr Herm. Frankenthal. — Nachm. 3Uhr:„Semirorh"; HerrM.Golde. Damen und Herren. Dienstag abend 7% Uhr: Chanukafest tm Zoologischen Garten. Mittwoch abend 83/4 Uhr: „Newiim*; Herr Lehrer Unna. Damen und Herren. Freitag abend nach Schul: „Gemoro": HerrLeop. Oppenheimer. — 8 Uhr: Gemütliches Beisammensein. Samstag vorm., »/,1V Uhr: „Gemoro": Herr Dr. I. Posen. — 1l?/.Uürr „Mischna": Herr Lehrer A. Hirschberg. — 3% Uhr: „Halachischer Bo», trag": Herr Zahnarzt Ehrmann. Agudas Jisroel-Madchengruppe. Freitag abend nach Schul: „Sidrahvortrag". Samstag nachm. 4 Uhr: „Thauro"; Herr Lehrer Htrschberg. * Verein m ji'H. Herr Prof. Dr. Sulzbach, Sonntag nachm., 1 Stunde vor Mincha, Langestr. 18 und SamStag nachm., nach Mincha, Hörsaal Friedberger Anlage. Beshamidrasch, Ostendftratze 18. Freitag abend nach Schul: „rar rrabn": Herr Rachelsohn. SamStag nachm., V»6-'/*7 Uhr, Sonntag früh 8—9 Uhr, Dienstag, und Donnerstag abend, 9—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" Köp »03; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag abend, 5 Uhr, „Messilas Jeschorim"; Herr H. Holpern. Alltäglich % Stunde vor Nacht: „Dtnim": Herr Rosen zweig. BW KIBtt» Osterrdstratze 18. Täglich nachm. 6»/,—7»/, Uhr, eres X1DJ; SamStag nachm. 4—5 Uhr: Herr Rabbiner S. Weber. Hevetzette«. 3W'i row. Freitag abemö 4.—. Samstag morgen 8.— Predigt. Samstag nachm. 4.—. Samstag abend 5.15. Wochengattesdienst: Morgens 6.55. Nachmittags 4.—. Fannriennachn-ien. Barmizwoh-Feier. Karl, Sohn des Herrn S. H. Katzenstein, Langestraße 25 a, nw« M» — Sally, Sohn des Herrn Herm. Krieger, Kl. Obermainstr. 17. Synagoge Börneplatz. Groß-Frankfurt m Eschenheimer Turm Spezialitäten» Theater Zillertal und Bierkabarett RasswSffnsng Uhr, Anfang 7% Uhr abends We inklause Eingang nie Stfftatrafia 38

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