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Der Israelit · 1903-07-30 · Heft 60 (30.7.1903) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 60 (30.7.1903)
Date
1903-07-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Rubriken wieder Richtpunkte angegeben, die das Ein- : ordnen des Materials erleichtern. Wir können sie hier nicht anfzählen. — In jeder der zehn Gruppen sind aber die bibliographischen Hinweise in folgender Ordnung aufzuführen: 1. Statistische Publikationen. 2. Encyklopädien, Bücher und Broschüren, 3. Wissenschaftliche Zeitschriften und nichtjüdische Presse, 4. Jüdische Zeitschriften. — Bei letzteren genügt es nicht, die Artikel in den Registern nachzusuchen; es mutz Nummer für Nummer durchgesehen werden. Die Nachforschungen sollen sich etwa bis zum Jahre 1370 zurückerstrecken. Nur die statistischen Publikationen der Staatsämter sind von ihrem Beginnen an durchzublicken. . Soviel über die „Instruktionen". Das gewaltige Material wurde in Berlin zentralisirt, von der „Redaktions-Kommission" unter Vorsitz von Dr. Alfred Nossig bearbeitet. Für den ganzen Arbeitsplan waren überhaupt in Berlin vier Arbeitsgruppen geschaffen worden mit insgesammt 42 Mitgliedern. Jede Gruppe hatte ihren Vorsitzenden. Für die Bearbeitung und Uebersetzung des zahlreich einfließenden russischen Materials wurde eine besondere Arbeitsgruppe gebildet. Man sieht, welche Summe von Mühe und Arbeit in der „Bibliographie der jüdischen Statistik" steckt, wo es galt, Tausende von Publikationen zu suchen und zu ordnen. Unter den jüdischen Zeitschriften wird natürlich auch der „Israelit" häufig genannt und benutzt. So z. B. „Israelit 1890, Nr. 54, S. 971. Berlin. .^Zunahme der Vevölkerungsgruppen im deutschen Reiche." 1892, 2. Beilage zu Nr. 78, S. 1500. Berlin. 1893,1. Beil, zu 62. S. 1193. Bei der Moralstatistik: „Israelit" 1891, Nr. 42, 2. Beil., S. 783; 1893, Nr. 16. S. 287, 2. Beil, zu Nr. 101; 1894. Beil. Nr. 68. S. 1275. Kriminalstatistik. — Statistik des geistigen Lebens: 1890, Nr. 43, Leitart., Schulstatistik; 1891 Nr. 78. S. 1485. Nr. 79 und 80 1892, 3. Beilage zu Nr. 81/82, 1894 2. Beil. z. Nr. 38/39. Fast auf jeder Seite und in jeder der zehn Rubriken sind die stat. Publikationen des „Israelit" berührt. — Die Bibliographie — also der erste Theil — zerfällt in die allgemeine jüdische Statistik und in die der einzelnen Staaten und Länder. Selbstredend sind alle Kulturstaaten vertreten. Wir finden auch Peinen. Persten, Chochin. China, Japan. Afrika, Algier, Tunis, Marokko, Abessinien, Egypten, Brasilien, Argentinien, Südafrika u. a. m. Der 2. Theil umfaßt die „Statistischen Arbeiten jüdischer Organisationen." Nach dem Muster der Berliner Zentrale wurden nämlich in anderen Städten und Ländern Sektionen gegründet. Die Arbeiten dieser Sektionen sind der Inhalt des zweiten Theiles. So sind vertreten Wien. Lemberg. Odessa. Warschau, Tomsk, Philippopel, Bern. Hamburg. Es besprechen: Leo Bramsohn die Arbeiten der „Jewish Calonisation Association", Alfons Blum die Enquete über die wirthschaftliche Lage der jüdischen Bevölkerung in Baden (sehr interessant!), Dr. Siegfried Fleischer die Enquete über die Lage der jüdischen Bevölkerung Galiziens, Gotthold Weil die Statistik der Juden in England und Amerika, die Arbeiten der anglo-amerikanischen jüdischen Jahrbücher; Berthold F e i w e l die Arbeiten des Bureaus ..Jüd. Hochschule" — Enquete unter den westeuropäischen Studirenden. — Aus diesem zweiten Theil — der übrigens auch volle hundert Seiten umfaßt — ist auch die Organisation der Berliner Zentrale genau bis in die Details zu ersehen: Die Satzungen des Vereins, die Satzungen der Sektionen, die Konzentrirung jüdischer statistischer Arbeiten, der Kostenentwurf für eine Statistik der jüdischen Bevölkerung Deutschlands u. s. w. — Ganz besonders hervorgehoben verdient die Arbeit von Leo Bramsohn über „Die Lage der Juden in Rußland". Hier sind statistische Tafeln zur Uebersicht angefügt. — Uns Deutsche dürfte namentlich die durch die Lamey-Loge in Mannheim i. I. .1900 veranstaltete Enquete über die wirthschaftliche Lage der Juden in Baden intereffiren. 93 Gemeinden umfaßte die Umfrage; es wiegt der Zwischenhandel in Geld, Grund, Boden. Vieh, Getreide u. s. w. vor. Es betreiben 36,9 pCt. Viehhandel. 23,9 pCt. Waarengeschäfte, 5.5 pCt. Handwerk, 0,8 Landwirthschaft u. s. w. Bezüglich der Berufswahl der jüdischen Jugend Badens hören wir durch Dr. Julius Moses, daß in den letzten fünf Jahren 60 pCt. sich dem Kaufmannsstande zuwandten, 17,2 pCt. dem Viehhandel, 16,2 dem Handwerk u. s. f. 21 Seiten umfaßt die Statistik und Enquete der Juden in Galizien. jenem Lande, das durch sein Elend und die Armuth notorisch bekannt ist. Auf S. 213 sind die Gelehrten und Mitarbeiter aufgezählt, die. dort sich um die Enquete verdient gemacht. Wer sich über die eigenartigen Verhältnisse dieses eigenartigen Landes informiren will, der greife zur „Jüd. Statistik". Der dritte Theil umfaßt „Beitrage zur Statistik der Juden in einzelnen Ländern."' So schreibt B. Goldberg über die jüd. Bevölkerung Rußlands; Leo Wengierow über die Juden im Königreich Polen, Dr. A. K o r k i s über die Bewegung der jüdisch. Bevölkerung in Galizien; Dr. Rimalowsky behandelt die „jüdische Bevölkerung in Bulgarien. — Eduard Bernstein ist vertreten mit einer Abhandlung über die eingewanderte jüdische Bevölkerung Englands. Wer sich für die 600,000 Juden Newyorks interessirt und für die halbe Million im Vorort Manhattan. der lese „über die jüdische Bevölkerung Jewyork's" von Joseph Jakobs. (S. 345.) Wir hören da, daß vom Oktober 1884 bis August 1902 im Hafen von Newyork 561,070 Juden landeten, 216,126 männliche, 152.769 weibliche Erwachsene und nur 192,035 \

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