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Der Israelit · 1904-08-25 · Heft 68 (25.8.1904) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 68 (25.8.1904)
Date
1904-08-25
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1453 Schülern kleine, handliche Büchlein reichen und wählt aus den biblischen Büchern je einige Kapitel heraus. Vorliegender Band II enthält beispielsweise: Josua. Kap. 1. 2 und 24: Richter. Kap. 4. 5 u. 9; Samuel I. Kap. 1. 2, 9. 15. 17.18.19 u. 24: Samuel II. Kap. 12 u. 22; Könige 1. 8,10,18 u. 19; Könige lf, 2, 4 u. 5, — Wo die Lehrpläne einen derartigen Unterrichts gang vorschreiben, mag die durch das Merkchen ver wirklichte Idee recht empfehlensuvrth erscheinen. Es würde sich eine Besprechung der für die Nuswahl maßgebenden Momente in letzter Linie mit jenen Lehrplänen zu befassen hoben und dafür besteht hier keine Deran lassung. Nach unserer Auffassung vom Bibelunterricht erscheint es als unerlässliche Forderung, dass die Volksschule den gesammten Pentateuch im Lause der Schulzeit durcharbcitet. Die Haftoros und Bibel stellen im Gebetbuche (Psalmen), dann auch unter 11mständen Bibelverse im Religionsunterricht gewähren Einblick in die anderen biblischen Bücher. Die Lektüre der deutschen Bibel tritt ergänzend ein. Ausserdem erscheint es nach unserer Ansicht viel fruchtbarer und nutzbringender, ein biblisches Buch gründlich durch;» arbeitcn. als in vielen je ein wenig zu naschen. Da aber jedes biblische Buch einzeln käuflich iss. besseht kein sonderliches Bedürfnis; nach derartigen Auszügen. L. A Für nnfcrr Nnmündiqrnk Dreissig Geschichten aus der Bibel. Ein Lesebüchlein für die israelitischen .Kleinen in Haus und Schule. Von I. Herzberg, Lehrer in Bromberg. Zweite vermehrte und ver besserte Auflage. (Friedrich E b b c ck e Bromberg.) Ich gab das Büchlein meinem sechsjährigen Sohnchen und ließ einige Geschichten von ihm lesen. „Vater, das ist aber schönt - - lautete sein Urtheil. Auch andersgläubigen Kollegen hat das Werkchen gut gefallen. Es ist für die unterste Stufe der Schüler ein wohlgeeignetes Nachlesebuch der biblischen Geschichte, da es bei möglichster Kurze und einfachster Satzbildung doch inhaltsreich und dem kindlichen Gedankengang angepasst ist. auch vorzüglich den kindlichen Ton trifft. Der Anhang deutscher, gereimter Gebetchen (Morgengebet. Tischgebet. Abendgebet) tvird dagegen wohl getheilte Bcurtheilung erfahren. Ich könnte sie nur insofern gutheissen, als sie neben jüdischen Gebeten auftreten. nicht aber diese ersetzen wollen. L. A. Iüd. 3eHiMf**liHtratisY. „3Ufnntf<iiri>M, Monatsschrift für die wirthschaftliche Erschliessung Palästinas. Nr. 8 (August) ist soeben erschienen. Berlin W. 50. Regensburqerstr. 20. Preis der Zeitschrift jährl. 6 Mk.. Ausland 6.56 Mk. Das Heft enthält u. A. einen Bericht von Dr. M. Blankenhorn über die kürzlich erfolgte Einrichtung meteorologischer Stationen auf jüdischen Koloiiicn in Palästina, die er im Aufträge der Kommission zur Erforschung Palästinas vorgenommen hatte. Bei der Einrichtung der meteorologischen Stationen gelang es der Kommission mit dem deutschen Verein zur Erforschung Palästinas Hand in Hand zu gehen und das Zusammenwirken auf diesem Gebiete zu sichern. Die Beobachtungen der jüdischen Stationen mit der Centrale in Zichron Jacob, ebenso die Beobachtungen der deutschen Stationen mit der Centrale ln Jerusalem werden sowohl in „Altneuland", wie in der Zeitschrift des deutschen Paläfiina-DereirS regelmässig veröffentlicht werden. Es ist wohl überflüssig darauf zu ver-! weisen. welche Bedeutung diese Einrichtung von meteoj rvlogischen Stationen in den jüdischen Kolonien soj wohl für die allgemeine Erschließung, wie auch insbe- . sondere für die Landwirtschaft haben wird. , Prof. Dr. O. Marburg setzt feine Auseknj andersetzungen über die Aussichten der jüdischen Koloj nisation in Nord-Syrien auf Grundlage der Baum j wollkultur im Gebiete der Bagdadbahn fort. Der höchst! interessante und für die Kolonisation im Orient be- ■ deutsame Aufsatz wird in der nächsten Nummer abgeschlossen. Prof. Dr. D. S ch ö n f e l d - Jena berichtet auf Grund eigener Untersuchungen über die Halbinsel Sinai, deren Erforschung bekanntlich Gegenstand der zionistischen El-Arisch-Expedition war. Auch dieser Aufsatz, dessen Behauptungen manchmal zu kühn zu sein scheinen, wird sicherlich mit grossem Interesse gelesen werden, da Prof. Schönfeld das Land daraufhin pruste, ok es das jüdische Volk während seiner 40» jährigen Wanderung ernährt haben könnte. Er gelangte zum Schluss, dass dies wohl möglich war. ES niuss natürlich noch das Ende seiner Ausführungen in der nächsten Nummer abgewariet werben, bis der Leser ein klares Vkld über das in Frage stehende Gebiet erhält. Des »veiteren enthält die Nummer den Konsularbericht von Damaskus von 1902, die Angaben über den Regenfall an der Küsse Palästinas im vergangenen Winter 1903 '4 von Dr. M. Blankenhorn (erster meteorologischer Bericht), welche darthun, dass daS laufende Jahr ein durchaus wasserarmes ist, eine Besprechung von Arnold Rüegg's Werk „Auf heiligen Spuren abseits vom Wege" von Dr. S. Soskin, schliesslich Vermischtes und den Marktbericht. B - l I c i t I f* i f. A. Das Rathsel: Jude. Der Roman eines modernen Juden. Berlin-Steglitz. Hans Priebe & Co. 1904. Verfasser führt uns einen jungen Studenten vor,

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