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Der Israelit · 1920-06-03 · Heft 22 (3.6.1920) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 22 (3.6.1920)
Date
1920-06-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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T. Juni i SST «Kl Die Heiden Regenten. Bon Heinrich Einstädter. Auf einer indischen Inset faßten einst die' Bewohner den Entschluß, einen Ausländer.als Herrscher emzusetzen und ihn nach einem Jahre Ivieder aus ihrem Gebiete auszuweifen, damit er dann zu seinem früheren Stande zurückkehre. Da wählten sie einmal einen törichten Mann,- der von ihrem Beschlüsse nichts wußte. Er baute Paläste und sammelte Schätze, so viel er vermochte. Ja, er ließ sogar sein eigenes Vermögen aus seiner Heimat kommen, um damit herrliche Bauten aufzuführen. Als aber sein- Jahr vorbei war, da schickten ihn seine bisherigen Untertanen fort, under mußte all seine Güter und Schätze zurücklassen. £a bereute' er es sehr, daß er für fein Geld so viele kostbaren Gebäude hatte errichten lassen, und sah ein, baß sein ganzes Streben für ihn zwecklos gewesen war. Darauf setzte die Bevölkerung einen klugen und einsichtigen Mann als Oberhaupt ein. Der JSraelit. Der sah sich nach einem brauchbaren Diener unter seinem Volke um, und als er einen solchen gefunden hatte, erwies er ihm viel Gutes und Hewann dadurch seine Liebe. Bei ihm crkun-. digte er sich nach den Gesetzen und Bräuchen des Landes, nach seinen Vorgängern und ihren Schicksalen und erhielt auf diese Weise auch Kenntnis von dem geheimen Beschlüsse. Danach richtete er alsdann sein Verhalten ein. Er erbaute keine Schlösser, sondern sandte sein ganzes Einkommen ins Ausland/ Alle Schätze," die er erwarb, vereinigte er mit jenen, die er schon in seiner Heimat angesammelt hatte. Er beachtete kaum die vielen Ehrenbezeugungen und Huldigungen seiner Untertanen und lebte das ganze Jahr über zwischen Trauer und Freude. Es Betrübte ihn das Bewußtsein, schon so bald wieder aus dem Lande, gehen zu müssen, aus dem er sonst ' noch viel mehr Vorteil hätte ziehen können, denn nur gering schienen ihm die Schätze, die er hatte wegbringen lassen. Es freute ihn aber andererseits die Aussicht, im Auslande seine Güter in Ruhe und Herzensfrieden zu seinem wahren Nutzen für alle Zeiten verwerten zu können. So zog er denn, als sein Herrscherjahr zu Ende war, ohne Sorge weg, zufrieden mit seinem Streben und glücklich in dem Bewußtsein, nunmehr für die Dauer Ehre und Freude genießen zu können. Dieses Gleichnis, das uns zeigen soll, wie wir uns in diesem Leben für das Jenseits cinzurichten haben, erzählt der weise Rabbi Bechajj im dritten 'Teile seines Werkes „Chauwaus halwownus", d. h. Herzenspflichten. Rr. SS Helte 7 Rätsel. . 3 2 1 beliebter old Armut. 3 13 größer als die Tür. 3 13 lauter als ein Geräusch. 13 3 schlechter alS ein Leichtsinniger. $.«. 5 Auflösung des Rätsels in Nr. 17. w* rn’BD v» mwi os Ö'YHD njns nno yrvtton ’o» mm mn CV ICO E’m Richtige Lösungen sandten ein: Lehrer Ackermann a. D., WteSloch; David WarfzawSli u. Herrn. Landau, Fürih i. B.- Wolf Landau, Günzenhausen; Mettta Suizbacher, Groffbieberau; S. Bär, Berlin; Rudi Rosenfelder, Wiüi Stern, Rest Stern u. Josef Rosen« thaler, München; Abraham n. Siegm. Cohn, Marburg; Babetle Berlinger, Kitzingen; Frieda Ctironenboum, Mainz; Atrx u. Edwin Schottland, Crailsheim; Minna Strang, Marburg; Markus Neuberger, Berlin; Samuel Beer, Srgeberg; Emil SchmarzschUd, Ludwig Rapp, Siegs. Ga«8, Dmvid Hoff. Arthur Ringer^. Joseph Werner, Simon Schwab, Eli und Jakob Posen, Leo Lehmann, Esragruppe (Führer Gerfori Schnerb): Moritz A"on, Nathan BtndefeiL, Moses Birnbaum, Adolf Bodenheimer, Josef Bodenheimer, Willi Boden» Helmer, Raffael Deutsch, Mox Draller, Jakob Edingvr, Heinz Falk, Hermann Halbersrodt, Otto Isaak, Ludwig Nutmer, Isidor Lange, Isidor Nuhbaum, Heinrich Rvsenscldrr, Nafraii Schönberq, Jsaoe Schönberg, Josef Schwarz, Carl Stern, alle in Frankfurt. ZM Ä«» Sssersteutett ist die rtedaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil: Enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichcn Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Maelilische Zamilien-Penfion NV2 Blonay oberhalb Vevey, Luftkur- und Erholungsstation. mittlere Höhenlage. herrlich gelegen, mir Aussicht auf See und Alpen. Schöne Zimmer in romfortablee Villa, inmittt!» grotzen Garten's. Vonüflliche reichliche Köche. Vorzugspreise für Fremde, infolge des Kurse-. 20öi9 Näheres rnrch 1^17. Rosenzweig-Bloch Villa Montaney, Blonay S/Vevey, Jomkipurkerzen 250 lind 300 gr schwer sind eiugctroffen. Wir empfehlen, vestellunger, meglivhst hsld aufrugehen. 20517 KaaffmamLEo., VuchHandlvng Frankfurt a. RI., Schillerstraße 19. Wer verhilst einer Witn^e mit Svjähr. Sehn (gutfituicrt) aus dem besetzten Gebiet zu einer Wohnung oder kleines Häuschen in einer jüdischen Gemeinde gegen gute Provision? 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