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Der Israelit · 1903-10-19 · Heft 83 (19.10.1903) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 83 (19.10.1903)
Date
1903-10-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
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büßte auch die denstihre Ueppigkeit war mit E^schuld<<»n,Rr.Knt«üÜung,^d»Mtzh^.>,,'m vWftd '.w* VerdeHew.hest Hestschheit lkf «ine weitere' Schwächung der Erde parallel, stvir ja auch daS Kleid enger genäht werden muß, wenn der Träger,abnimmt. Wenden wir' nun unseren Blick auf. den Träger xvv :kti in btemr no». Das jüdische Volk ward von Gott erwählt, damit es sein Volk sei. Aus Mizrajim holte sich Gott sein Volk und die*Schlußakkorde der Er^ lösungssymphonie ertönten am Sinai. Dort erhielt das jüdische Pblk gleichsam die Flügel, die es durch dir Welt tragen sollten. Diese Flügel haben aber die Eigenart, daß sie nur so lange stark bleiben, als sie benützt werden, sie gewinnen ihre Kraft und Elastizität nur durch immerwährende Thätigkeit. rwtnn oioja pi'jbjs. Beim Stillstand senken sich die Flügel, sie werden schlaff und schwach beim Stillstand derer, denen sie zum Gebrauch überantwortet wurden. .Und so lange diese Flügel in Thätigkeit waren; waren wir glücklich. Sie trugen uns durch alle Stürme hindurch, die Klippen wurden umsegelt, und sie machten unser Lebensschiff stürmfest. Wir waren sm eigenen Lande und lebten froh und zufrieden. Aber diese Freude schlug bald in Sinnentaumel um und die Zufriedenheit machte einem gewaltigen Rausche Platz. Das Land »erwies sich als zu üppig für uns, und wir durften, wenn wir nicht ganz verkommen^ sollten, uns nicht zu sänge der Segnungen dieses üppigen Bodens erfreuen. Das -Volk mußte in di« Fremde ziehen, stie Fülle und Uestpigkeit mußten schwinden, damit das Volk durch das Elend für den Wohlstand erzogen werde, durch den Mangel für die Fülle, durch die Tiefe für die Höhe,' durch das Darben für die Ueppigkeit, damit es sichln der Fülle nicht selbst verliere, über das pulsirende Leben den Sinn des Lebens nicht -"vergesse, damit es die Sinaiflügel wieder benütze, daß es in jeder noch so materiellen Bethätigung der' Lebenskraft der Flügelschlag, dieser Flügel vernehmbar sei'v '3 /h m m, Wie die Fluth zu Noah's Zeiten die Erhe schwächen mußte, damit sie für die mit sinnlichen Trieben ausgestatteten. Menschen bewohnbar sei, so mußte, sich auch das jüdische Volk schwächen, und mit dem Volke auch das Land. Dieses Land, das von Milch und Honig überfloß, ist heute eine Einöde, ist dürr trotz aller Anstrengung der Völker, .es geizt mit seinen Schätzen und will sie keinem Fremden hergeben. p«i Mt ertwo WH. Die Erde, die uns qetra- . gen, die jo freigebig mit ihren Schätzen für ihre Kinder war, mstßte die in Folge ihrer Ueppigkeit eingetretene Entartung Wer E'öhne nrMü^ech. sie waxd unfrucht^ bar, als sie ihre Kinder verloren und kann nur durch sie erlöst werden, pxb urm ns»«« camni« px brm Ueberall, wo wir uns auch aufhalten mögen, niüflen wir darauf bedacht sein, das Land, das um seine Kinder trauert, und das .erst wieder die alte Kraft, die alte Fruchtbarkeit, die alte Fülle gewinnen kann, wenn es seine Kinder bewohnen, ivenn ste wieder dir Aeckrr bestellen, zst befreien. Dir Erlösung des' Lande«, läuft der ünserigen parallel, wie auch ihr Unglück eng ver knüpft mit dem unseligen ist. Und haben mit durch das Unglück gelernt, im Glück standhaft, zu dltjben, haben wir durch die Tiefe den Weg in die Höbe funden, so folgt auf diese Höhe keine Tiefe, mit ^cfen Aufstieg kein Fall mehr, - und in ungetrübtein rgzück werden wir unseres Landes und das Land unserer froh werden. 3eit»«gAi»«chrichte« ««v «»presp»«dettje«. D « u t s-ch l.a n d. Mainz, im Tischri. Es wurde in diesen' lltalte wiederholt über die betrübende Erscheinung im /./em thum gesprochen, daß N"V3 eine immer grötze, w«. dende Anzahl von jungen Leuten in am Sabl -! neöffneten Geschäften eintritt, am Sabbat, arbeitet. Aicht oft genug-kann diese traurige Thatsache hervorgrduden und der Welt gesagt werden, um. die guten Iehudim zu veranlassen, diesem Krebsleiden im'-Judenthun: «-nt ' gegenzutreten, Mittel und Wege ausfindig zu macken, diese schlimme Krankheit auf den Weg der Besserung zu geleiten. Einem pwv xi' wird es nicht getanen, und wenn er noch so lange suchen muß, ein Menuett zu finden, das PN Sabbat geschlossene Läden dein Publikum zeigt, sondern er wird sich eingehend ci!undigen, ob das in Frage kommende Geschäft „vorn und /hinten" geschloffen ist, er wird seinem Kinde einenVrinzipal auszuwählen suchen, der dem Kleinen als '.m.'auet eines Jehudi dienen kann, der denselben. Taue!- zu wie» nun anhält. Er wird auch, die Gesei!'k.üft seines Iiingiings,genügend überwachen, .die. fk'el'I-' schüft, die heute schon so manches Von Hause auan den pi gewohntes Pflänzchen auf versend'!?,, Boden gelockt hat, und insbesondere wird der "'st s: darauf sehen, daß sein Kind der Thora erhalteir bdnbe, daß es jede freie Zeit zum fleißigeßNer«n und /uh Besuche aller vorhandenen o'W? verwende. . Eip. -iwst. wird alsp im allgemeinen sch» Kind schon sttßftf überwachen und dafür sorgen, daß esdie nrtz “sp? wie im Elterphau.se,Ho, apch-in..^derck^ritn.de. würck-st.' Wir, haben. aber-isthbesyNder« uM?fr,pen ^Kindern wstsi f wenden, di« vom ^itetnhastfe Htht getzst'^nd.yhetwäM. ' werden, die Familien entstammen, - Re es nickt '«'t'" stehen, - unfere chchtz..tzaser-' 'ML..kß» zu tvurb- Was können wir thun, um diese Kinder nicht nur /ri ter der nav -Mnnp zu erhalten, sondern sie auch unkre ■ttiitpr, zu würdigen lehrest § M'WMy die R m Stadt ausgewachsen «nt»' eistchkj'-stormal-fro m "n

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