Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 80 (10.10.1904)
- Date
- 1904-10-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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1678 „Von Hirsch Pappenheim!" erwiderte der Gefragte. Nun mußte Josef erzählen, daß er als Graf Ignatius Esterhazy erzogen und zum Erben des Grasen und seiner Millionen bestimmt war, wie er aber alles aufgegeben habe, als er von Pappenheim über seine Vergangenheit aufgeklärt worden sei, wie er die Flucht ergriffen habe und durch Vermittlung von Reb Scheftel Tusmenih zu Rabbi Elimelech und dann hierher zu Rabbi Sisi gekommen sei." Da stand der Rabbi auf, küßte Josef auf die Stirne und sprach: „Das alles steckt in Dir. und Du hast mit keiner Silbe etwas von Deiner Größe uns merken lassen?! So wie Du möge es viele in Israel geben! Jetzt weiß ich. warum Rabbi Elimelech so große Stücke auf Dich hält!" Plötzlich rief Frau Fried dazwischen: „Es ist nur ein Traum; ich glaube es nicht, daß mein Sohn Josef noch lebt, daß er der Erbprinz des Hauses Esterhazy ist, das ist ein Märchen. Josef ist todt, und Du bereust den Schidduch mit unserer Mirjam, deßhalb hast Du das alles-ausgedacht!" „Liebe Mutter! Auch Jakob hat's nicht geglaubt, als man ihm sagte,-daß sein Sohn Josef noch lebt. Er mußte erst ein äußeres Zeichen, die Wagen leben, welche Josef geschickt hatte, um seinen Vater nach Mizrajim zu führen. Ich will Dir auch ein solches Zeichen bringen, entschuldige einen Augenblick." Mit diesen Worten war Josef hinausqeeilt und brachte nach wenigen Minuten das Gebetbuch seiner Mutter zurück; das einzige, was er aus dem Schlöffe mitgenommen hatte. Als die Mutter ihren Siddur wieder sah. mit der Inschrift des Vaters, da glaubte sie endlich. Sie stand auf, fiel ihrem Sohn um den Hals und weinte lange, am Herzen ihres verloren geglaubten Josef. Die Hochzeit wa r vereitelt. Aber nicht das Festmahl, das nun alle zusammenführte, um die Freude des Wiedersehens zu feiern. Die Wett erfuhr nur, daß es sich herausgestellt habe, Josef sei der Sohn von Tobia Fried. Dagegen von der Vergangenheit Josefs als Graf Esterhazy erfuhr außer den wenigen Eingeweihten niemand etwas. Es war dies mit Äücksicht auf die Nachforschungen des Grafen und den hohen Preis, den er dafür ausgesetzt hatte, zu' gewagt. (Fortsetzung folgt.) mm its KisÄIHstls in «l. 76 k 71 -! i! n 1 | 2 i *1 S n | « 1 Unta b n Einsendern der »ichtrgcu Lösungen wurde ge» loost und erhielt der Gewinner Herr Lehrer A. Adler in Kochendors, ei» Werk auS unserem Berlage gratis und franco zugesandt. Wochen-Kalmöer. Krrttag, 14. October. 5. Cheschwan. Sabbat-Anfang in Mainz u. Frankfurt a. SÄ. 5 Ubr 00 Mn. eamftas, 15. October. 6. Cheschwan. m. Sabbat-AuSgang in Mainz u. Frankfurt a. M. 8 Uhr 30 Min. — Berlin S Ubr 55 Min. — München 6 Uhr. 23 Mn. — Stuttgart 6 Ubr 13 Min. — Stratzburg 6 Uhr 30 Min. — Posen 5 Uhr 43 Min. — Stettin 5 Ubr 51 Mn. — Breilau 5 Uhr 43 Min. — Nürnberg 8 Uhr 08 Min. — Men 5 Uhr 50 Mn — Paris 5 Uhr 45 Min. — Prag 5 Uhr 55 Der „Israelit" erscheint wüclientllch zweimal, Dontags nnd Donnerstag», jedeSmal in mindestens zwei Bogen. Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Mau abonnirt aanziährlich, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Der Buchhandel verkehrt durch V.?. Skeinarkrr, Leipzig, Rotzplatz ZS. — Inserate 25 Pfennig die viergefpattene Nonpareillezcile oder deren Raum. Preis der Zeile im Reclamcthcil 75 Pfennig. — Directe Francozusendung »uter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr^ sttr's Ausland 16 Mart, au die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3932. Telephon 1015. Inhalt (tzauptblatt): i’jßn -in in modernem Gewände. — Zeitungsnachrichten u. Correspondenzen: Deutschland- Berlin. Frankfurt a. M. Celle. Cöln-Deutz. Memel. Breslau. Ungarn: Budapest. Uun Halas. Rntzlaud-. Petersburg.«— Feuilleton Sine vereitelte Hochzeit. (Fortsetzung). „ . ■ Ind.all der LrrUaae: DaS Tischgebet, die Frankfurter Zeltung nnd die Ultromantanen. — Zeit,mgSnachrichten tu Torresoondenreä - Deutschland: Berlin. Frankfurt a. M. Köln. Nugland: Äischinew. — Vermischtes. twnocnara. Crtra.S3«ilaQto: Svenden-Derzeichmüe- AuLnahme-PreiSlifte der Firma Heinrich <S2tz in Dacharach am Rh. und Trarbach a d. Mosel. Verantwortliche Nedaction: OScar Lehmann in Mainz. — Expedition deS LSraelit'. ESotMrstze Nr- 1, THn, S3nuf und Verlag der F oh. Oirth'lchen Hofbuchdruckeret Actien^Sesellfchaft ln Main». Hierzu drei BeUage«.