Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 87 (3.11.1904)
- Date
- 1904-11-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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- Budapest 1× ep/1002374
- Minsk 1× ep/1000754
- Tokaj 1× ep/1045849
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1846 Gestiftet aber wurde das Institut von Hofrath Professor Unger. einem Juden, mit nahezu ausschließlich jüdischem Gelbe. Zum Ableben -eS Präses der «ng. Orthodoxie. Budapest, 31. Olt. lieber die *ba der nach Abanj-Szanto überführten irdischen Ueberrestr des Präses Lipschitz erhalten wir folgenden Bericht: Im dichtgefüllten Raume des schönen, erst vor einigen Jahren erbauten isr. Gotteshauses fand in Aubaujßanto die letzte Ehrung des hier verstorbenen Führers der isr. orthodoxen Judenheit, Oberrabbiners Leopold Lipschitz, statt. In dem hellbeleuchteten Gotteshause, wo man die irdischen Ueberreste Lipschitz' vor die Vundeslade gestellt hatte, waren Tausende erschienen. darunter Rabbiner, Deputationen, Vertreter der politischen Behörden, des Bezirksgerichts, der Feuerwehr, der katholischen und reformirten Kirchengemeinden ete. Der Vorsteher der Abaujßantoer Gemeinde. Herr Arje, sprach im Namen der Gemeinde, hinweisend auf die großen Verdienste des Verstorbenen. Dann sprachen die Rabbiner aus Abaujßanto, H. Mad, Kassa. Tokaj, Bodrogkereßtur, Szerencs, Miskolcz und Talva. Nach Absingung eines cam «bv b« sprach der Schwiegersohn des Verstorbenen. Herr Samuel Bettelheim, einige ergreifende Abschiedsworte, worauf der Sarg von den Mitgliedern der Chewra- Kadischa in den Friedhof gebracht und neben den Eltern des Verstorbenen beigesetzt wurde. Als besondere Zeichen der Trauer waren am Tage der sämmtliche Geschäftsläden geschloffen, welcher Umstand in Abanjtzanto eine Geschäftsstockung zur Folge hatte, da an diesem Tage der regelmäßige Wochenmarkt abgehalten wurde. verübelt, denn ste fanden in ihm alle Vorzüge, die ihn für eine so hohe Wurde geradezu prädestiniren. Herr Frankl ist als rrvja bra und vDn pn* in allen maßgebenden Kreisen hochverehrt, ist ein gebildeter Mann, spricht und schreibt mehrere europäische Sprachen, ist ein ausgezeichneter Ungar, in politischen Kreisen eine angesehene Persönlichkeit, ist auch mit irdischen Gütern reich gesegnet, auf Grundlage seiner Staatssteuer Repräsentant der hauptstädtischen Kommune und hat fich in den verschiedenen Ehrenstellen, die er seit mehreren Jahren einnimmt, als eifriger, pflichttreuer, aesinnungstüchtiger Jude in hervorragender Weise befählt. Bern «21 ewn mrt. H. Der zukünftige Führer der ung. Orthodoxie. Budapest. Bald nach dem.Ableben des Präses Lipschitz s. A. versammelten sich die verschiedenen Rabbinen Ungarns, um über die Frage der Besetzung dieses hochwichtigen Amtes zu berathen. Es ist selbstredend, daß man noch keine definitiven Beschlüsse faßte. Man wählte ein dreigliedriges Komitee, bestehend aus den Obcrrabbinern zu Budapest', Neutra und W a i tz e n, das die Geschäfte des Präsidiums besorgen und auch die Wahl in die Wege leiten soll. Wie allgemein verlautet, beabsichtigen die .wen 'bim, Herrn Adolf Frankl- Budapest zu bewegen, daß er die Präsidentenstelle übernehme. Schon vor acht Jahren wurde Herr Adolf Frankl einhellig als Vizepräsident gewählt, doch wollte er damals die Stelle nicht annehmen. Die leitenden Männer der gesetzestreuen Gemeinden haben dies Herrn Frankl seinerzeit sehr Noch eine Stimme gegen den MiSrachi. W a i tz e n, im Nov. Unser verehrter Freund. Herr Oberrabbiner Silberftein -Waitzen, ersucht uns, als Ergänzung der in Nr. 86 dieser Blatter veröffentlichten Kundgebungen russischer Autoritäten gegen den Misrachi, den Brief des bekannten Rabbiners aus Minsk auszugsweise zu veröffentlichen. Rabbi Elieser Rabbinowitz schreibt, daß der Misrachi nicht um ein Haar besser sei, als der Zionismus. Zionismus und Misrachismus haben noch nichts erreicht, als daß sie in sämmtliche Gemeinden den Unfrieden getragen haben. DaS Reglement für die Handelsreisende». B u k a r e st. im Nov. Der „Monitorul Öfficial" veröffentlicht das Reglement betreffend die Handelsreisenden, die Bestellungen nach Mustern oder Modellen aufnehmen. Darnach müssen die Handelsreisenden mit einer Legitimationskarte versehen sein, die das Finanzministerium durch seine unteren Organe auf Gesuch des oder der interessierten Hänser ausfolgt. Wichtig für ausländische Handelsgebilfen ist ganz besonders Art. 5 des Reglements, der besagt: „Handelsreisende, die ans einem Lande kommen, welches mit Rumänien durch ^inen Handelsvertrag verbunden ist, werden den Handlungsreisenden inländischer Fabriken und Häuser gleichgestellt. Es genügt, daß sie bei der Ueberschreitung der Landesgrenze ihren Paß und eine mit der rumänischen identische oder im wesentlichen gleichlautende Legitimationskarte vorweisen, damit sie sich der freien Ausübung ihres Handels wie die rumänischen Handelsreisenden erfreuen." Die hier erwähnte Legitimationskarte enthält folgende Angaben: Die Länder, für welche Träger reist; dessen Namen; Datum der AuSfolgung; die Firmen, für welche gereist wird und deren Spezialität; eine Bestätigung, daß die betreffenden Firmen die Landessteuern entrichtet Habens Diese Legitimationskarte berechtigt zur Annahme von Bestellungen, nach Muster oder sonstwie, von Handels-