Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1903-08-31 · Heft 69 (31.8.1903) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 69 (31.8.1903)
Date
1903-08-31
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2449890-2449955--58967-2523409
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1583 wurde der Antrag der Ostafrika-Minorität. daß die Organisation der Ostafrika-Expedition. sowie deren Entsendung von einem weiteren Atkionskomitee zu geschehen habe, angenommen. Für die Ostafrika-Expedition sind bereits 1500 Frs. gezeichnet worden. — An diese Verhandlungen schloß sich eine längere freie Diskussion über den Nationalfonds und damit verwandte Fragen. Basel. 28. August. In der Schlußsitzung referirte F r i e d e m a n n - Wiesbaden über die Aenderung des Organisationsstatuts. Es wurde beschlossen, daß künftig re zweihundert statt bisher hundert zionistische Wähler einen Delegierten wählen. Die Nationalbibliothek in Jerusalem soll 2000 Frs. erhalten. Jeder zionistische Verein soll »ihr jährlich drei Rubel zuwenden. Hierauf wurden die Kommissionen und ein großes Aktionskouritee von 50 Mitgliedern gewählt. Die Vertreter Deutschlands sind Dr. Bodenheimer-Köln. Dr. Moses-Mannheim. Dr. Klee-Berlin; Ersatzmann ist Friedemann-Miesbaden. Der Ausschuß mit dem Sitz in Wien und Herz! als Präsident wurde bestätigt. Herzl sagt in seinem Schlußwort. der VI. Kongreß habe in keiner Weise das Basler Programm verlassen, obschon man sich für Ostafrika entschieden habe. Der Kongreß wurde darauf unter Szenen höchster Begeisterung mit Hochrufen auf Herzl und den Zionismus geschlossen. Rabbiner Reines (Jargon) gibt die Anregung, zum Laubhüttenfest die Ethrogim nicht mehr aus den griechischen Plätzen, sondern aus Palästina zu beziehen. Auch in diesein Jahre steht dem kein Hinderniß entgegen. Wer dies verweigere, mißachte die religiösen Gesetze. Anmerkung der Red. d. „Isr.": Herr Rabbiner Reines denkt gewiß nicht daran, daß er mit dieser Anregung den jüdischen Händlern in Korfu das Brod zu cnt ziehen sucht. Zeitungsnachrichten und Correspondeuzen. Deutschland. Ortclsbnrg, im Aug. Vor einigen Tagen feferte das Vorstandsmitglied der hiesigen jüdischen Gemeinde. Herr Aron Z w i l l e n b e r g , seinen 70. Geburstag. Die Vertretung der Gemeinde hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Jubilar, der sich auf den verschiedensten Gebieten der Verlvaltung hervorragende Verdienste erworben, an seinem Ehrentage die verdiente Anerkennung zu erweisen. In den Vormittagsstunden wechselten in ununterbrochener Folge Gratulationen der aus Nah und Fern zusammengeströmten Kinder und Verwandten, der Gemeindemitglieder und offiziellen Abordnungen. Ein Diner, gegeben von der isr. Gemeinde Ortelsburg, vereinigte dann alle Festgäste zu einem gemüthlichen Beisammensein, bei welchem der erste Vorstand, Herr B. Davidsohn, mit kurzen Worten in trefflicher Weise ein Charakterbild des Jubilars, sein Wirken und uneigennütziges Handeln während des mehr als 43jährigen Aufenthaltes in hiesiger Stadt zeichnete. Als äußeres Zeichen der Anerkennung verehrte die isr. Gemeinde ihm einen prachtvollen, silber - vergoldeten Chanukah-Leuchter mit entsprechender Widmung. Der Sohn des Jubilars. Herr Musikdirektor W. Zwillenberg aus Kaiserslautern, machte darauf die Mittheilung, daß die Kinder des Jubilars zum Andenken an den 70. Geburtstag ihres Vaters einen Traubimmel der Gemeinde gestiftet hätten. Die feierliche llebergabe des mit prachtvoller Goldstickerei verzierten Trauhimmels erfolgte am 'v nv, die mit einer erhebenden Feier verknüpft war. Rappenau (Baden). 25. Aug. Vor mehreren Tagen weilte Ihre König!. Hoheit die Großherzogin von Baden in unserer Mitte. Dieselbe besuchte die Ausstellung weiblicher Schülerarbeiten der Bezirksgemeinde. Zu den Ehrendamen, die sich in dem betr. Saale aufzustellen hatten, wurden auch zwei geachtete, jüdische Frauen des Bezirkes zugezogen, nämlich die Frau des Gemeindevorstehers Joseph Strauß von Grombach und Frau Götter von Ehrstädt, mit denen sich die hohe Fürstin in der huldvollsten Weise unterhielt und sich nach manchen Verhältnissen interessevoll erkundigte. W. vermischtes. München. Der in Altbauern weitverbreitete Verein .Bancrwald" bat in seiner in Straubing stattgehabtrn Gencralucrsa,nuilung den Antrag Nürnberger Vercinsgenossen. es möchten auch Juden in den Verein ausgenommen werden, einstimmig abgelcbnt. Juristischer Belrath deS „Israelit." Unsere Abonnenten «rkialten unentgeltliche Auskunft in alle« NechtSangelegenhriten. Abonnementöqnittung ist gefl. bet» zulegen. Auch wolle man nngeben, ob man dl« Anfragen brieflich oder lm Blattte beantwortet ,u haben wünscht. Die Anträgen werde« von einem bedeutenden Aurlsten eingehend brantwortet. T. S.: Sobald eine israel. Gemeinde ebenso wie der Staat zur creculorischen Eintreibung der Steuern berechtigt ist. dann kann sie auch früher zu wenig erbobene Stenern nachträglich einzieben. Es gelten bierfür dieselben Vestim» mnngen wie für die staatlichen Stenern. Briefkasten der Nedaetion. M. i!8. Wenn nicht zu umsangrelch, ja. Frdl. Grnß. Abonnent in Trier: Sie fragen: Ruft der Vor- : bcter bei Einsegnung des Neumondes, wenn zwei Tage

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.