Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 78-79 (4.10.1904)
- Date
- 1904-10-04
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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„Hört Rabbi, ich bin mit Allem einverstanden. , denn meine Tochter darf sich so gut sehen lasten, wie der j Bochur.. Wenn er mit mir nach Haus, nach Jaroslau, fahren will, nehme ich ihn sofort mit. will er später reisen, ist mir's auch recht, nur das will ich nicht, daß meine Tochter deshalb hierher reisen soll? „Darin liegt eben die Schwierigkeit," bemerkte der Rabbi, „Rabbi Josef will nicht reisen, um ein Mädchen zu sehen und es vielleicht nachher nicht zu nehmen und Ihr wollt Euere Tochter nicht hierher kommen lassen, ich weiß nicht, wie wir aus der Zwickmühle herauskommen." „Ich denke, wir kommen ganz einfach heraus," entaegnete Herr Fried. .„Zunächst erkläre ich mich bereit, die versprochenen zweitausend Gulden dock zu zahlen, wenn aus dem Schidduch deshalb nichts wird, weil sich Choson und Kallo nicht gegenseitig gefallen. Ich kenne beide und weiß, daß sie sehr gut zusammen Pasten werden.. Aber um trotzdem dem Wunsch eines vorherigen Zusammentreffens entgegen zu kommen, schlage ich Euch Folgendes vor: Morgen ist Rosch Chodesch Jjar, in achtzehn Tagen haben wir Lag Beomer, auf diesen Tag setzen wir die Chasno fest, wenn Gott will, und zwar soll die Chasno hier bei Euch sein.. Ich werde aber mit meiner- Frau und der Kallo sowie mit meinen anderen Kindern schon acht Tage vorher hier eintreffen. Diese Zeit ist doch lang genug, daß sich die zwei kennen, lernen, was meint der Rabbi?" „Das ist ein Vorschlag, dev sich hören läßt," bemerkte der Rabbi. „Wenn's Euch recht ist, rufe ich jetzt Rabbi Joseph herein, damit wir alles zusammen besprechen können." Damit war Herr Fried nun sehr einverstanden, Joseph, der dann erschien, stimmte ebenfalls zu. Die Rabbinerin brachte nun etwas Eingemachtes und Wein, und so wurde die Verlobung gefeiert. Die Tenoim ldie gegenseitigen Bedingungen der Verbindung) wurden geschrieben, ein Porzellanteller gebrochen und bald hatte sich die Nachricht von der Verlobung in der ganzen Gemeinde verbreitet. Herr Tobia Fried führ erst spat am Abend nach Hause zurück, strahlend vor Glück und Freude, einen so prächtigen Schwiegersohn gefunden zu haben. Die Schilderung, die er zu Hause von Joseph entwarf, war derart, daß alle begierig waren, ihn recht bald kennen zu lernen, und pünktlich acht Tage vor Lag Beomer traf die Familie Fried ein, damit die jungen Leute Zeit und Muße hätten, sich gegenseitig recht gut kennen und schätzen zu lernen. Herr Fried hatte nicht zu viel über seine Tochter gesagt. Sie war eine Braut, die -durch ihre Schönheit, den Liebreiz ihres Verkehrs und die Anmuth in jeder Bewegung die Herzen aller gewann, mit welchen sie in Berührung kam, vor allem aber das Herz ihres Bräutigams. Schon am zweiten Tage drängte es ihn, dem Rabbi den Dank für seine Vermittelung dieser Verbindung auszusprechen. ' (Fortsetzung folgt.) Wochen-Iislenöer. Sr-tta-, 7. Oktober. 28. Tischri. Sabbat'Ansan« in Mainz u. Frankfurt a. SB. 5 Uhr 15 Min. Catn Rap, 8. Octobbcr. 29. Tischri. r»".N2S .n'sm'o. Sabbat-AuSgang in Mainz u. Frankfurt a. M. 6 Uhr 35 Mn. — Berlin 6 Uhr 11 Min. — München 6 Uhr 20 Min. — Stuttflart 6 Ubr 28 Min. — Straßburg 6 Uhr 35 Min. — Dosen 6 Uhr — Min. — Stettin 8 Ndr 08 Min. — BreSlaü 5 Uhr 57 Min. — Nürnberg 6 Uhr 20 Min. — Wien 6 Ubr 04 Mn. — Paris 6 Uhr 05 Min. — Prag 6 Uhr 10 Mn. Sonntag. 9. October. 30. Tischri. n"*n *h st». Montag. 10. Oktober. 1. Chcschwan. n"*n *3 sr. Der „JSraelit" erscheint xwelmn I, Elonfnß« and Ronnerstncfi, jedesmal in mindestens z-vei Bogen. Breis pro Vierteljahr bei der Bost 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt ganzjahrlich, halbjährlich oder vierteljährlich. 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T (Qf.v.v:c.!,-C): DaS Wintersemester. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Frankfurt a. M. OschcrLlebkn.LluS Süddeutschland. AlLbeim lNheirchessen). Oesterreich: Wien.Schweiz: Aasel.Rußland: Wilna.—Vermischtes. — Feuilleton:■ Eine vereitelte Hochzeit. (Fortsetzung). .^ r:r L Da» Wintersemester (Schluß). — Zeitungsnachrichten und Correspoiidenzen: Deutschland: Hamburg. RoSbeim i. d> — Vermischtes. - , ., - . „ _ Das Judentbum in seinen Grundzügen (Fortsetzung). — Zeitungsnachrichten u. Correfpoudenzen: Ceylon. L.? OCcoc ßcOwoun ln C-Uü.. — CrscölSton der ^jZradti“, Ochottstrastr Kr- 3. und der I od. Oirt^chrn boN»uchLru2crri vctkenCesrMLast in Main» £ HCß ßzUacm,