Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 12 (25.3.1920)
- Date
- 1920-03-25
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2446951-2450088-2450100--68126-2525210- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 8 Nr. 12. Der -Frankfurter ASraeÜt". 25. »&n E- WWW rcrnkfuvtev WerichLL Me Woche. Moses WofenLauw Eine klaffende Wunde ist geschlagen durch deinen Heimgang, du guter, rreusr Mensch! Welche Hoffnungen erweckte dem reiches, junges Leben und wie vielversprechend stieg es empor! Wie rein mid golden war dein Herz, war froh und lustig dein Sinn. Wie bescheiden warst du und wie rührend aufmerksam konntest du sein. Wie treu ergeben warst du als Sohn, wie zutraulich als Bruder, wie kameradschaftlich a!s Freund. Wie ging dein Herz auf in der Liebe zu den Heiligtümern unseres jüdischen Lebens! Wie hingst du in treuer Verehrung an den Traditionen der grogen Vergangenheit und wie gewissenhaft warst du in der Hebung von mjjS', min Wie „lerntest" du mit Eifer und Versraud, wie lebh.ift konntest du da werden, du Ruhiger. Reich war der Schatz deines Wifs-mS und sicher geborgen in dir rolldas Korn im Speicher. Fest und sicher war die Richtung deiner geistigen Entwicklung, zu deS Dinars Höhen wic-8 sie hin. Ach, daß du von uns genommen wurdest in der Blüte deiner Jahre, du guter, frommer treuer Mensch! Heilig sei uns stets dein Angedenken, Pflicht uns stets, zu vollenden, was du so hoffnungsvoll auf Erden begonnen. n"2Jün. Hescffschaftsavend der Kgrrdas Iisroek. Man schreibt uns: Der Bericht über den Geiellschafisabend wäre unvollständig, (er mutzte mit Rückj ficht auf den durch den Generalstreik befugten Mangel an Raum und Zeit in gedrängter Kürzä gehalten sein, s Die Red.), wenn nicht noch nachträglich derer gedacht j , würde, die durch ihren unermüdlichen Eifer bei der Vorbereitung und durch ihre künstlerische Leistung am Abend selbst das meiste z» frine» i«riuru i f •) Verlauf beigetragen laben. Herr Robert Aron war der Arrangeur des unterhaltenden Testes, ihm sei der Dank aller beteiligten Kreise — sowohl der Mitwirkenden als auch der Gäfre — für seine aufopferungsvolle Arbeit ausgesprochen. Herr Msx Reumann legte eine Probe seines Talentes als Dirigent ab. Herr Rudi Winter sang mir seinem klangvollen lyrischen Tenor zwei Lieder und fand ein dankbares Publikum. Er wurde vor» Herrn Siegfried Würzburger begleitet. In den nationalen Tänzen bewährten sich das Geschwisterpaar Stiebe! und Frl. Wildbcrg. In dem von Herrn Direktor Max Re im a n n einstudierten Einakter „DaS Schwert deS Damokles" zeigten die Damen Schwnbacher und B l u m e n f e l d. sowie die Herren Trepp, Birnbaum und Kli bans kt vorzügliche Leistungen. Sie entfeffelten wahre Beifallsstürme. Wie für die Organisation der Palästinawoche überhaupt, so hat sich auch um das Zustandekommen des Gesellschaftsabend u. a. Herr Leopold Stern ganz besonders verdient gemacht. Familiennachrichlen. Herr I. L e i d n e r teilt uns mit, datz seine in der letzten Rümmer angezeigte Verlobung mir Frl. R. Lubasch, eine Irreführung ist und aus der Böswilligkeit eines ihm übelwollenden ManneS entstanden ist. Vereinskalender. Verein Mckor Chajim. Sam Stag vorm., nach Schluß der Synagoge „Dinim"; Herr Rektor Falk. — Nachm. 4 Uhr „Mikro") Herr Hermann Frankenthal (Sall Frankenthal-Stiftung). Sohumami«TlieiäteF Täglich abends 7 Uhr! Neuheit! „DER TROPENJÄGER“. Schwank-Operette in 3 Akten v. WillyWissiak Jeden Sonntag 2 Vorstellungen 2. - 3u.7 Uhr Jeden Freitag: VOLKS VORSTELLUNG (Kleine Preise.) Außerdem täglich abends geöffnet: SCHUMANN-WINTERGARTEN-DIELE Neues erstklassiges Künstlerprogramm. Neu! SCHUMANN - BIERKELLER. Neu! Dir. WILLY LEYENDECKERS rheinische Sänger- und Burleskengesellschaft „Holländische Kakao- und Liqueurstube.“ Auch tagsüber geöffnet. Um eröffnen ne« eröffnet! am Eschenheimer Lrzrm. w mer Ziüerthal uni» Siestabantt. Ka$$en$flmme 6 ‘/2 Ubr. H«r. 71/. Ahr atadä. Ne« eröffnet: Wein»Klaasa Girr«««« ttttr Stiktüratze SÜ. Frankfurter - Seidenlampenschirm - Fabrik M. WEIGAND & CO. Kaiser Wilhelm-Passage 19-21 _nach eigenen künstlerischen euanlenigung und gegebenen Entwürfen Ausführung von Reparaturen in kürzester Zeit velillalerrrudsur R. Schkßberg zm rs gebrannt und ungebrannt 26-32 Mk. Irisch ringetroffen: vchnenkatter Scbepc'crs echter sefewarz crCec '/. Pfund Mk, sz. ntiS p» Mund 8,-5 Mt. Alle Woche 2 mal frische Butter A.M.Thyssen Siels Eingang B8T Neuheiten in Tapeten *WW Teppiche Läufer1 Vorlagen 20 Nene Mainzerstrasse 20 Ecke Weissfräuenstrass©. Telefon: Hansa 1TS4. : „Grmoro"; Herr Uhr: „Ptjutim^ z Dr. Jos. Breuer e n d: „Gemoro"; Hert Dr (orrrogmorgenv Uhr Posen. — Abends Peffach 7. Tag- Herr Montag u. Mittwoch ab Jos. Breuer. Irden Morgen »ach Schluß der Synagoge: Milchnalernen«. * Montag u. Donnerst Hanauerlandstr. 17: 1 halachischrn Vortrag nji abend, $—0 Mhr. /Vorbereitung für! deir des Herrn Rabbifier". Agudas Jisroel-Madcheugruppe. SchabdoS 11—12 Uhr, r,«ch Schluß der Synagoge Hirlch-Lektüre; nachm. 5 Uhr: „Tefillo"; Her-r Dr. Hofmnnn. — 31/,—41/» Uhr: „Thäuro" Herr Lehrer Hirschberg.! Dienstag, ^/,S- V, 10 Uhr: „Jiow": Herr Zahnarzt E h r m a n n. j AgudaS Jisroel-Jugendgruppe. J Sonntag vorm. 8 Uhr: ^Chumisch mit Nascht Schiur"; Herr Leopold Oppenheimersfrüher SchabboS abend). Dienst-ag, 81/» Uhr: Vortrog des Herrn Zahnarzt Ehr mann: „Die Hagadah". (Damen und Herren). Donnerstag: „Hirsch'S Neunzehn Briefe". (Dämon, und Herren). Mädchenklub, Lang?straffe 3<L Sonntag abend, 7 Uhr: Stiftungsfest. Geshamidrasch, Osteudstraffe IS Sonntag früh, 8^-9^ Uhr. Montag, Dienstag und Mittwoch, al«uds ' 0—10 Uhr: „Gemoro-Schiur" XLs) U22- Herr Rechtsanwalt Dr. I. Breuer. Samstag nachm. 4 Uhr: Vortrag des He«.» Schneider. — Abends */, Stunde vor Nachtr Vortrag des Herr« H. Holpern aus „Mesfilas Jeschortm". Shnagogcngrmeinde „Israelitische Religimrs- GesellschafL" Das Käschern in der Synagoge Friedberger Rn. läge 6, findet statt: Mittwoch, 31. März und Donnersrag, 1. April, vormittags von 10—12 Uhr und nachmituags von 2-5 Uhr. Heöetzeite«. 12! fDtf Freitag abenv 6.15 SamStag morgen 8.— Predigt Samstag nachm. 4.30 SamStag abend 7.35. Wochengottes dienst: Morgens 6,30 Nachmittags 6.— (Auch Papiergeld wird der Judenhetze dienst» bar gemacht). Vor einiger Zeit kamen in Berlin zutoben. Tie Streifen waren so zusammengeklebt. J.Ii.LußmannSöhiie Elektr. Lichtu. Kraftanlagen Beleuchtungskörper LangestraBe 39-_Tel. H- 2468 Jj&erelatka, Rmran anS dem jüdliÄrn Leden ©otfcuenä von S. Sckachuowitz Wer eine Ha nur «de, dadel künstlerisch wertvolle und von jüdischem Geist: erfüllte UmtrhirlturlgSirktüre sucht, der grelle zu jj fttefem B::che. das uon der gesäurten Presse glärrzend besvrochkU wurdex Preis broschierl &if-. H , in eleu. Geichenfdend Mk. £.So. Zu beziehen durch alle Buchhündlunaen, sowie durch den 9ifrlaa deS üt. m. fa. Ö.. »Frankfurt o. Mgeivon Spartakus nicht ausstechen, und io ..eeftilen sie ans das plumpere, aber bequemere Mittel, die Markscheine gleich mit einem größeren Papierstück zu bekleben, das. in schwarzer Umrandung folgenden Giftspritzer enthält: „Wer hilft dem deutschen Volke, zumal den Gebildeten, die Augen zu öffnen über die Notwendigkeit sachlicher Erörterung der deutschen Judenfrage'? Es handelt sich hier nicht um eine Religionsfrage, sondern um den Begriff der Rasse. Wollen wir die moderne Erkenntnis der Wissenschaft nicht für unsere vaterländische SBetiitigung nützen?" Unsere Kassenscheine haben gewiß nicht viel Wert, im Ausland schon gar nicht. Durch derartige Kinkerlitzchen geht aber -.chli-.'ßlich, noch, der letzte moralische Kredit verloren. Man kann keinem Menschen zumuten, einen derartig beschmutzten Papierschein anzUnchmen. Von liberaler Seite wird das Publikum ersucht» sich in Zukunft die Papierscheine genau anznschen und sie zurückzuweiserr, falls antisemitische Propaganda darauf getrieben wird- Diese skandalöse Hetze darf kein anständiger Mensch unterstützen.