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Der Israelit · 1903-05-28 · Heft 41-42 (28.5.1903) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 41-42 (28.5.1903)
Date
1903-05-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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910 hoch-stehen, als daß sie die religiösen Gefühle ihrer - katholischen Mitvassagiere, wie auch der Theilnehmer einer betend vorüberziehenden Prozession — eine solche; ist dem Fuhrwerk vor dem Unfall gar nicht begegnet. ‘ — verletzen würden. Wir erwarten deshalb von.; Ihrem Billigteiisgefiihl, daß Sie die unwahre MitiheiluNg sofort berichtigen und ersuchen Sie höflichsi, Ihren Korrespondenten darauf, aufmerksam machen zu wollen', baß er in Zukunft der Wahrheit gemäß berichten und nicht zur Störung des konfessionellen . Friedens Unwahrheiten aussprengen möchte. ] (Jedenfalls tragen diese aufklärenden Zeilen dazu bei, den durch das-Vorkommniß etwas in Mitleidenschaft gezogenen konfessionellen Frieden wiederherzustellen.Red.) -----• .- Jedenfalls sollten derartige Korrespondenzen, die konfessionellen Unfrieden erzeugen können, vorher sorgfältig auf ihre^ Wahrheit geprüft werden, ehe ein vielgelesenes, und namentlich auch Uw jüdischen Kreisen stärk verbreitetes Blatt ihnen.'Aufnahme . und . Ver- ' öffentlichung gewährt.:' : \ —A.—. •*’;•]}* g l' a n b.' London. Die letzte Nummer des dahier' .erscheinenden „Roumainian Bulletin" bringt nachstehende Betrachtung: „Wie wenig die Ereignisse der letzten Zeit dazu beigetragen haben, die antisemitische Politik des rumänischen Parlaments zu mäßigen, geht aus einem Gesetzentwurf hervor, dessen.Zweck es ist, das bestehende „ Gesetz für die Förderung der nationalen Industrien zu ergänzen.- -Unter-dem augenblicklichen Gesetz werden den Fabrikanten,-die gewisse . Bedingungen erfüllen: Prämien. Subventionen , und ändere Privilegien ge? . jvährt,-. Der neue Entwurf enthält unter anderent nachstehende neue Bestinlmung:. \ .!- § 7. Die. Vergünstigungen dieses Gesetzes sollen .. nur denjenigen Fabriken, und Werkstätten zu Theil - werden,'in denen während der ersten fünf Jahreihres Bestehens! luenigstens 60 Prozent der Arbeiter Rumänen'sind. Nach Ablauf von. sieben Jahren soll eine Weitergewährung der Vergünstigungen, nur. in solchen Fällengewährt - werden, wo jvahresid der letzten zwei - -Zähre wenigstens 60 Prozent der Gesammtsumme der . Löhne .und/Gehälter an rumänische Angestellte gingen. -' $ Technische Schulew,- die.von Fabrikanten dem Gesetzfür-, den Fachunterricht entsprechend zur Ausbildliü^ ^lziHchssche/.Arbeite^ in 'den verschiedenen JnduitrieWeigen" errichtet j würden,-./.'.'.tverden. subde.n>-;■!’ . i-'*! Das.Roumavmn - i i tr 1$ , bemerkt zu diesen Be-. \ %t s. 11 $ j *s a V' <.,' GeschO der^rumänische Inderin PdMMrUAso:wird^d!e/Aolge.dieser- Bestimmungen iMie sseirchibäß'-die VerwÄlbüNg'von Juden in allen vom ' 'Staate .unterstützten Jndtlssrien beschränkt wird, und daß die Juden von allen technischen Schulen der Fabriken, in denen sie arbeiten, ausgeschlossen werden. So wird dieses Gesetz die ungünstige Lage, in der sich die jüdische Arbeiterbevölkerung bereits befindet, noch m zweierlei Hinsicht erschweren. Bisher war die Bestimmung, durch die die Anstellung nichkrumänischer, das heißt jüdischer Arbeiter, eingeschränkt wurde, nur für die großen Fabriken maßgebend. Das neue Gesetz wird diese Bestimmung auf alle Fabriken, mögen sie nun groß oder klein sein, ausdehnen. Es werden aber nicht nur die jüdischen Arbeiter darunter zu leiden baben. Die Bestimmung über die Gesammtsn'.nme der Löhne und Gehälter wird in beträchtlichem Matze zur Verminderung der Anstellung jüdischer Klerks, Ingenieure 'und Leiter beitragen. Welche Bedeutung diese Thatsache für Städte hat, in denen die jüdische Bevölkerung groß ist, läßt sich leicht voraussehen. Hunderte und vielleicht Tausende werden arbeitslos werden und dadurch in die Nothlage kommen. zwischen dem Hunger und der Auswanderung zu wählen. . °;' Rußland, Winniza. (Gouv. Podolien.) Der „Kiewljanin" berichtet über folgenden Fall,'welcher vor kurzem im Gerichtshöfe zu Kiew die Richter beschäftigte. Im Dorfe Stepaschki. im Kreise Gaissin, beschlossen die Bauern, die dort lebenden Juden gewaltsam zu entfernen und sie auf das gegenüberliegende Ufer des Bugflusses zu bringen. In der Ansicht, daß Frauen, ibre Weiber und Kinder, nicht strafbar sind, betrauten die Bauern.Weiber und Kinder mit der Ausführung ihres Beschlusses, was diese auch gewissenhaft erfüllten. Hab und Gut der Juden wurden auf Wagen verladen. die Juden selbst umringt und aus dem Dorfe entfernt.- Die Ortspolizei wollte zwar eingreifen, wurde aber von den Bauern daran gehindert. Bor Gericht standen 160 Angeklagte, durchwegs Frauen und Kinder. Fast alle wurden freigesprochen, nur einige Anführer zu viermonatlicher Arreststrafe verurtheilt. Keuilleton. ui erusalem. Wrftovische Vv^aylung von Zsaae Breuer—Frankfurt a. M. ' . Duwm war Jehudä nicht. Nachdem die' allerersten. Schwierigkeiten überwunden waren, machte er im Lesen große Fortschritte. Aber Tirza gab sich auch die größte Mühe.^ -Danebensie darauf bedacht^' soweitisse; es vermochte, ihm hie trostlosen Anschauungen, dieihm die Fremde gebracht, zu nehmen und ihn mit' den Lehren ihrer Religion bekannt zu machen. '' :

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