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Der Israelit · 1920-04-01 · Heft 13-14 (1.4.1920) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
61 (1920)
Issue
Heft 13-14 (1.4.1920)
Date
1920-04-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sette 13 Nr. 13 u. 14. Der „Krankfurter HsraeLtt". 1. April l92ü. föföföl Ivankfuvtev Wevrchte. WWW! Me Woche. Leo Mainz Am 3. Nissan verschied Leo Mainz hier, tief betrauert von den Seinen. Ihm wenige schlichte Worte des Gedenkens nachzurufen, ist uns Pflicht der Dankbarkeit. .Ehre ivollen wir ihm erweisen, doch i-HM in? s*%s ,:iLi einen Menschen ehren, heißt seinen Willen tun. Daher wären laute tönende Worte nicht am Platz, denn der hervorstechende Zug seines Charakters war eine vorbildliche Bescheidenheit und sein oberster Grundsatz im Leben und Sterben der oft und bei verschiedenen Anlässen wiederholte: „Man darf den Aulom nicht matriach sein." Ein Stiller, Bescheidener war er. einer, der nicht in seiner Sache herrschen wollte, sondern Einer, der ihr still Und treu diente, unermüdlich bestrebt, sie zu stützen und auszubauen. Seine Sache, seine Herzenssache, war das Judentum, waren Tauroh, Avaudah und Gemilus Ehessed. Ec lernte und lehrte Tanroh nicht in seiner freien Zeit, sondern er machte Zeit frei, um zu lernen und die Schaskippe wird ihr treues Mitglied immer vermissen. Seine Awauvoh erweiterte er durch die Quellenforschung jüd. Literatur, indem er seine Kräfte voll und ganz dem Verein Mekize Nirdomim widmete und von seinein Gemilus Ehessed sprechen die Waisen des Dietzer Waisenhauses, denen er Vater Und- Berater ersetzte. Ein stiller fleißiger Arbeiter im Garte,i Gottes, ist er nun eingegangen in das Gan Eden, wo seine durch körperliche Leiden geläutert^ Seele das göttliche Licht schauen wird. Selten mag es einen Menschen gegeben haben, auf den die Leiden, die ihm nicht erspart geblieben sind, einen ähnlichen Einfluß ansgeübt hätten. Nicht daß er sie geduldig und gottergeben trug, zeichnete ibn aus, das ist Pflicht eines jeden Jchudi, nein, eine Art rührender Heiterkeit lag über seinem ganzen Wesen und adelte ihn und sein Leiden. Er tröstete die tiefgebeugte Gattin in Zeiten der Trauer und 'in den bangen Wochen seiner letzten Krankheit kam kein Ton der Klage, kein Murren über seine Lippen. Mit einem freundlichen Tankeswort lohnte er jede verursachte Mühe und erleichterte den Seinen das schwere Werk durch rührende Geduld. Im Frieden mit seinem Gott und der Welt, schluinmerte er still hinüber. Ehre wollen wir Dir erweisen, Du treuer Heimgegangener, aber nicht die letzte, denn immer wird es uns Pflicht sein, Tür ein ehrendes Andenken zu bewahren. SagadaHvortrag. Am erste n Pessachtage, nachmittags 4f4 Uhr. hält Herr Red. Schachnowitz in den Räumen des Mekor Ehajinr, Langestr. 18, seinen zweiten Vortag über „Altes und Neues z u r H a g a d a h." Verein Jüdische Nivliotstek und Leseyalle, Langestraße 33. Vom 1. April.ab ist die Bibliothek und Lesehalle wie folgt geöffnet: Bon Montag bis Donnerstag von 3—8 Uhr nachmittags, Freitag von 3—7 Uhr. Samstag und Sonntag von llst/2—1 Uhr vormittags und von 3—7 Uhr nachmittags. Jahrzeitsstiftungslernen: Donnerstag, 8. April: Jda Weil-Stiftung. Sonntag, 11. April: Gretchen Wallerftem-SUflung Dienstag, 13. April: Adelheid. Schwab - Stiftung Donnerstag, 15. April: Abraham Sender-Stiftung Agudas Jisroel- und Mädchengruppe. Allabendlich vom 1. Tag „Chol Hamsed" an Hz Stunde vor Schiurim der Herren Zahnarzt Ehrmann, Dr. Hosmann, Leopold Oppenheimer, B. Rachelsohn und Redakteur Schachnowttz. Am 2. Tag Pessach, eine Stunde vor Nacht, Bortrag des He,.rn Lehrer Goldschmidt. „Der 16. Nissan" (für Damen und Herren). Freitag, den 7. Tag Pessach, nachmittags 5 Uhr, Vortrag von Herrn Leopold Schwab: „Die Hastorah am letzten Tag Pessach" (für Damen und Herren) Dir? Schiurim für nach Pessach werden im Sommerprogramm veröffentlicht werden. Beshamidrasch, Ostenvftrafte 18. Sonntag früh, 8'/*—9!/4 Uhr. Alontag, Dienstag und Mittwoch, abends 6—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" rrrrp jes; Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. BWHMP8MIB Bereinskalender. Verein Mekor Chajim Samstag nachm. \xtiv, Langestrahe 18, l. Tag Pessach: „Altes und Neues zur Hagadoh"; Herr Redakteur S ch a ch n o w i tz. Samstag, 8. Tag Pessach: „Ueber den Charakter des Tages"; Herr gj. Rachelsoh n. GeiretzeiLen. NO2- Freitag abend 6.-25 Samstag morgen 8.— Samstag nachm. 5.— Abends 1. Tag 7.45, „ ' 2. Lag, 7.50. WochengoLtesdienst: Morgens 6.15 Nachmittags 6.30 flafifjilfemtemtfyt für Schüler mittlerer und liöherer Schulen in kleinen Privatzirkeln. Einzelunterricht in französischer und englischer Sprache und hebräischen Fächern erteilt. (3759) M. OPPENHEIMER, Röderbergweg 22. abU JUL H D ESTJy ■i n i' ii iiwm im ui empfehlen wir unser großes Lager in Porzellan und Steingut Kaffee-, Thee- und Speise- Service, Tassen, Teller, Schüsseln etc. Waschu. Tonnengarnituren. eisae nt« eröffnen He« eröffnet! DeliK arme «bans Rudolf Schießberg Keil 3$ lg. 3ti$ J>« Pfund 8,75 Mk> Umlands maizkaffee" İ‘ (Echter Malzkaffee) ungemahlen 6.— Mk. 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