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Der Israelit · 1903-05-20 · Heft 39 (20.5.1903) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 39 (20.5.1903)
Date
1903-05-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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ht\ r n f r r i f: ¥ } [, i i*'! - 44* Jahrgang. Professor Dr. 2l. Berliner. Die festliche« Veranstaltungen zur Feier von dessen 7tt-jahrigem Geburtstage. ' (Schluß.*) Nun folgte eine geistreiche, feinsinnige Ansprache des Professors Herrn Dr. I. B a r t h, der in Berliner den treuen, allbewährten Kollegen feierte, der in allen Punkten mit regstem Interesse mit seinem Rathe zur Seite stehe. - Herr Rabb. Dr. C a h n-Fulda widmete sein zündendes Wort dem treuen Freunde und Lehrer. Er brachte Grüße der Enkelschüler Berliner's, die mit Eifer Raschi studiren. /' Jetzt begann die Mimik: ein Gang durch die innere Geschichte der Juden in den letzten zwei Jahrtausenden. Das Theaterstück, verfaßt von Herrn Rabbiner Dr. Weinberg-Sulzbürg, ist eine echt poetische Schöpfung. In neun Bildern wird das Wesentlichste der jüdischen Geschichte dargestelll. Wir werden nach Rom, nach Sura, Kairovan, Worms, Frankfurt a. M. und Berlin versetzt. Die herrlichsten Ideen sind kunstreich dem Ganzen eingeflochten, der fühlende Jude wird fortgerissen. Sinnig kommen Berliners Werke zur Verwendung, was dem Ganzen besonderen Reiz verleiht. Die szenische Ausstattung war großartig. das Spiel der Herren cand. med. Salomon Hildesheimer, cand. Phil. Gustav Cohn, cand. jur. L o e b, cand. Phil. Arthur Weil, war tadellos und in jeder Weise formvollendet und kunstgerecht. Nach beendetem Spiel ergriff Dr. Berliner das Wort. Mit thränenerstickter Stimme dankte er aus vollem Herzen für den herrlichen Abend, den' er für alle Zeit treu im Gedächtniß behalten werde. Diese Stunden zählten zu den schönsten Erinnerungen seines ganzen Lebens. Der Redner rührte Alle auf's tiefste. Zum Schlüsse sei mit wenigen rühmenden Worten des Festkomitees gedacht, der Herren Dr. Pick. Bra - der, Auerbach, S. Hildesheimer, denen Allen der treffliche Rath des Herrn Dr. Meier Hilde s h ei me r zur Seite stände . Am Freitag Morgen um 10 Uhr versammelten sich die Freunde und Schüler Professor Berliner's in seiner Wohnung. Dort wurden die Festschrift und die Ehrengeschenke überreicht, die Adressen der Korporationen, die den Gefeierten ehren wollten, verlesen, und seitens der Deputr tionen die Ansprachen gehalten. Dr. . Frei mann, der Bibliothekar an der Frankfurter Bibliothek, ubergab mit warmen Worten die Festschrift. ') Siehe Hauptblatt.! Er wies darauf hin, daß wohl noch nie einem jüdischen Gelehrten so zahlreiche Beiträge gewidmet worden sind. Fünfundvierzig Abhandlungen enthält die Schrift, davon nur neunzehn aus Deutschland, sechsundzwanzig sind aus den anderen Ländern, und zwar nicht nur Europa's und Amerika's, sondern auch von jenseits des stillen Ozeans. Herr Hermann Gumperz dankte dem Lehrer des Rabbinerseminars alI Vorsitzender des Kuratoriums für die opferfreudige Thätigkeit.im Dienste der Anstalt und Lbereichte eine Ehrengabe. Professor Berliner habe, so führte er aus, im Dienste"der biblischen Idee gestanden: wa iw *ot -n»n, daß man gedenken solle der Vorzeit. Er habe Thora mit Wissenschaft zu vereinen gewußt und Le: aller Objektivität in der Thora gelebt. Herr I. Rosenblüth feierte Prof. Berliner als den Vorsitzenden des Repräsentantenköllegiums im Namen der Verwalrungskörperschaften der Gemeinde Adaß-Jißroel und verlas eine Adresse. . Herr Moritz Posen übergab seinem Kollegen im Synaaogenvorstand einen kostbaren Kidduschbecher. Herr David Winter brachte die Gabe, zu der alle Schüler, die gegenwärtigen Hörer und die der letzten drei Jahrzehnte beigetragen hatten, eine kunstvoll, j von der Firma Lazarus Posen Wwe. gearbeitete Menorah, zugleich mit einer von Rabbiner Dr.; Brody-Nachod verfaßten hebräischen Adresse/ / Dies Kunstwerk hebräischer Stylistik wird hoffentlich dem Drucke übergeben werden. Nach Form und Inhalt erhebt es sich über sonstige ephemere Erzeugnisse dieser Gattung. Herr Schra genhei m gab den herzlichen Gefühlen des „Asriel Vereins" (des Darlehen-Vereins innerhalb der Gemeinde) für seinen Vorsitzenden Ausdruck, Herr Dr. Moses denen der Gemeinde Arnswalde für ihren früheren Lehrer, der eine so stolze Entwicklung nehmen sollte. Herr Dr. Gustav Karpeles sprach im Namen des Verbandes der Vereine für jüdische Geschichte, und insbesondere des Vereins zu Berlin. Was Zunz gesprochen, habe auch der Jubilar gesagt: echte Wissenschaft ist thatenerzeugend. Daher habe sich an Abraham Berliner erfüllt, das Wort bd .tnsjT ntrxn jvr.cpc. Er habe die Ergebnisse seiner Forschungen hineingetragen in das Volk, in die Familien. Und Redner preise sich glücklich, daß es ihm vergönnt gewesen sei, bei Professor. Berliner's Vortrage«, von seinem ersten Vortrage an: „Aus dem inneren LÄen der Juden," den er im Verein nrrr rse* gehalten; bis zu dem letzten, mit. dem er den Verein für jüdische' Geschichte vor'Kurzem erfreut: „Erinerungen eines jüdisch-römischen Studenten", Pathe zu stehem

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