Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 22 (3.6.1920)
- Date
- 1920-06-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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s.üvrnvf: >rrf' .. .V. 7 Fi lifi! mztiju -S.Ä ti.< 3m Zudenfiaat der Shasaren. Htstorischer Roman aus dem achten Jahrhundert. (16. Fortsetzung.) „Was soll geschehen und was gedenkt ihr anzusangen?" „Wir sind gering an Zahl und nicht sehr kriegsgewandt, jedoch gut geschult und guten Willens. Indessen sind wir hier , mit Mißtrauen empfangen worden. Kannst Du für uns ein Wort bet Saliwan einlegen?" „Vielleicht, doch was soll das Ganze bezwecken?" „Den Beitrag, den in Gold abzuliefern, uns verwehrt wurde, in Kraft und Tat abzuführen. Und wäre es'nur um dem Chakäy und seinen Räten einen Teil. unserer Dankesschuld abzutragen und einen Beweis unserer Treue zu erbringen. Auch gilt es, Feinde zu entwaffnen . . ." „Der Pegau Hamenäs und der Lrkfftiche Miikamin, der mit feinem weisen Rate den Krieg leitet — vom weichen Polster des Chaka- Nates aus," lachte Kosarios spöttisch. „Kannst und willst Du uns helfen?" wiederholte Ben Chisdai.» ,-Jch will es versuchen, so gut es in meiner Kraft steht, hier, wie dort in Balagar — doch kannst du, Chisdai, auf weinen Namen hier nicht bauen. Ich bin, wie/schon gesägtans geheimem Posten, bin recht eigentlich gar nicht da . . . Ich komme aber wieder — und in der Stille der Bergesnacht können wir über unsere Anliegen weiter sprechen.". : Das Lichtfünkchen an der Brust des Chasaren flammte wieder auf. /-7^ Ein kurzer Grußnach chasärischer Art und Kofärios, ging festen Schrittes von dannen. Ein dröhnender Hufausschlag, und Roß und Reiter verschwanden iM Dunkel der Nacht. ' ■• XII. Seit Wochen tobte der Kampf um die Mauern von Ardilan mit größter Erbitterung. Es ging! um die letzte Entscheidung. Die gesamte Truppenmacht des Achmadus war hinter der Festung zusammen gezogen, wo sie bei täglichen Ausfällen den rechten und linken Flügel der Chasaren stark bedrängte. Aber der eiserne Ring Salimans legte sich bald immer enger um die Araber, so daß sie jetzt in und hinter Ardi-- lan fast ganz eingesackt waren.'Mit wilder Wut stürmten die Eingeengten gegen xechis üüd links, um im Kleinkrieg Salimans He^re äufzuhalten, zu ermüden und sich 7für alle Fälle eine Abzugsstraße durchs Gebirge. frejzuhalteri. Allein Saliman wußte alle Absichten und Pläne des Feindes zu durchkreuzen, //Ex! hielt -We Pässe besetzt und zog den Kreis 7 nach .alleü Seiten immer weiter um die Festung bis zU den Gebirgsausgängen, Hann.stürmte er mit der Hauptmacht so ungestüm - gegen die Mauer, daß .unter den gewaltigen Stößen der Sturmböcke Stein auf Stein abbröckelte und die Loge für die Araber mit jeder Stunde kritischer wurde. / Seit der ersten nächtlichen Zusammenkunft mit Kosarios war auch eine Wandlung im Geschicke Ben Chisdais und seiner Schaar eingetreten. Mit Schreiben des Thronerben Saliman war ihnen Tags darauf durch einen Herold die Aufnahme ins Kriegsheer überbracht worden. Ihre Verwendung war nur eine mittelbar kriege-! ' rische. Sfe/M^enMächtöißnst/ äherhrÄhsM! fßM; fehle ' ui$,! Helten hie VeAindüng/Mschm/den KMfteiW / so aufrechi>/Wchie.ÄZtiküng/M!^CHÄchlegioiM ■ wie mach sie nanM,/sich. bis /W letzte. EnLe des Lagers segensvoll fühlbar mächte.^Krffgsgeübte, schlagfähige KräftewäWr/damiMfür HenHäuptstoß frei geworden. Verpflegung, Aufrüstung wie Einheit der Kampshandlungen Befferfen t flc§ und wirkten zusammen,- die Sache einem/baldigen guten. Ende entgegevzüführen.^ 7.7/ '/7(-, Das alles hob das Ansehen der Misdaischaar in den Augen : der von Natur auh dapfharen Chasaren ins Unermeßliche. Die „Chisdaier^ galten als flink,. treu und ittallem zuverlässig/- gute Kenner des Arabischen, leisteten /sie auch als Dolmetscher im Verkehre. mit Gefangenzn, , die die Chasaren ritterlich behandelten, wie bei Ent' z'fferung arabischer Schriften mb. Zeichen vortreffliche Dienste.!/ . /. / . Dabett blieben die Chisdaier unter sich - um ihre eigenen Erinnerungen und Ueberlieserungen geschaärt. Sie hatten ihr/eigenesgesondertks Lager, wo sie unter Führung Chrsdäis das jüdische Leben, der Heimat, so weit es die' kriegerischen.Verhältnisse möglich machten, weiterführten. Uns ihr eigenes Leuchtfeuer Maßest sie in dienstfreien Nächten und sprachen von ' Haus und Heimat und von Dingen der: jüdischen Lehre. Ihre eigene Feldküche erregte so wenig Anstoß, wie ihre gemeinsamen Gebete und ihre Heimatlieder, mit denen sie sich allen Kummer vom Herzen sangen. . . . ..... -7 v , Nur einmal,noch' kam Kosarios zu Chisdai in der geheimnisvollen Stille einer sternenlosen NachU - Und sie sprachen nur kurz, leise in gebrochenen Sätzen, denn He.Munhe der Entscheidungnaht c> und es^ KcM MKHeiß des langen Redens. „Es steht gut um Unsere Sache" >. hattß Kosarios beim Abschiede gesagt 7 „und es naht die Zeit,' dä wir am hellen Tage vor aller West, werden reden dürfen. Jetzt gilt die Tat! 7 . ." 'r •. . ' ■ -* * * -; i '• Auch die Chisdaier bekamen es zu spüren, daß es aufs Ganze ging. Sie hielten Wege und Pässe besetzt, eilten mit Befehlen und Auff trägen dahin und.dorthMuM ckaynten jetzt keine Ruhe bei Tag noch -bet MaW 7 / / U./ 7; Auf der Bergeshöhe mit der Aussicht aW die Zinnen und Türme von Ärdilän stand Ben Chisdai nt mondheller Nacht mit einigen seiner Getreuesten aufBefehlder/Dbersten Wache. Vondort war der Gang her Schlacht zu übersehen. Auf den Wällen innerhalb der Mauer bewegten sich schwarze Schatten in gespenstischer Ejligkeit und Geschästtgkeit,- /Von außen aber stürmten die Massen und dtöhnten -dw7Stzrrmhöiner,Haß Berg - und. Tal von -wüsteür TohxWeWuWnWn Kriegsgeschrei widerhallten. Schon lange hatte ein beweglicher Punkt ayr linken Flügef 7 der Mauer. Ben Chisdais Blick auf sich / gelenkt. Hier, an der. stilleren; Ecke dU Kampfgeländesx w.ar ein scharfes Beobachten leichter >als sonstwo. „Es ist ' ein Mann, der sich durch die schiebt",' bemerkte Eh tski, der an' der Chisdais Ausschau ins Tal hielt. „Wir müssen scharf achtgeben",. Chisdai, und beide lagerten lang ausgestreckt und lauernd am Bergrande. Der schwärze Punkt bewegte sich wie eist schleichender Schatten, wand sich sprunghaft die! Mauer entlang und machte sich maulwurfartig! auf dem sandigen Boden zu schaffen, dann verschwand die Gestalt am Fuße der Anhöhe Wie ein huschender Berggeist. „Ein ' arabischer Wachtposten, der von den Wällen aus. am Horizonte etwas entdeckt hat und sich nun auf die Lauer gelegt hat", sprach Ben Chisdai seine Vermutung aus. * fragen?. WMir HollM KM^ . -WPfahsMM. > i MH ist erWiderti -Ben EMdai, Pferdetrappel. Es nähert sich ein- oder Mehrere! Reiter, auf dieTM^derMuhüchWauerer abge-; sehen hat . . 7 Wir^ wolbe^jFKiskt, doppelt Auge und Ohr anstxengen und'ein ^Warnungszeichen giHWkWhw dMUgtzr AMHörwette 'sind." /'" ^//'"./'. 77/ Eben kam'auch der Aein'eReitettrupP herangetrabt, m--Hessen: Spitzel auf (schäumMdem-Roffe mit wehendem-Fghnchen7anjSex7blinkendMLgnz^ eine /große^/ aufLechtr Gestalt. - i Es<war- Den Chisdai iMxxfte M. gleich - aus/7 ferner /Höhe an der,ganzen Aufmachung 1 deskleinen-Zuges, ein hoher Vorgesetzter wft einigen feines Stabes. Das Dröhnen! ünd Schreien. Un 8 Sturmen verzögen sich näch der änöeren'Seite, wo /augenscheinlich ein neuer AusfaÜ/des Feindes,! einletzie. Hier! unten Mr es stiller geworden,,/^Die Reiter unfen schienen!Her in aller/Ruhe und MmäW-- lichkeit die Mauer auf neue günstlge. Ängriffspunkte prüfen W ,wollen, Sdnm her HüHer..stieg vom Werde, /man/ konnte /von/ch^ Höhe/hexäü nur dessen Rücken und Hanh.bewegungen. sehen, Drüben auf . den, Wällen würde - eH inzwischen wleder^‘ TeBenÜtg .^§14bai überMnnte das Gefühl, daß er den unbekannten.Krieger unten, komme es wie es. wolle, Mützen müsse. /Er sah! angeWWHnMer nach demHünkte, der sich eben/ lanMnt/hön/Se^/Felswanö/lW/ 7 „Er wittert sein Opfe^^K^nüt/ihM inHüh- .lung> sieh,, er: spannt, seine -Armbrust",, schrie Ben 'Chisdai in höchster Erlegung. ' ' - -?Chiskt..7 Meß-, MarnnngzGchM ^seinem HgrU,WU/WiShai rief hinNntetz.!. fä./läut/es seine Lungen vermochtendieNeiter üntey/hoWn und. sahen Wht./? ^Dhch schien dem AräM. der Lärm! erreicht zu haben..,/ Er würde stutzig,,: un/ fchlüsfig^ sah- ,upsich^ chjnauf7 urch.MyauS.Md schickte sich/.jM/voman,,/ganz an die Bergwand gedrückt-. Ziel ündMtchtüng zu saffen. Ben EHMat hatte plötzlich-feine volle Ruhe -wieder,--- -:vy .. ' ,-/ (it* „Einerdun Ms ^Mußoffchleuntgff Mnunchr Mshaltchi^,' entschied;är kürz und Sen entschlössen/ . Dir Bttgpfadi süh^dMhHGesirüW das. ein beträchtliches Wegestück vow hier entfernt ist", bemerkte Chiski.! "'"''7./''"^".7'7/^/ „So viel Zsii haben wir nicht mähr zu verlieren"/ gab Ben Chisdai rasch zurück, „ich laß mich äleiWhierE MfltzWsM hinunter!." „Die Mit in die Wßlncht Und — vielleicht in den Tod." 7!./ :!/-./7-/!-7/ /7/77/7Zi:!/ ,/Ich MN ß es .wagen!" schrie Ben Chisdai erregt auf.. ,,.M/- m ü ß- -sernl Lebe woW uNd grüße mir Nechamah . : 7 / / . Bevor Chiski etwas einwenden konnte/kletterte Ben Chisdai aust allen vieren/die erstesi Zacken hinünter, ließ sich von Kappe zu!-Kappe schleifen : und hielt sich /mit - Aufbietung/ aller Kräft aufrechtzZ/W/däMev' hart ^vor^,dep Schlucht Wn araöifchen BWnschüHen .erreichte// -/!/!/! '// "Zum Todeuerfchrockeü-MinnwMe.sich-her Schütze,/ wie / eine,/Ilette an.. den:/Arm Ben Chisdais und MdrsiürzLen M Hd Tiife . . Ms/Ben Mis^f/dum'rerfleuWalerMBM^ wachte,//sah, er sich,!in Fellen und /Decken wohl und MM! ßebö'rgen,/in einem Hellensauberen- Zette. .Er Wrte 'kDeniKchmerz-.: ^doch-s griff., ex sich M/heM KoPf,. äls! wollte/^er sich auf etwas . besinnen) /wäH!in/WgeMjeiü7lchester Ferne/lW// Er tastete/ Um//sich/.! als suchte er mitten-,im Wanken und S.tüMn! Halt. Ander 'SW seines Lagers saß Köfarlos. /v// ' „Dü - bist erwacht, Chisdailebst und wirst gesunden V Wie haben chtt um dich Wttert j. - (Fortsetzung ftlgt). »sitäiasJiaat&Hmä