Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 70 (3.9.1903)
- Date
- 1903-09-03
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1556 nzff: ein Gebet für sein Seelenheil und das seiner Frau gebetet werden, und ist dieser 2:22 auch im Synagogenbuch der „Vrill'schen Schul" in folgenden Moren verzeichnet: 'äs rzvx 2:2 p 7x*~t? rer; 2*pbx rsr rzr. rrrn rare n-!:r 7*272 222*7 r.2 nb—r. Die von Rabbi Esriel Brill gestiftete Synagoge „Brill'sche Schul" ist. abgesehen von der großen Gemeindesynagoge, die schönste von den acht kleinen Synagogen Preßburgs. Sie besitzt die schönsten und werthvollsten Thoravorhänge, von denen das oben erwähnte, von Rabbi Jizchak Brill im Jahre 5460 gestiftete, in antikem Stnle gehaltene Porauches das werthvollste ist. Am 23. Jjar des Jahres 5578 wurde Rabbi Esriel Brill in ein besseres Jenseits abberufen. Sein Hinscheiden erregte allgemeine Trauer in Preßburg. und dieser tiefen Trauer gab am 27. Siwan dieses Jahres der große Ravbi Moses Sofcr s. A. in der großen Synagoge in einem die ganze Trauergemeinde tief erschütternden Hefped Ausdruck. Anknüpsend an die Talmudivorte: zzrrri Trex* x:~r- *xn rbs nre 22X rr.'2 schilderte er den großen und herben Verlust, den Preßburg in der kurzen Zeit von dreißig Tagen erlitten, da es in diesem kleinen Zeitraum drei große Männer verloren. Als besonderen schweren Verlust schilderte der Verfasser des *»£*2 cr.rr den Verlust dieses Großen in Israel, Rabbi Esriel Brill, da mit ihm die Krone und der Glanz Pretzburg's dahingeschwunden sei. Wie hoch Rabbi Moses Soser den Rabbi Esriel Brill geschäht, dies ist aus dem Wortlaut des in seinem r. b 77 “2**22 -c: z'vrrr. ersichtlich. Tort heißt es: dx X2: z~z ~r “rrx “"2 2*~“7?vbv 7*rrx*. P2*X22 ,bx--L" *y*7 x'i: xrkr, dx^L" *.722 er c*;r7;r , Ai 77 »-?SS II-U .7Ä-U. * « ti Ss* p2*7 2*2>2 :£**:2 *2*2* 27* ~z p:«?: p**2 2*2 “2*x *^*c bzz z":"jb '.:b n*n rb'rzb :z'byz t*>* tbxnrz r.7*ri “i^x? 2*2 b'jz ,rv; U'L bzz: :;*22: £22 rr.fnrrnz 22*2 X? *.'2*2* "2* 2:0202 2*—22* 2*22 2*2* p**22 2*2*r*,*d 2X- 27'?22? .2222» ***2 2*2*2 7**22»2d nb*.2p2 2*.*:222*. 2'?*.2: 2*L* PX22°? 2" 2.-.*?2: *2**2 22: *.2L**2 2:222 xtz: *27*2 2:222 xd Des Leitern heißt es .2*2 *;*2.b2p *2^*2: ::-.*x2 22 *2 dort: *.*xv* b!x* bx"r,' 222 “x*£22 p*7i*2 bv :rr22 *2: 2: ,b*2: 2:^2*” '72 2'vbx 222 2*.d2-2» *, L»2> *.2£222 2*p2*> *.27*22» bs :7 rpr'-b :r.*22 >22'2 2*72*».27 **2X xd zV>2 .722 2*^22 px: :*£:2 bxz :22 2*22 Auch bei Rabbi Esriel Brill war wie bei dem bereits früher geschilderten R. Wolf Teben r.m:r. 2rx 2*p22 .27*.2:*. Thoragelehrsamkeit und hohes Ansehen vereinigt. Das Andenken dieses Frommen wird stets ein gesegnetes bleiben. R. M i ch e l K i t s e e r s. A. (Gest. 5605.) Ter durch seine große Talmudgelehrsamkeit und seine Reichthiirner in hohem Ansehen stehende R. Michel Mitfeer war ein Sohn des gelehrten und vermögenden R. ^Samuel aus Mitfee, einer kleinen, aber uralten Gemeinde nächst Preßburg. Er war ein p.222: *-?sdi, des berühmten Gaons Rabbi Mordechai Beneth, Landesrabbiner in Nikolsburg, zu dessen hervorragendsten Schülern er zählte. Als er nach mehrjährigem Befnche der Jeschiwa in Nikolsburg nach seiner Vaterstadt Preßburg zurückgekehrt, führte er die Tochter des berühmten Parnes von Preßburg und Thoragelehrten R. Mendel Teben als seineGattin heim. Auch bei R. Michel Kitseer war 22.x 2*.p22 26:2;: 22:.-., Thoragelehrsamkeit. Reichthum und hoher Rang in einer Person vereinigt. Er versammelte um sich eine große Schaar würdiger Schüler, die sich an dem Borne seines Thorawissens labten, wie dies auch der große Rabbi Moses Sofer s. A. in seiner .22222 zu dem Werke Rabbi Michel's 222; *2^2* lobend hervorgehoben hatte. Seine Frömmigkeit und Liebe zur Thora war so groß, daß wenn er auf der Straße ging, seine Lipven fortwährend 22*2 *722 murmelten. R. Michel Kitseer war ein scharfsinniger Talmudgelehrter und theilte er oft feine rr?.r, *V*2*2 seinem großen Lehrer Rabbi Mordechai Beneth mit, wie aus dessen an R. Michel Kitseer im Jahre 5554 gerichteten in seinem 2222 »2^ veröffentlichten 2*2222 zu ersehen ist. Dieselbe beginnt mit folgenden Worten: "£ 7x2:2: 72:? *2X bv 2222 *2;x 2*2? 72.22X 7? 2*.2 222 22 TlTS 22*2 2*? ,2»’7£' T'2Sy: *2'.'72 *:b> 22'S .72: TX2 2.T 22b J*CX2 pT2 *]22»*2 s.2*X '2 2*2 \".zbz R. Michel Kitseer war auch ein eifriger und wackerer Streiter gegen die Gesetzesverletzer, wenn es galt, die Religion gegen die Neuerungssüchtigen zn verteidigen, und war sein Name in den weitesten jüdischen Kreisen rühmlichst bekannt. Es war ihm ein Leichtes. Tausende von Gulden hinzuopfern für die Erhaltung und Förderung der jüdischen religiösen Institutionen. Ten größten Tbeil seiner Zeit brachte er mit dem Thorastudium zu. Er lernte und lehrte Thora mit seinen vielen Schülern und sammelte seine Gciftesschähe, welche er in seinem im Jahre 5598 erschienenen Werke 2.22; -nbv veröffentlichte, welches dessen scharfsinnige Novellen zu vielen Traktaten des Talmuds enthält. Im Jahre 5603 gab er den zweiten Thöil seines Werkes heraus, welcher eine Sammlung seiner Ehidnschim zur n*rx*. 22» 722;rS*r und zu den 2:2*2 '772 22*2* wie auch eine Bliithenlese agadischen Inhalts umfaßt. Zwei Jahre darauf, nämlich in den Selichothiaaen des Jahres 5605, ^vurde er von seiner irdischen Lanfbabn abberufen, beweint und betrauert von seiner Gemeinde, zu deren hervorragendsten und gelehrtesten Männer er gezählt, und tief betrauert von dem großen Führer Rabbi Samuel Wolf Schreiber, dem Verfasser des **2*2 222. der seine große Frömmigkeit und immense Thoragelehrsamkeit in einem tief ergreifenden Heiped geschildert batte. Wir schließen dessen Biogravhie mit dem Wunsche dx**2**2 22*2 *2*22 I (Schluß folgt.).