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Der Israelit · 1903-06-18 · Heft 48 (18.6.1903) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 48 (18.6.1903)
Date
1903-06-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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7 1048 tzbZZz: Neid iSr durch nHnbicm shnrfo tntziis Ermüth unb Szenen L!a Kischinrw fmb demnsr 52 erllsrllÄ (Fsrrsetz. folgt-) tie AWtt Zsußlikt IMotrftSe irt ilt Sduleü $|ili|?i|fl. Wie werden um wörtlichen Abdruck nachstehrnd-rr Schreiben ctztkn: jQüägitSztt SfbaüiöJi! Dir „Pädagogisch: Beilage* zu Nr. 28 und 29 des „Irorli:* rn:h-ält efnai „offenen Brief* mil Pbilipoopek, der darauf HrnzlrL. dir;3®asaur»b ibrr Wirkfcm'eit in den von ihr errickie:e:en und suooentionir- :en Schulen in Mißkredit zu bringen. Das den Schreiber des .onrnLn Briefes* dazu drianlassr bar, eine solch schwere und vollständig unbegründete Anklage gegen dir „Allranre* zn erbeben und ihr dir weiteste Oeffenklichkeir zu geben, weiß ich nicht. Das ZeniM-Ksrniier LZli es nicht der Würde der .Minner* ünZrrnrffrrr. eine Zeitungspolemi! mir Jedem ihr eine solche ausdrängen wollenden zu führen, und so will ich denn, 2-- deutsch;- Mitglied dieses Komitees, der Wahrheit dir Ehre geben, ds ein vollständiges Ignoriren der schweren AnklaZe leicht missdeutet nnd Schweigen als Zugestehen krachtet werden könnte. Ich war aus Anlaß der am 29. Ahril d. I. staiigefundenrn Generalversammlung der .Alliance* in Parianwesend, und hatte Gelr-genLeit, von dem Lrhrvrnsum de- Hebräischen und der jüdischen Geschichte, sowie der dafür angesetzten wöchentlichen Stundenzahl in den Schulen des Orients Kenninih zu nehmen; ich tüaf von beiden höchst angenehm überrascht. Was nun speziell die Schule in Phikippopel betrifft, so beträgt die wöchentliche Stundenzahl für beide Lehrfächer in der Knabenschule: in der ersten Klasse zehn, in der zweiten Klasse elf. in der dritten zwölf, in der vierten elf. in der fünften vierzehn: in der Mädchenschule: in der ersten und zweiten Klane je sechs, in der dritten, vierten und fünften Klasse je fünf. Tie Empörung über den sehr gehässigen .offenen Brief*, war darum bei allen besser Gesinnten in Philippopel eine sehr grosse. Kaum war derselbe im .Israelit* erschienen, als die Gemeindeverwaltung von Philippopel folgende Depesche dem Zentral-Komitee in Paris zugehen lieh: Philippopolis. 20. März 1903. Haben von der Veröffentlichung des von dem Schulkomitee an Sie abgesandien hässlichen Briefes Kenntniß genommen; drücken unser Bedauern aus und versichern, daß er nicht der Gesinnung der Gemeinde entspricht. Die Gemeindeverwaltung. Vier Tage später richtete dieselbe Gemeindeverwaltung, nachfo^wrd'es Schreiben an das Zentral- ~ ' Philippopolis. 24. März 1903. Sehr geehrter Herr Präsident! Wir beehren uns. Ihnen folgendes Telegramm, das die Gemeindeverwaltung am 20. d. M. an Sie gerichtet bat. hiermit 52 bestätigen. (Folgt Ter: des Telrzramms.) Im Namen der ganzen Gemeinde sprechen wir Ihnen nochmals unser Bedauern aus über die unglücklichen Vorfälle, dir einige junge Leute, welche nur eine geringe Minderheit der Gemeinde vertreten, sich erlaubten. im Namen der ganzen Gemeinde auszubeuten. Dir sind besonders entrüstet über den groben Brief, den das Schulkom.itce sick erlaubt bat. an die .Alliance* die Wohltäterin unserer Gemeinde, zu rieten, und über die Verwirrung, die dir jungen Leute dazu gebracht hat. die .Alliance* zu beschimpfen. Wir wissen wirklich nicht, was zu rhun ist. damit das Zenirak-Komitee der Gemeinde das unvernünftige Benehmen einiger seiner Mitglieder verzeihe. Es ist traurig und schändlich, dass es soweit gekommen ist. daß einige junge Leute so gröblich gegen Sie gebandelt haben. Sie werden wob! erfahren haben, daß die ganze Gemeinde sowie ihre Verwaltung denselben Beschimpfungen derselben jungen eraliirien Leute ausaesetzi ist. Dieselben haben sich durch List und Einschüchterung der Schulverwaltung bemächtigt. Seit sechs Monaten bat die Gemeinde keinen Verkebr mehr mit diesem sonderbaren Kom.stee. welches die Schulen zu Grunde bringt. Ter Vorstand der Gemeinde gewährt den Schulen keine Subvention mehr und ist fest entschlossen, keine mehr zu bewilligen, so lange dieses Komitee seine Funktionen nicht nicdergelegt Hai. Die Gemeindeverwaltung. Drei Tage nach Abgang dieses Schreibens folgte eme Zuschrift des „Unabhängigen Ordens der Ben,- Briih-Loge „Mizpah", in Philippovel. an das Zeniral-Komitee. lautend: Philippopolis. 27. März 1903. Sehr geehrter Herr Präsident der .Alliance*! 'Tie .Loge Bnai Brith Mizpah* hat in ibrer Sinung vom 21. d. M. das hässliche Verhalten des Schulkomitees gegen die „Alliance Isr. Univers.*. die Wohlthäterin unserer Gemeinde, besprochen. Sie bat beschlossen. Ihnen die Entrüstung aller ihrer Mitglieder gegen dieses Verhalten auszudrücken und Sie von ihrer unwandelbaren Sympathie für Ihr Werk und Ihrer Ergebung für Ihre Ideen zu versichern. Für die Loge Mizpah: Der Präsident: Albert Schmoll. Der Sekretär: M. H. Cohen. Bei dieser Feststellung des wahren Sachverhalts muss ich es jedoch bewenden lassen. Me etwaigen Anzapfungen zu weiteren Entgegnungen werde ick 3* bz vollständig ignvriren; meine mir aufs Aeußerste karg

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