Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 15 (15.4.1920)
- Date
- 1920-04-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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i'Seite 6 Nr. 15 Der &&xns& 15 April 1920 emune JiSrosl" besteht dariv, daß die Polizeiwachen in den jüdischen Straßen wesentlich verstärkt wurden. Nach einer Bekanntmachung des Poftministertums ist der Vriefverkehr in hebräischer und jüdischer Sprache für ganz Polen freigegeben. Krhrvsi;. Zürich, ZI. März. Der Antrag Höhn auf Zurückziehung desS ch r e i b d i s p e n s e s für jüdische Schulkinder am Sabbat wurde im Kanionsrat mit 120 gegen 58 Stimmen angenommen — ein trauriges Zeugnis für den Tiefstand wahrer Toleranz in religiösen Dingen, wie er sich hier schon beim Schächwerbot zeigte. Die Stellung der Regierung bleibt abzuwarien. 3erufa(em sbgespertt — Jüöifcfie Proteste. London, 9. April. Wie Reuter aus Kairo meldet, fanden gestern in Jerusalem weitere Zusammenstöße zwischen Juden und Mohammedanern statt. Die Behörden haben infolgedessen die Stidt bis ans weiteres abgesperrt und den Belagerungszustand erklärt. — Der jüdische Stcrdtrat unter David Jeüins Vorsitz hat dem mohammedanischen Bürgermeister von Jerusalem ein Mißtrauensvotum wegen seiner Teilnahme an einer antizioniftischen Demonstration übersandt. — Der W-?,ad hasmani protestierte gegen die Beschränkung der Einwanderung. Personalien. Kerir, 31. März. Der Bundesrat hat die j SchLchterlaudnts mit Rücksicht auf das Osterfest! bis zum 15.'April verlängert.! Grrgtamd. Vis flQUöas Jjsrosf in England London, 28. März. \ In einer gutöesuchten Versammlung von! Vertretern aller bekannten Synagogen und Bethäuser wurde das Progranrm der Agudas Ji§- roel nochmals eingehend erörrert. Großen Eindruck machte der zur Verlesung gelangte Aufruf, der 300 polnischen Rabbiner zur Betätigung im: Rahmen der Aguda. Die rabbinische Kundgebung wurde mit eindringlichen Worten des Herrn Rabbiner Dr. Jung, der den Vorsitz in der Versammlung führte, begleitet. Es wurde einstimmig der Entschluß gefaßt, den Aufruf in allen Gemeinden Englands und der Kolonien zu verbreiten und den zweiten Festtag zum Sammeltag für die Zwecks der Aguda zu bestimmen. Ein Vieriel der gesammelten Gelder soll Palästina zu Gute kommen. Vaiafklna♦ neue anilMscks Exzesse in Ere? Jisroel. Zürich/ 8. April. Der „Jüdischen Presse-Zentrale" wird vom 4. April telegraphisch aus Jerusalem gemeldet, daß dort neue Uebersälle auf die Juden ftattfanden, wobei mehrere Personen getötet und zwei h undertverwundet worden seien. Einzelheiten fehlen noch. 2. April. Rabbiner Dr. Bleich rode wurde zum Gernelnderabbitter für die Synagoge Kottbuser User gewählt und hat fern Amt pereiis angctrcten. Breslau, 2. April. Rabbiner Dr. Vogel sie in aus Königsberg ist zum Breslauer Gemeinderadbiner gewählt worden. Der Vorstände des Vorstands, Eduard Sachs, hat lein Amt niedergelegt. Hamburg, 1. April. Herr Levt Wr, hlgemuth, Sohn des. berühmten R. Jeick-oja Wöhigeiriuth VS?, trat nach 22 jähriger, erfolgreichen Tätigkeit als Sekretär deS hiesigen „Deutsch-Israeüli'chen "Synagogen-Verbandes" in den Ruhestand. Sern gediegenes Wissen auf talmudischem und profanem Gebiere. seine unermüdliche Pflichttreue, welche ihn immer ttic'-r als seine Pflicht leisten lieh, seine vorbildliche Bescheidenheit, vereint mit dem liebenswürdigen Entgegenkommen, welches er jedem gegenüber ztzigie, erwarb ihm die verdiente Liebe und Achtung der Gemeindemitglieder. Ungern seheti diese ihn scheiden. Anläßlich seines Scheidens aus dem Amte wurden ihm reiche Ehrungen zuteil. Möge er sich rw iy der verdienten Ruhe erfreuen können. Königsberg i. Pr., 1. April. Wieder hat unsere Gemeinde Adaß Jisroel einen schweren unersetzlichen Verlust erlittet. Ephraim Aron, langjähriges Dtitglied des Vorstandes, ist nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren verstorben. Mit ihm ist ein 2'ipn LNU, ein Mensch von edelstem und vornehmstem Charakter dahingegange.r, der sein ganzes Leben hindurch für mir, mcy und ancn mVai in vorbildlichster Weise gewirkt Han Der vor. einigen Monaten gegründete Verein mir 'mim nv^r, dessen Vorsitzender er war, war zum großen Teil sein Werk. Trotz feiner umfangreichen Berufspflichten fand er noch Zeit, in der mir zu forschen und fit; die mir zu wirken. Er war ein echter mrr im wahrsten und schönsten Sinne des Wortes.- echt jüdisch war seine Häuslichkeit, echt jüdisch sein Tun und Wirken di außen rm Leben. Unermüdlich und unerschöpflich war er in den Werken der Nächstenliebe. Um ihn trauern auch zahlreiche Arme, Winven und Waisen, denen er jederzeit Vater, Berater und Helfer war. Am Grabe gab Herr Rabbiner Dr Rose!, Tilsir (Herr Rabbiner Dr. Jakobowits war verreist), in herzlichen Worten der allgemeinen Trauer Ausdruck. Möge '"&n der schwer geprüften Gattin und den trauernden Kindern Trost spenden. nÄ3X3r£ Strastburg (Elsaß), 2. April. Mittwoch, 31. März, verließ uns nach fast 20 jähriger Tätigkeit Herr Dr. S.Grombacher und Familie. Ern selten guter und hervorragender Mensch ist von uns geschieden. Er Hut die hiesige Religkonsschule, wie der Präsident deS Konsistoriums schon vor einigen Jahren öffentlich in der Synagoge anssprach, zu einer mustergültigen gestaltet und ausgebaut. Ehrenamtlich trat er vor längerer Zeit in den Vorstand der jüdischen Armenverwaltung ein und Hai unter Aufbietung größter Opfer an Kraft und Zeit das hiesige jüdische Armenwesen von Grund auf reorganisiert und eS nach modernen Anforderungen sozusagen neu geschaffen. Was Dr. Grombacher aber an Wohltaten im Stillen ausgeüvt, läßt sich kaum sagen. Wie vielen hat er zu ehrenhaften Existenzen verholfen. Hunderte und aber hunderte Herzen segnen ihn. s Barchfeld, 30. März. Wenige Wochen vor seinen» 90 jährigen Geburtstag starb der älteste Bürger unseres Ortes, Raihan Wo ifermann, nachdem ihm vergönnt war, seinerzeit die goldene und diamuniens Hüchz»'it zu feiern. Das stattliche Gefolge bei der Beisetzung zeigte, wie geachtet und geehrt der Heimgeganaene allseits gewesen war. Wien, 17. März. Glänzend verlies die von der Jugendgruppe des „Machsike Hadath" am Dienstag, 9. März er., rm Festsaalc des „Hotel Post" vcranftattcie Festakademie. Herr I. Bänder, Obmann der Jugendgruppe, begrüßte unter großem Beifall daS Publikum. Herr Dr. Benzion Fstz ler hielt die Festrede „Ahaswer, der einige Jude'. Herr Kaufmann trug stimmungsvoll Arien und jüdische Volkslieder vor. Die Herren Körner und Schwarz gaben Klavierstücke und Herr Siegmund Bänder einen Violinvorrrag zum Beilen. Ein nicht endender Beifallssturm lohnte den Künstle'-n. Srieskasten. L. G. u Andere. Der erste Band des Pentateuch-Kommentars von S. R. Hirsch ist ausgedrucktdle ersten Lieferungen gelangen in Kürze zum Versandt. Eadbat-Ansang und Ausgang. 08 Tu Anfang D.-rtrrm j Ausgang i«t IWta.!l9»0\ 5680! Uhr Mi». i 16. 29. Nissan r Krarrkfurt n. M. 6 j 45 April 8 j 10 sScvlitt . -' . . 6! 25 7 11 München . 6 1 4L CO -*< » Ttratzburs — i — j | SLmtßark . . — i --; Poser? .... i — j — WnvnWef.. 6 4L 7 | 53 H-srnbuepr . . — 8 i 13 ’im fosfatauccsill sm die Redaktion nicht verantwortlich? insbesondere äst «8 ausschliesslich Sache MthsitSKSU Empfehlungen ritueller Waren oder sonsiige Angaben religionsgesetzlichen Charakters aui der Leser, die im Inseratenteil! ihre Zuverlässigkeit zu prüfen.! Für 22jährige, bildhübsche Kran- , . (kenschwester aus wohlhabender 7D1’> □‘HDD "D1D1 ncic j rrsttr Familie Akademiker zw. O^1l2 ywr6] "iD'iD rtöbw o^n io«n ,^-ijn Drei fast neue, tadellose ©5I£2iL© (Schächtmeffer) abzngeben. Näh. durch S. Reiser, Halle a. S. 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Briefe ' i Suche für meinen Bruder, > jung.Kaufmann, 27 I., Ostjnde, ' in Deutschland erzogen, inte!., fromm, tüchtig, aus hochangef. i Familie, ohne d. Wissen (20204 unter M. N. H. 1376 an Ala-- Haascnstein n. Vogler, München. MDchkN x388evä.?srt!e Jsr. Heirat. im Alter von 28-28 Jahren mit einer MUgift von ca. 200 Mille. Ernstgemeinte Offen, befördert unt. 20126 die Exp. ds. Blatt. für ein schönes, gebildetes Mädchen aus guter Familie, 45 I. alt, aber viel jünger anssebend, ' tüchtig in Geschäft u. Haushalt, > Mitgift 120000 Mk. nebst Mö'oel ■ j u. Äusstottuug. Reflektiert wird auf einen religiösen Mann, welcher sich zu wenden bat an! deren Verwandte unter Chiffre 20191 an die Expedition ds. Bl. Heirais-Gesuch Suche für meine Tochter 45 Jahre alt aber bedeutend jüngeres Aussehen str. religiös, häuslich sowie geschäftlich tüchtig erzogen, mit schöner Friedeusaussteuer vorl. Mitgift 20000Mk. paffende Partie Witwer mit einem Kinde nicht ansgeschloffen. 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Kaufmann aus guter religiöser Familie im Alter von 30—40 Jahr, kann in süddeutsch, erstkl. Mazzenväckerei «. Gemischwarenhandl. unt. sehr güust. Umftänden einheiraten. Offert, unt. 20197 au die Exp. dS. Bl. Lehriingsgesuche ■NHMIWSOnMnBMMOM Diensthotenge suche GescftäftsKSufra Beteiäigungen StenengQSMChe SteUeinangelbote überhaupt alle kleinen Anzeigen die sich an religiöse Israel. Kreise wenden,' wirken am besten im Israelit 61. Jahrgang. Preis proZeile Mk. 1.— Anzeigen direkt od. durch alleAnnonc.-Exp editionen