Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 66 (20.8.1903)
- Date
- 1903-08-20
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2446951-2449890-2449952--58883-2523322- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
' 1458 nationalen Nabbiner-Verbandes. Seine Eingaben stützte er auf folgende Punkte: Die Rabbiner aller Länder gründen Landes-Verbände, diese Einigen sich zu Gruppen, jede Gruppe wählt Vertrauensmänner, die zusammen die ..Internationale jüdische Repräsentanz" bilden. Die Beschlüsse der Versammlung dieser Vertrauensmänner haben offiziellen Charakter und verpflichten das ganze Judenthum. Dieser Antrag wurde nach kurzer Diskussion von den Versammelten enthusiastisch angenommen und entfielen dadurch die übrigen diesbezüglichen Anträge; ferner wurde beschlossen, mit den anderen Punkten der Tagesordnung sich auf der nächsten Landesversammlung zu beschäftigen. Der Rabbiner aus Jaslowietz beantragte, daß entsprechende Schritte gemacht werden mögen, daß die jüdischen Soldaten rituelle Beköstigung erhalten. Am Schlüsse der Konferenz drückte Rabbiner S chi r aus Tarnow dem Rabbiner Kohen aus Kairo die Anerkennung aus für dessen Initiative zum Abhalten des Kongresses, dankte dem Präsidium für die schwierige und eifrige Durchführung der Berathungen und nahm mit Genugthuung zur Kenntniß, daß der Kongreß mit einem Beschluß endete, der in den jüdischen Annalen eine epochale Bedeutung haben wird. Der Vorsitzende, Rabbiner Horowitz, dankte den Theilnehmern für den zahlreichen Besuch, und mit einem „Hoch" auf den Kaiser schloß er den Kongreß. Die zur Versammlung eingetroffenen galizischen Rabbiner sollen noch im weiteren Verlaufe als Landeskomitee die Berathungen fortsetzen. Bericht der „Wiener Morgen-Ztg." vom 12. Aug. Aus B u d a p e st wird uns telegraphirt: Hiesige Blätter melden, daß der in Krakau tagende Rabbinerkongreß, auf welchem bekanntlich ein eidlicher Protest gegen das Ritualmord-Märchen erhoben wurde, beschlossen har, den Protest, der eine große Anzahl von Unterschriften angesehener Rabbiner aus aller Herren Länder trägt, dem Papste mit der Bitte zu unterbreiten, mit seiner Autorität gegen dieses Märchen auszutreten und bei den Gläubigen seiner Kirche dahin zu wirken, daß dieser Aberglaube aus der Welt geschafft werde. Die Rabbiner hatten sich mit einem solchen Plane schon zu Lebzeiten des Papstes Leo XIII. getragen, können jedoch denselben-zufolge der Verzögerung des Kongresses erst jetzt zur Ausführung bringen. Adolf W e i ß m a n n. G v t fl in n i l e x t deS in Krakau auf dem Rabbiner-Congreff gesprochenen CideS. nvBTi d:b* ax cnia tsnr& ex iiry 157573 12572 mxa #c'23ii yryx xxirb c'Z'tn 711x2 wen cebx 1221 nv pyrr 7102371 ivzb miB7 Tiinxa yvsrrrov b3 ran'byi rfz xnai 7171 bv /mm 7171337 cra cyaera pi abi t*mn ,pxm 2*227.1 '.ibx *i zvz ,*>271 '38m rb'bv ,»82 byy TivnyaTt ,112221 nWyro "pt ,nix TiiaBTia brr'!«" ya ynx hy b'bynb.12-21 pn nw» ir.n ittw ,mn ei'x bv cik c~a a^aicce* ,r.ixa 211287 ni mxB7 awiaa ix ,2122 x rr,sa ,71*711 may -praA nn? p'x ix ct,.t xb ci .2121 ips* rb'by -rt — ,mnx x'bvri 2137 inxb 370287 rwnpn ma nwa ied CV3 yxsa xbi ixxi xb Schern 'bzz «rafon ,2*21121 2x22 ,m?a w\n ,ns“bvzvn '*182 -31 17111711 2*80121 bei ,1*821711 .77!lb'321 ,0821 .X1821 0X571 ,C'X-NX7N CXVX-.1 Cp3121 t»31 ,-p*)7 pl-VI ,T\bzprt ib'LX IX ,C2»ai pm 131 2187 ,bbai2 X»' an? 'ba 2082 71X221 1*138 .18*72 nrnx by X1D1 121 7N'X IX ,27122 .HX 12’JH2X 7113X1 12'7113Xa 12*?3p 357X 2*231.1 12N2X Ci ,7113 ybap xb 21911,311 ci*yis bzb c2122.117112211 rmna ciyr 12 X1 xb rxi .113 37712 2.122 'X .H2i2 2187 2.12 127287 xbl ,C'L18 C872X IX .1713 11'X 12'2'3 X72'8» cbl72 127287 xbl 1227157 25731 ,71171 371712711 ppi5727N 7*1.1 -313 .ib'bn 1877*87 pt7X t>33 71 12117' j3 ,333 7*.-8"31 C'27131 712X3 C'73572 .fax 71282 ZeiLEgsnachrichten uns Eorrespoudeuzeu. Deutschland. Randegg, 17. Aug. Herr Dr. Moses H o f f - mann in Frankfurt a. M., Sohn des Direktors des Rabbinerseminars in Berlin, wurde Hierselbst zum Rabbiner gewählt. Oesterreich. Wien, im Aug. (Ein Auswanderer aus Kischinew.) Einer Gruppe von rumänischen Juden, die nach Amerika auswandern und die sich kurze Zeit in Wien aufgehalten haben, schloß sich ein Emigrant an. der bei dem Massacre in Kischinew nur das nackte Leben retten konnte. Er erzählt, daß er bei einem Weingroßhändler bedienstet war und als Reisender ein gutes Auskommen finden konnte. Als die Metzelei begann, sei er mit zwei älteren Kindern in die Kellerräume eines Hauses geflüchtet, das einem Russen gehörte, während seine Frau mit einem Säugling ein anderes Obdach beziehen mußte, da das Weinen * des Kindes den Schlupfwinkel leicht. hätte verrathen können. Die Flüchtlinge getrauten sich kein lautes Wort zu sprechen, und fürchteten sich, bei Einbruch der Rächt Licht anzuzünden. Als endlich nach vierzigstündigem Sengen und Morden wieder Ruhe in Kischinew eintrat und die Flüchtlinge ihre Verstecke verlassen konnten, bot sich ihnen ein fürchterlicher Anblick dar. Der Chef des Mannes, welcher bis zu den Schreckenstagen ein vermögender Kaufmann gewesen war, ist