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Der Israelit · 1903-12-30 · Heft 103-104 (30.12.1903) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 103-104 (30.12.1903)
Date
1903-12-30
Page
– (sequence 3)
Language
German
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2295 „amerikanische Auktion" veranstaltet, deren nicht unbeträchtlicher Erlös für ein r.B ir* bestimmt wurde. Bei der weiteren Wanderung nahm Frl. Cäcilie S i - wonetti, eine äußerst talentirte Amateur-Photographin, mitten im Walde die ganze Gesellschaft in malerischer Gruppirung auf, die Herren natürlich sämmtlich trm td--- Zur besonderen Ehre gereichte es, daß auch die bekannte Schriftstellerin, Frl. Helene Paradies, die sich vor allem auf dem Gebiete der jüdischen Jugenderzählung einen Ruf erworben hat, ihre Sympathien für die hebräische Sprache, die sie meisterhaft beherrscht, durch Theilnahme an dem Ausfluge dolumentirte. Frl. Paradies erfreute uns ebenfalls durch eine photographische Gruppenaufnahme in wahrhaft künstlerischer Vollendung. Der Vorschlag, Herrn Dr. Karpeles,. dem verdienten Vorsitzenden des „Vereins für jüdische Geschichte und Litteratur", eine Ergebenheitsadreffe zu übersenden, wurde mit jubelndem Beifall angenommen und ausgeführt. Wir wünschen der wackeren Vereinigung, daß die Liebe zu unserer ttnpn jwb in ihr immer mehr erstarken und immer kräftiger Wurzel fassen möge. rmn hnxib ♦mnxnbi Coln, 28. Dez. b'wx'-vsnb theile ich Ihnen ergebenst mit, daß ich das von mir am Andreaskloster Nr. 6 B geführte Restaurant am 31. d. Mts. schließen werde; es befindet sich daher am Andreaskloster kein jüdisches Restaurant mehr. Sämmtliche jüdische Zeitungen des In- und Auslandes werden gebeten, hiervon Notiz zu nehmen. I. Mußkat. (Durch den Eingang des Restaurant Mußkat existirt ein streng-frommes Restaurant in der großen jüdischen Gemeinde Cöln überhaupt nicht mehr! Hier ist ein Feld für den Hamburger Verein! Red. d. „Jsr.") Rödelheim, Ende 1903. (Das goldene Jubiläum eies Arbeiters.) Das gewiß in Buchdruckerkreisen sehr seltene Fest der fünfzigjährigen Thätigkeit feiert am 15. Januar 1904 der Vuchdruckerei-Faktor Herr Siegmund Jonas in Rödelheim bei Frankfurt a. M. Im Jahre 1854 trat der Jubilar als Lehrling bei der weltbekannten hebr. Buchdruckerei und Verlagshandlung I. Lehrberger & Cie. ein, trat dann bei der Auflösung dieser Firma in die aus ihr hervorgegangene Offizin M. Lehrberger L Cie. (jetziger Inhaber Herr I. Kauffmann in Frankfurt a. M.) über und steht so ununterbrochen ein halbes Jahrhundert im Dienste der schwarzen Kunst. Mit dem Wechsel der Zeiten sah der Jubilar in diesen fünf Jahrzehnten auch manche Wandlung an sich'vorüberziehen, so u. a. vor gerade vier Jahren den Umzug aus der alten seit 1796 bestehenden Arbeitsstätte Heidenheim's, die fiir den erweiterten Betrieb keinen Raum mehr bot, in das neuerbaute, der Neuzeit entsprechende Fabriketablissement, mit seinen großen, Hellen, luftigen Räumen. Wohl Wenigen ist es vergönnt, ein 50jähriges Verufsjubiläum zu feiern, zumal in der Rüstigkeit und Geistesfrische, wie sie der greise Jubilar besitzt. . Trotz seiner 65 Jahre ist er morgens in der siebenten Stunde der Erste an seiner Arbeitsstätte. Durch seinen' ehrbaren Charakter, seine Gewissenhaftigkeit, seinen rastlosen Eifer und Fleiß, wie durch seine treue Anhänglichkeit, erfreut sich der Jubilar bei seinen Chefs großer Beliebtheit, seinen Mitarbeitern, die er vermöge seiner reichen Erfahrung, vor allem auf dem Gebiete des in Folge seines komplizirten Punktationssystems besonders schwierigen hebräischen Satzes, leitend anregt und fördert, ist er ein gern gesehener Kollege, und ein weiterer Bekanntenkreis schätzt ihn wegen seiner stets gleichmäßig heiteren Stimmung, seines, würzigen Humors und seines freundlich-offenen Wesens. Der Jubilar war lebendiger Zeuge des Wachsthums der weltbekannten Rödelheimer Offizin, und. er war rüstiger, schaffensftoher Mitarbeiter bei jeder Erweiterung der Verlagsunternehmungen währentrcher verflossenen fünf Jahrzehnte; so hat er, um nur eins hervorzuheben, bei seinem Eintritte in die Offizin mitgearbeitet an der 2 5. Auflage des bekannten Rödelheimer Gebetbuches „Sephath Emeth", und er hat jetzt die 132. Gesammtauflage, die in diesen. Tagen die Presse der Firma M. Lehrberger Eie. verlassen hat. redlich mit vollenden helfen. Mögen dem Jubilar noch viele Jahre wohlverdienten Glückes in gleicher Rüstigkeit und Jngendfrische vergönnt sein. —d— Pirmasens. Am letzten Sabbat Chanukah fand hier eine erhebende Synagogenfeier statt. Die Chewra Kadischa. hatte eine, hauptsächlich für Privatminjan bej stimmte. Sefer Thora der hiesigen Kultusgemeinde - geschenkt, und zu deren Einweihung sie unseren Bei zirksrabbiner, Herrn Dr. Mayer aus Zweibrückcn : einlud. In zündender Beredtsamkeit in seiner Derascha j wies Herr Dr. Mayer auf die heutige Bedeutung des! Chanukah- und Thorafestes, sowie auf die hohen Ziele der Chewra Kadischa hin. Die Leitung des Gotkes- I dienstes hatte Kantor S l o d k i, der wie immer, seine; geschulte Stimme in der herrlichsten Weise ertönen ließ, j so daß die Feier allen Theilnehmern lange in Erinne-! rung bleiben wird. j München, 28. Dez. Die hiesigen „N. N." melden | Folgendes: j Max Ritter von Wilmersdoerff er, kgl. sächsischer Generalkonsul und geheimer Kommerzienrath ist heute Abend um halb 6 Uhr nach mehrtägigem schwerem Leiden gestorben. Max v. Wilmersdoerffer wurde am 8. April 1824 in Bayreuth geboren, widmete sich dem Kaufmannsstande und trat frühzeitig in das Bankhaus seines Oheims I. W. Oberndörffer. in München ein, dessen Tochter er am 3. Juni 1849 hehrathete. Er übernahm das Unternehmen seines Oheims

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