Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 70 (3.9.1903)
- Date
- 1903-09-03
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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zur Hebung dieser Zweifel beizutragen, habe er alle Dinim in kurzer prägnanter Weise ausgezeichnet. Die sehr leicht übersichtliche Tafel, die in hebräischer Sprache abgefaßt ist, dürfte sich, wo sie in Synagogen und Privatbethäusern angebracht wird, durchaus als nützlich bewahren. I. L. Z'.zba 722X2 nchv ’;s3 ttcöi ~ny rrswro m:x. Deutscher Titel: Agadath Bereschith. Midraschische Auslegungen zum ersten Buche Mosis. Nach den ältesten Druckwerken, in Vergleichung mit einer Oxforder Handschrift, cod. 2340 herausgegeben. Mit Erklärungen und einer Einleitung versehen von Salomon B über. Krakau 4902. Druck und Berlag von Josef Fischer. tpr 'w Eipn nzv »:eb. Diese Worte unserer p'.im hätte Vuber seiner neuesten Publikation voranschicken können, denn sie ist als Huldigungsgeschenk gewidmet einem noart n;pt? fpT, dessen Ueberschreiten der Schwelle des Greisenalters, alle Kreise des Judenthums mit freudiger Begeisterung gefeiert haben, sie trägt den Namen Dr. Berliners, dem der Verfasser in einer schönen hebräischen Widmung seine bewundernde Anerkennung und seinen Glückwunsch ausspricht. Unter den mannigfachen litterarischen Gaben, die Berliner an seinem Jubeltage empfangen, dürfte dies die werthvollste sein, und auch wir haben Grund, angesichts dieser neuesten Leistung des unermüdlichen und unvergleichlich erfolgreichen Forschers auf midraschischem Gebiete, auszurufen nz'v 'jbö mim cpn. Am Tage, da er sein 75. Lebensjahr vollendete, hat er die Vorrede zu diesem Werke geschrieben. aber es trägt nichts Greisenhaftes an sich, wir müssen vielmehr anerkennen, daß esim besten Sinne des Wortes c’;p? aya an sich trägt, und wer sich in hohem Alter solcher Leistungsfähigkeit rühmen kann, der besitzt die Drohne jedes Anzeichen der nanp. Es ist diesmal ausnahmsweise kein handschriftliches Werk, welches durch Bubers erfolgreiche Edition seine Auferstehung feiert, denn der rwriia m:x un-io liegt bereits in zehn Ausgaben gedruckt vor, und doch können wir sagen, daß wir, trotz zehn vorausgegangener Editionen, den srno erst jetzt in seiner wahren Gestalt vor uns haben, in einer würdigen, den kritischen Anforderungen unserer Zeit Rechnung tragenden Ausgabe. Dem Spürsinn Bubers ist es gelungen, das einzige Manuskript, welches von diesem Midrasch noch vorhanden ist, aufzufinden und seiner Edition zu Grunde zu legen. In Neubauers Katalog des Bodleiana führte dieses Manuskript den Titel 'n'bx td nan, doch Buber vermuthete. daß sich unter diesem Titel der rwxia m;x e**nc verbirgt, und als er sich eine Abschrift davon kommen ließ, fand er diese Vermuthung bestätigt. Die älteste Druckausgabe, auf welche alle anderen zurückgehen, rührt von R. Menachem di Lonzano in seinem Werke nrv w her: Venedig 1618. Die zweite Edition veranstaltete R. Abraham, ein Sohn des berühmten Wilnaer Gaon R. Elia s. A., der auch eine werthvolle Vorrede dazu schrieb. Zwei Jahre später, 1804. veranstaltete ein Mann, '^xiaa apr n einen Nachdruck, und eignete sich das geistige Eigenthum seines Vorgängers an, indem er seinen Namen unter die Vorrede setzte und jede Erwähnung des Gaon wie ’ax %nx u. dgl. einfach wegließ. Es ist ihm in der That gelungen, alle Lrtterorhistoriker, sogar Zunz, zu täuschen. Buber, der die Vorrede des R. Abraham vollinhaltlich und in ursprünglicher Gestalt abdruckt, hat sich das Verdienst erworben, einen verwegenen Plagiator zu entlarven und dem wahren Eigenthümer zu seinem Rechte verholfen zu haben. In zwölf Kapiteln bespricht Buber in der Einleitung Nanien und Wesen, Autor und Zeit unseres Midrasch, die -Quellen, aus denen er geschöpft, das Narnensregister der Tannaun und Amorarm, die er anführt, die Werke der früheren, in denen es angeführt wird, die lateinischen und griechischen Fremdwörter, die ihm Vorkommen und sodann folgt eine Beschreibung des Qxforder Manuskriptes und das Anfangskapitel aus demselben, welches in unseren Druckausgaben fehlt. Soviel über die Vorrede. Den Text des Werkes begleitet er fortlaufend mit Noten und Anmerkungen, in denen auf Quellen und Parallelstellen hingewiesen, sprachliche und sachliche Erläuterungen gegeben werden. Es ist beinahe selbstverständlich. daß alles mit unendlichem Fleiß, mit ungewöhnlicher Belesenheit und mit gewissenhaftester Korrektheit gearbeitet ist. Wer je ein Werk von Buber zur Hand. genommen, weiß, daß er in dieser Beziehung nicht zu übertreffen ist und daß seine Arbeiten uneingeschränktes Lob verdienen.' Hoffentlich haben wir noch oft Gelegenheit, dieses Lob zu wiederholen und an seinen Arbeiten lins zu erfreuen, tto —n— Predigten von Dr. Isidor Hirsch, Rabbiner und Prediger in Karolinenthal b. Prag. Prag 1903. Verlag von Jakob Brandeis. Preis 3 Kronen. 200 S. gr. 8-. Als ein vya “at im besten Sinne des Wortes ist diese Sammlung von 30 Predigten anzusehen. Alle Fragen, die das religiöse Leben der Gegenwart bewegen, alle litterarischen Erscheinungen, die jetzt im Vordergrund der Erörterung stehen, finden in ihr ihre sachgemäße Würdigung im Sinne eines denkenden, philosophisch gebildeten und glaubenstreuen Anhängers des Judenthums. Zur Bekräftigung dieser Thatsache genügt es. auf einzelne Titel dieser Predigtsammlung hinzuweisen. Nr. 9: Was ist Judenthum? Nr. 10: Ewigkeit und Einigkeit; Nr. 11: Die Blutan-