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Der Israelit · 1903-11-26 · Heft 94 (26.11.1903) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 94 (26.11.1903)
Date
1903-11-26
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Befehl, daß sammtliche Juden nur Griechenslands Götter anbeten dürften. Ueberall im Lande wurden Götterbilder und Altäre errichtet und auf ihnen unreine Thiere. besonders das ,den Juden verhaßte Schwein geopfert. Die Feier der Sabbate, der Neumonde und Festtage wurde verboten, die Beschneidung abgeschafft, die Beobachtung der Speisegesetze, die Versammlung in Synagogen, besonders auch das Thorastudium, untersagt. Die heiligen Schriften wurden theils besudelt, theils zerrissen und verbrannt. Am 17. Tamus vollzog sich das traurige Ereignis, daß im Tempel die Bildsäule des Zeus aufgestellt ward, und am 25. Kislew begann der Götzendienst im Heiligthum Gottes. Das war im Jahre 168. (Angeschrieben l) Viele Juden fügten sich der Gewalt, andere jedoch entflohen zu den benachbarten Völkern oder flüchteten sich in Schluchten und Höhlen im Gebirge, wo sie sich kümmerlich von Kräutern und Wurzeln nährten. Von dort aus drangen die Chassidäer auf heimlichen Wegen in die Städte und Dörfer, ermuthigten die Schwachen, stärkten die Schwankenden. Viele starben den Märtyrertod. So wird uns von einem 90jährigen Greis namens Eleasar erzählt, daß er in's Gefängnitz geworfen ward, weil er sich weigerte. Schweinefleisch zu essen. Der Gefängnißwärter hatte Mitleid mit dem Manne, reichte ihm erlaubtes Fleisch und sprach: „Iß dieses und thue nur so, als hättest Du Schweinefleisch gegessen." Eleasar aber sprach: „Das würde meinem Alter übel anstehen, wenn ich so heuchelte und der Jugend ein schlechtes Beispiel gäbe. Ich will lieber die Strafe der Menschen erdulden, als die Strafe Gottes, der ich ja doch nicht entgehen kann." Er starb darauf den Märtyrertod. Eine Mutter ließ sich mit ihren sieden Söhnen tödten, da sie sich nicht vor Götzen bücken wollten. Alle Versprechungen und Drohungen des Königs halfen nichts. Sie gingen muthig in den Tod. Wegen all dieser Vorgänge und Grausamkeiten nannte man Antiochus bald „Epimanes", d. h. der Wahnsinnige. Durch den Widerstand der Gesetzestreuen noch mehr aufgebracht, schickte er im Lande Schergen, d. h. Auskundschafter oder Späher umher, damit er umso sicherer sein Ziel erreiche, die jüdische Religion auszurotten. Wer bei einer gottesdienstlichen Handlung betroffen wurde, war des Todes. Selbst hellenistische Juden spielten die Verräther.' So wurden einst in einer Höhle 1000 Glaubenstreue entdeckt, die sich dorthin versteckt hatten. Die Höhle wurde umzingelt und alle Eingeschlossenen schonungslos niedergemacht. Mehr als sechs Monate, wüthete so Antiochus Epiphanes, bis durch Gottes Fügung eine Wendung zum Besseren eintrat. (Abschnittweises wiederholtes Vorerzählen.) -> (Abfragen des Abschnitt a.) Welcher Partei gehörte der Hohepriester Jason an? Warum behielt er trotzdem sein Amt nicht? Wer war sein Nachfolger? Auf welche Weise erlangt Menelaus das Hohepriesteramt? Welchen Einfluß hatte dies auf den abgesetzten Jason? Wann gedachte er seinen Racheplan ausführen zu können? Wie faßte Antiochus den Kampf gegen Menelaus auf? Erzähle von dem Kampfe in Jerusalem und von der Tempelschändung! Welchen Scheingrund gab Antiochus für sein Handeln an? Welche Folgen hatte diese Verleumdung? Erzähle von dem späteren Neberfalle des Feldherrn Apollonius! Wo war der Hohepriester Jason während des Kampfes? Erzähle von Menelaus als Hoherpriester! (Abschnitt d.) Welchen verruchten Plan faßte nun Antiochus Epiphanes? Welches traurige Ereigniß geschah am 17. Thamus? Am 25. Kislew? Wie verhielten sich die Gesetzestreuen? Auf welche Weise suchten sie ihren Anhang zu stärken? Erzähle von dem Glaubenshelden Eleasar! Von der Mutter mit ihren sieben Söhnen! Welchen Beinamen erhielt nun Antiochus? Wie verschärfte noch Antiochus seine Maßregeln? Welch' schmachvolle Rolle spielten da wieder Hellenisten? Wird wohl Antiochus sein Ziel erreicht haben? 3. Association. Es war eine schwere Zeit für Israel. Die Hellenisten selbst werden sich die Folgen ihres Thuns nicht so gedacht haben. Das war auch bei den Kundschaftern so der Fall. Die Reue kam zu spät. Auch dem Ahasveros hatte man geschmeichelt und schließlich bedrohte er Israel mit dem Untergange. Dem Ehrgeiz des Menelaus steht die Bescheidenheit Moscheh's. den die Thora als den „Demüthigsten aller Menschen schildert", gegenüber. Ahron ist das Muster eines liebevollen, friedliebenden Priesters. — Der Unschuldige muß oft fliehen und leiden. (Jakob bei Laban, Josef in Egypten, die wahren Propheten bei

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