Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 49 (22.6.1903)
- Date
- 1903-06-22
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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piMDeiüschckreuz eine von jüdischen Kaufleuten und Dnb'ciken' des' Kömitates zahlreich' besuchte Versammlung stattgefunden, sn welcher beschlossen wurde, eine Don allen'jüdischen Gemeinden des Landes Unterzeichnete Petition dem Minister deputativ zu überreichen.' Gleichzeitig sollen alle Gemeinden bei den Reichstags- Abgeordneten ihres Bezirkes vorstellig werden, damit vuch-diese die-Petitionen unterschreiben. In derselben Angelegenheit hat''auch ein in Miskolcz gebildetes Ko- Mitee> an sammtliche Gemeinden die. Anforderung er- -gehen ' lassen, ' zü' einer wegen der Trafikverordnung Demnächst i.n Budapest abzuhaltenden großen ' Versammlung Delegierte zu entsenden, aus deren Mitte 'dann das Anliegen der Judenschaft in Ungarn durch eine Monstre-Deputatton dem Finanzminister zu über- 'S •* p. i: r\ <5?y 'S» » .* -f ';f P r c ch s a a l. . "' „.Randegg" in Baden, im Juni. ,,E in Zeichen., der Zeit.! . In .Randegg soll die Stelle eines Ortsrabbiners besetzt werden. Der Synagögenrath schreibt dieselbe aus 'mit der Erklärung:^ Bewerber haben ihre Gesuche unter Darlegung ihres Lebensganges binnen sechs Wochen bei dem Grobherzoglichen Oberrath der Israeliten in Karlsruhe 'einzureichen, und die Nachweise über bestandene Maturitätsprüfung und Universitätsbesuch,. sowie - ihre seitherige Berufsthätigkeit beizufügen. F. : . ' Mr möchten gerne erfahren, wo bleibt die Frage nach dem Nabbinatsdiplom, wo - die Frage nach der 'nrr^i- . Wahrlich, wenn es nicht so tieftraurig wäre, man wäre versucht, über den unfreiwilligen Humor zu lachen, der in einem Ausschreiben liegt, das einen Rab bin er verlangt, und zufrieden ist^ wenn ein. Herr mit Maturitätszeugniß und dem Nachweis des Universitätsbesuches sich meldet. Oder soll die Institution der russischen Kronsrabbiner von uns nachgeahmt werden? Dort pflegen Juristen und Aerzte, die vor der Taufe stehen,.dies Amt zu bekleiden! Wir sind überzeugt,, daß der Vorstand das Veste will Und vöw.dein sich Meldenden annimmt, er habe schon als Rabbiner gewirkt.^ - Doch, warum diese verletzende Form der Anzeige, die Jeden betrüben muß. der es mit der 'Ehre der Thora, des jüdischen Wissens Ernst nimmt, denn -sieist ein fernerer Beweis dafür, daß die Thora sich mit der Rolle des' Aschenbrödel^ ' :6e« - anügeg mu^../d^w W. MM <-<- -s >-xE VWmisemes-«. v , Posen». - Nach dey zy,Wginy arSgegebenüi'' Hohresbenchlen s Äi5.h:essLenF.bMren. Schulen^ 608Schü!crn 192 jüd-Sckülcr, das konigl. Berger-Gymnasium unter 858. Schüllrn 17, das konigl. Maniu-Gymnasium unter 568 Schülern 19. die konigl. Oberrealschule unter 331 Schülern 66, die königl. Gymnaüal-Borschule unter 107 Schülern 47.- An allen diesen Anstalten, wird jetzt jüdischer Religionsunterricht erthcllt. - - - - Berlin. In der Israelitischen. Koch- und Haushaltungsschule, Gormannstr. 3, sind jetzt wieder einige Freistellen für Kochschülerinnen zu üergebcny; .. \v *' ' F e u i l l et d n. eruscrlem. Wistor ifche Vv^ahlurrg von Zsaae Äreuec—Frank surr a. Ä. m . : - - Da leerten sich die Hörsäle der lernbeflissenen Jugend. Von wildem Kriegstaumel ergriffen nahmen die jungen Leute das Schwert zur' Hand . .und- , übten sich für die nahende Entscheidung. Es weitete sich ihre Brust und mit einem Zauberschlage füllte sich ihr Arm, der bisher nur disputirend gefuchtelt, mit frischer, -männlicher Kraft. - - : Näher und näher brandeten ringsum die. schäumenden Wogen der Sturmfluth. Tollex und' toller, klangen in Jork diehaßerfüllten Kreuzeslieder', der Christen, Rache heischend an den verruchten Juden,-die den Heiland gekreuziget in Jerusalem.' - - . •- r ■ Der zciuberische Klang des Namens Jerusalern.- war es, der die. Christen mit trunkenem Raüsche.-e^ füllte, mit der Sehnsucht nach neuer Erlösung, mit dem Hasse gegen die,' so einst den Erlöser gemordet. Jerusalem war das zündende Losungswort, von dem g<etrieben.ste .die Pftugschaar verließen und das Schwert zü Mord und Todischka'g wetzten. V/ Aber " derselbe zauberische 'Klang des Namens Jeruschalajim weckte auch die Juden Aorks aus tau^ sendjährigem Schlafe, 'erfüllte ihr Auge' mit Mahlens dem Glanz, mit dem Feuer wilder Begeisterung. ' Vergebens versuchten anfangs die älteren Männer dem.-reißenden Ströme zu widerstehen.. Sie.^die'suhmehr würdenrsir' im't-sortgezogeA WksMMM 'Kn güngS'natzk,- Und srägf-diiin;der-tljiglucklichemrloderr^