Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 83 (19.10.1903)
- Date
- 1903-10-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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1804 men darf, daß es mich^wundert, daß es erst der Beredsamkeit des Herrn Rabbiner Dr. Klein bedurfte, um die Gemeinde auf diesen cäm W?n aufmerksam zu machen. Richtig bemerkt der bekannte Verfasser des c'fi nnv daß es besser sei, für sich miiro selbst an vv zu beten, als in einem solchen Gebäude, das vielleicht gar nicht den Anspruch machen darf, ein Gotteshaus genannt zu werden.. Aber hirtr, rrüv tdv w sbi vielleicht besinnt sich die Gemeinde Shearith Israel doch noch und macht ihrem Namen Ehre, nicht im Festhalten an dem einmal Reformirten, sondern in Abschaffung dieser unjüdischen Einrichtungen. Es ist nie zu spät, and where is a will, tliere is a way. MMtzettsngeil «us fielt iiifi. Ameuvereiiteil ttnfi für öiefelfittu tSLmmttiche jüd. Wanderbettelverelne mrv Kaflen für Durchreisende sind gebeten, uns MittheUungen über Erfahrungen, die sie auf dem Gebiete ihrer THLtigteit machen, znkommen zu lassen.) Fürth, 12. Qkt. Vom „Jsr. Wander-Unterstützungsverein" hier erhalten wir folgende Zuschrift: Schon seit längerer Zeit kommen sehr viele junge Leute aus Ungarn an unsere Kasse. Die Papiere dieser Wanderbeitler, welche auch theilweise dem Handwerkerstande angehören, sind in den meisten Fällen zweifelhaft. Dabei kam es schon in diversen Fällen vor. daß Unterstützungssuchende gar keine Jehudim sind und sich Papiere von ihren Landsleuten geben ließen, welche, wie es den Anschein haben muß, Auswahl darin haben. So kam am vergangenen Freitag wieder ein Ungar unter dem Namen „Alfred Jäger aus Klagenfurt", bei welchem konstatirt wurde, daß er Nichtjude. sei. Derselbe wurde verhaftet. Wir glauben sämmtliche Unterstützungs-Vereine aufmerksam machen zu müssen, auf diese Kategorie Leute ein strenges Augenmerk zu richten. S p r e ch s a a I* Baltimore, im September. . Vor einigen Wochen las ich im „Israelit" eine Notiz bezüglich des verstorbenen Papstes Leo XIII. und seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Blutbeschuldigung. Nun kam mir zufällig ein Schriftchen in die Hände, betitelt isScy rta herausgegeben von dein unlängst im hohen Alter verstorbenen Rabbi Nathan Liebermann s. A.. in Ritsche. Ungarn. Verfasser hes Mi 'ibk auf rvitfö. Dieser schreibt Seite 16 in dem erwähnten Heft: v'finvn 1103:51. ,it2*y hb6iwi mb ,'0112 wcxn orvv v'0'3 uv o'nvn wnoiisbis'sm.isoo ns n'iaiyn dytcxi rip brriV' ''--b irx n*.sc.i st nil rnioi Am *6: anoa cmmvj min ba ns cum u .cp'to '3;n ,scb B?"icn iboipom .io*no.i n*“£wi ~y icoa nba in bma cn rb'by '3 mrci rnio: ramrs i:i:x cum ,i*obnn ,“c:xc t2?aa .13 1*81 sm SM *pV nb'by ,c.ib 'OM INS iomi bpi?pi "n nana 21 bz nb'3S o.ib naön 10S '3 Wir sehen also hieraus, )aß Papst Leo XI!I. seine Pflicht uns Juden gegenüber gethan hat und sollte dies deßhalb auch vom „Israelit" ihm gegenüber geihan und Vorstehendes in demselben veröffentlicht werden. (Die angebliche Kundgebung Leo's wurde später offiziös widerrufen. Red. d. „Jsr.") Feuilleton. Müi Jom tob Hum Heller. 8i Von Heinrich Lebermamr. VII. Der österreichische Ministerpräsident, Kanzler Fürst Eggenberg, saß in seinem Kabinett, vertieft in einen Berg eingegangener Depeschen, Berichte und Karten, die alle auf den großen Krieg Bezug hatten, dessen Entscheidung auf den böhmischen Schlachtfeldern bevorstand. Der Fürst war zur Berichterstattung zu Sr. Majestät dem Kaiser befohlen und es fehlten nur noch zwei Stunden zu der festgesetzten Audienz, an die sich ein vom Kaiser präsidirter Ministerrath schließen sollte. Diese kurze Zeit gebrauchte der Minister, um sich über den augenblicklichen Stand der eigenen und der feindlichen Truppen genau zu informiren. Er hatte daher seinem Diener strenge Ordre gegeben. Niemanden vorzulassen. Nichtsdestoweniger meldete, der Diener, daß ein Herr Raphael Beck. Hofjude von Prag, um eine kurze und dringende Audienz bitte, die sich nicht verschieben lasse. . ' „War sonst noch Jemand da, der mich sprechen wollte?" fragte der Minister. „Der Hofmarschall Romb von Colalto war vor etwa einer Stunde da. Excellenz!" „Und?" „Und ich habe ihn Ew. Excellenz Befehl entsprechend, abgewiesen!" ' . „Du niederträchtige Bedientenseele! Wie nothwendig hätte ich den Hofmarschall bei meiner Arbeit gebrauchen können, und den weisest Du ab und einen von Prag zugereisten Juden meldest Du an, wie viele Goldfüchse hat er Dir in die Hand gedrückt?"