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Der Israelit · 1903-07-02 · Heft 52 (2.7.1903) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 52 (2.7.1903)
Date
1903-07-02
Page
– (sequence 11)
Language
German
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!! 1 I f 1151 pjN' bringen *x 'v in vergleichenden Zusammenhang mit der ds-Sünde, sowie jenes Kalb Alle verunreinigte, so verunreinigte diex'v ebenfalls Alle, die sich mit ihr beschäftigt haben.) Wir begegnen diesem rnrnn rpn ra« noch einmal in der Thora in mso Kap. 31, Vers 21, wo die Rede von den zu reinigenden Speisegeräthen ist, sowohl hier als auch dort eine Grundbestimmung, die ohne dein Verständniß zur Ausführung zu kommen hat. Daß diese beiden Gesetze, und von diesen das ungleich schwerer zu verstehende '« mc Gesetz, die gleichen Worte gebrauchen, ist eben dem Umstand zuzuschreiben, daß unter den opn gerade diese uns anbefohlenen Reinigungsgesetze in ihren Anordnungen noch weit, weit schwieriger uns erscheinen, und wir dennoch, ja gerade trotzdem, an der peinlichsten Befolgung derselben uns anzuhalten verpflichtet sind. Wir wissen also den tiefen Grund der heiligen geschweige den der v'pm nicht, daß wir sagen x ms, könnten, des- und deßhalb mußte uns so vorgeschrieben werden. Würden wir aber noch zu den übrigen fünf Gesetzesklassen auch diese Klasse der Verpflichtungen mit ihren ihnen anhaftenden Eigenthümlichkeitm verstehen, wahrlich, unsere Religion wäre in nichts — außergewöhnlich, was sie jedoch keineswegs sein soll! Sie wäre eine religiöse Gesinnung bethätigende Liebe der Menschen zu ihrem Gotte, aber keine göttliche Religion. Unsere Dprn bilden die Quintessenz unserer jüdischen Religion, unserer jüdischen Gottesverehrung. Beherzigen wir Seine uns mit sicher wohlbewußter, feinster Weisheitsabsicht offenbarten v'pm dann verehren wir Gott, verwerfen wir sie, entehren wir den Einzig Einen! Das Befolgen derselben ist demnach nichts anderes, als ein felsenfestes Vertrauen einer Volksgemeinde auf ihren Gott, der nur ihr Bestes im Auge hat und sie vor jeder Entheiligung ihrer selbst schützen will. AertursgSrrachrrchLeK tst& SsrrewsVdmzerr. Deutschland. Berlin, 29. Juni. Gestern und heute tagte hier eine vom „Hilfsverein der deutschen Juden" einberufene Konferenz, an der alle diejenigen Organisationen theilnahmen, die sich in hervorragendem Maße an den Sammlungen für unsere in Kischinew durch die Excesse-geschädigten Glaubensgenossen betheiligt haben. Das Präsidium bestand aus den Herren^ James Simon (Hilfsverein der deutschen Juden), Justizrath L a ch m a n n (Jewish Colonisation Association), Dr. Rosenthal -Breslau (Alliance Jsraelite Universelle), Dr. Alfred Stern- Wien (Israelitische Allianz). Elkan Adler-London (Anglo Jewish Association). Der Versammlung lagen die Berichte verschiedener Herren vor, die im Aufträge der Vereine Kischinew besucht hatten, um sich an Ort und Stelle von der Größe des Schadens zu überzeugen und die Zweckmäßigkeit des Vertheilungsmodus der Hilfsgelder zu prüfen, die das Komitee in Kischinew anwandte. Wir heben aus diesen Berichten die wichtigsten Punkte hervor. Die Summe des bisher angemeldeten Schadens beträgt 2,332,890 Rubel. Die Geschädigten sind ganz überwiegend kleine Leute, Handwerker/ Kleinkaufleute, Arbeiter, Kutscher etc. Der Schaden, den die besser Bemittelten erlitten haben und der ebenfalls nicht unerheblich ist, konnte in diese Summe nicht eingerechnet werden, da diese Klasse der Geschädigten aus leicht begreiflicher Rücksicht auf ihren Kredit Bedenken trägt, ihren Schaden öffentlich mitzutheilen. Es laufen auch jetzt noch immer Anmeldungen von mehr oder weniger schweren Verlusten als Nachträge zur obigen Ziffer ein. Die genaue Liste der Verletzten stellt sich auf 47 Todte, 92 Schwerverwundete und 348 Leichtverwundete. Die Getödteten und bis jetzt an den Folgen der Verletzungen Erlegenen haben zusammen 85 Wittwen und 123 Kinder hinierlassen. Dem Hilfskomitee in Kischinew sind bisher an Geldern ca. 700,000 Rubel zugefloffen, darunter ca. 460,000 Rubel aus Rußland, der Rest aus den verschiedenen Ländern Europas und Amerikas. Diese Gelder hat das Komitee in einer Weise verwendet, die den Beifall oller Delegirten gefunden hat. Nachdem die erste unmittelbare Noth durch Vertheilung von Lebensmitteln, von Kleidung, Wäsche etc. einigermaßen eingeschränkt war. hat sich das Komitee, welches mit seinen Vertrauensleuten aus ca. 100 Personen besteht, die Aufgabe gestellt, die Geschädigten in einer Weise zu unterstützen. daß dieselben wieder zu einer selbstständigen wirthschaftlichen Existenz gelangen können. Natürlich sind in erster Linie die nötigsten Mittel für die Erhaltung der Familien der Opfer, sowie für die dauernd arbeitsunfähig Gewordenen in ausreichender Höhe sicher gestellt worden. Diese Klasse umfaßt etwa 100 Familien. Die ihrer Existenzmittel durch die Krawalle Beraubten sind leider unvergleichlich zahlreicher; diese Kategorie umfaßt über 2700 Familien. Endlich kommt noch die zuverlässig kaum zu übersehende Zahl der indirekt Geschädigten hinzu, die ihre Arbeit verlören haben, weil die Werkstätten zerstört worden oder deren Geschäfte in Folge der cingetretenen allgemeinen Krisis in Kischinew stocken etc. Da die dem Komitee in Kischinew zur Verfügung stehenden Mittel nicht einmal für die zweite Kategorie ausreichen, konnte die dritte nur in ganz geringem Um-; fange, in Fällen der allergrößten Noth. berücksichtigt werden. Auf Grund des übereinstimmenden Urthcils h 4p»i«ik*v,.'?! 1 uJ31T;!'J ** i l??«m.p ww, jbvu» fr* J

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