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Der Israelit · 1918-10-24 · Heft 43 (24.10.1918) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
59 (1918)
Issue
Heft 43 (24.10.1918)
Date
1918-10-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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S4. 19[lS ütte- Ein Heim für jüdische Lungenkranke in Davos. üeber dis Errichtung tmtä Heimes für jüdische Lungenkranke in Davos macht Herr A. I. Rom, Zürich im „Jüdischen Jahrbuch für war man sich von vornherein klar, daß dies nur mit Mithilfe aller jüdischen Organisationen und Gemeinden durchgeführt werden könne und daß die Mitarbeit aller Kreise unumgänglich nötig sei. Täglich mehren sich die Anforderungen an den Verein- Heule 'unterstützt er bereits 3ö Patienten mit über 5500 Fr. monatlich. Ohne Victiz m M ü "ir“' &„> "■•'.•:3kSki'zX r TDillff Du toirfüch dem Datertanöe, dem Du alleet roas Du brft, oerdanfft, das Darlehen nerWsitzsrnWN das es Dich in svhroererZeit bittet — für das es Dli hohe 3infen aetadhrt? Würdest Du so handeln,Du . wärest kein Deutscher! —Darum 5 ei chn e f Schweiz" u. «. folgende erfreuliche Mitteilungen: Den guten- Willen zur Errichtung einer Heilstätte fanden wir bet allen Juden der Schweiz. In der Generalversammlung des Hilfsvereins vom SS. September 1917 wurde der Paragraph 11, der die Schaffung einer jüdischen Sanatoriums vorsieht, ausgenommen. Darüber ein eioeneS Heim zu besitzen, müssen jetzt schon über 65000 Fr. jährlich aufgebracht werden. Und diese Ausgaben werden selbstverständlich steigen, sobald,, dar H?im errichtet ist. Fach, männische Gutachten schätzen die jährlichen Betriebskosten aus ca. 100000 Fr. Außerdem ist ein größerer Fonds zum Ksnf eines geeigneten erkennen müssen, dieser Juda war -erüsch mt« nicht mancher. Aas empfanden auch sein? Hörer - dir zu Sem Grabe, daß einmal eine studentische Verbindung, die die Bekämpfung de» Judentums zu ihren Programmpunkrerr zählt, ihn ganz naiv zu sich emlud, und -auf die verwunderte Frage, n ie sich deun das mit ihren Prinzipien vertrage, die Antwort erfolgte: ,.UnS sind Sie kein Jude!" Das konnte denn freilich er nicht gelten lassen, denn ihm war sein Judentum heilig, nicht bloß als Sache der Pietät, des Dankes für das, was er in seiner kindlichen Erziehung ihn» bedeutet Hane; nicht aus dem bloßen Bedürfnis des Zusammen» haltS mit seiner Gemeinschaft» die ihm fort und fort viel und Großes gab, sondern aus Ueberzeugung vom llesen sachlichen Recht des Judentums und seiner yoben inneren'-Einigieit mit dem Besten grade de» deutschen Wesens. Wie cS nun objektiv hiermit sich »erhalten mag, ihm subjektiv wird man daö Recht zu solcher Auffassung richt übstreiten können. Strebe doch jede Religion, sich selbst in jhrsn letzten, kluigücti Tiefen zu ersaßen, so würde weniger gegenseitiges ünnerständniS und Streit und gar Religionsbaß bestehen. (Die Bahn Kairo Jerusalem.) Sch»n v»r dem Kriege hatten englische Ingenieure Kte Möglichkeit der Erbauung eines Schienenweges zwischen Kairo und Jerusalem studiert. Es bestanden d«male die Linien von Kairo an den Kanal und von Jaffa nach Jerusalem. Die zu erbauende Verbindungist'ecke betrug 320 Kilometer. Man begann nun vor zwei Jahren damit, die Strecke längs des Kanals mit einem doppellen Gleise zu versehen und sie bis nach Ei- ^Kanrar« weiterzusühren, um zunächst die Beförderung und Verpflegutig der Truppen ficherzusteüen. Als diese Len Kanal überschritten, wurde die Linie auf der Ost« feite öe§ Kanals von einem Punkte direkt östlich von Ll-Kantar» in nördlicher Richtung weitergesührt und erreichte Sasa fast zu gleicher Zeit mit der Besetzung der Aradl durch die Vugländcr. Aus ihrer Drite hatte» die Türken von der Tinic Jaffa—Jerusalem auS eine Zwettzstrecke bis wenig«! Kilometer nördlich von Gafa gebaut, sodatz er sich für den englischen General Aklanby bloß darum handelte, die beiden Enden mit einander zu verbinden. Rerblieb als» nur noch der Bau der jetzt fertiggestellten Brücke über den Kanal bet 8l-Kantara, die ««bedingt nötig war, um den Verlust an Zeit und die sonstigen mit dem Ueber. setze« größerer Lruppenmsnge» verbundenen Schwierig' ketten zu beheben. Wenn dir neue Verbindung rm» auch vorläufig uur von militärischer Bedeutung ist, so läßt sich ihr doch mit ö*sr Zeit eine große Wichtigkeit für die internationalen geschäftlichen Beziehungen zwischen Euro;>a und den Ländern des Ostens nicht abstzreche«. O R Ti Frankfurt *« M. Berlin ... München . . Stratzlmrg Stuttgart. Posen . . . ./ Nürnberg Smwbmw Anfang Ubr 'Nin. Ausgang Wr 'jWü -nrrTcnum» 1 4 i 45 25. Ott. 50 50 50 19. Marcheschwan 5 6 LZ 46 05 4^ 41 Objektes erforderlich. Allerdings werden manche bemittelte Patienten dazu beitragen, die Kosten zu vermindern und außerdem darf man _ mit Sicherheit auf ansehnliche Beiträge aus dem Auslande rechnen. — Doch nun zurück zum Berichte. In Zürich begann die Tätigkeit. Von hier war die Idee gekommen, hier war die Not der Verhältnisse am eindringlichsten, von hier aus sollte; die praktische Verwirklichung erfolgen. Am 30. Dezember 1917 tagte der Vorstand des Htlfs- Vereins mit den Vertrftncn der jüdischen Gemeinden und Organisationen Zürichs in gemeinsamer Sitzung. Bit erbrachte Me einmütige Willenskundgebung , das H.im für jüdische Lm genkranke zu schaffen. Nach c,ründlichrr, von hohem Idealismus getrogmer Aussprache, wur?e ein Initiativkomitee gebildet, das Vir Norarbriten zur Aentralverfammlung für die Schweiz und' die Einleitung der Werbetätigkeit zum Ziele hatte. ■— Ein Aufruf wurde erlaffen, unterschrieben von den namhaftestenPers Snltchketten derJudenZürichs. — Ein warmherziger Freund und Förderer unserer Sache spornte mit einer erstmaligen Spende von 3H 000 Fr. die Gebefrtudigkeit der übrigen an. Der Erfolg der Aufrufs war ein günstiger, für das Werk etn gutes Omen. Die Ausbreitung der Gammel- und Werbetätigkeit auf öie ganze Schweiz war die nächste Aufgabe. Am 24. Februar 1918 fand in Baden die allgemeine schweizerische Versammlung statt. ES war rin Ehrentag für die schweizerischen Juden. Fast alle jüßffchen Gemeinden und Orgonisstioneu hatten Delegierte entsandt. Zu unserer großen Freude sahen wir dort alle einig in dem Bestrebrn, das Werk eblor Menschenliebe zu schaffen. Diese von echt jüdischem Seist erfüllte Versammlung bedeutet einen Markstein in Ser Entwicklung des mit so vieler Mühe begonnenen und mit so großem Wohlwollen begrüßten Unternehmens. Die Generalversammlung deS Hilfsvereins vom 36. Mai 1918 brachte die entscheidende Wendung. Auf breite Basis wurde das Hilfswerk gestellt, «lle jüdischen Kreise und alle Teile der Schweiz zur Mitarbeit herangezogen. Die Statuten würben genehmigt und in Kraft erklärt. Einige Punkte von prinzipieller und grundlegender Bedeutung seien hier darin erwähnt. Als Zweck wird angegeben: „die Unterstützung jüdischer Lungenkranken und die Errichtung und Erhaltung einer Heilstätte für jSdi.che Lungenkranke in Davor." Die Gesamtführung der Heilstätte beruht auf der Grundlage der religiösjüdischen Tradition. Einzelmilglieder zahlen mindestens 12 Fr. pro Jahr, Kollekttvmitglieder (Gemeinden, Organisationen) mindestens 100 Fr. Der Vorstand besteht aus 20 bis 35 Mitgliedern, von denen mindestens 5 bis 7 ihren Wohnsitz in Zürich haben müssen. In allen Gemeinoen der Schweiz, wo Mitglieder des Vereins, in großer Zahl wohnen, sind Lokalkomitees zu gründen, die für die Werbung neuer Mitglhd'.r

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