Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 39 (20.5.1903)
- Date
- 1903-05-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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um den Glanz einer besseren Zeit heraufzuführen. — Doch wie der Hohepriester das tot u anzünden sollte n ysb, so tritt auch an den Lehrer in Israel die Forderung heran, ijho OTX2 nnj?n vor dem Gesetz im Stiftszelt sein Wissen zu entfalten, bei allem Forschen und Streben den Zusammenhang mit der Religion zu wahren und es zu erwärmen mit dem Feuer religiöser Begeisterung. Dies gilt ganz besonders für die Geschichte Israels. Was einst selbstverständlich war und unbewußt durch Beispiel und Erziehung ausgenommen wurde, die Liebe zum angestammlen Glauben und das Gefühl der Zusammengehörigkeit, Opferwilligkeit und Duldermuth, das soll heute die Geschichte schaffen und wecken, auf dem Wege des Unterrichts uns wiederbringen. Dies Ziel will der gefeierte Meister durch die Art seines Wirkens erreichen. Er lenkt den Blick seiner Schüler aus die Fülle großartiger Kämpfe um Licht und Wahrheit, auf das unermüdliche Ringen fehlbarer und doch reiner Menschenherzen wider Selbstsucht, Stumpfsinn und Schwärmerei, damit sich an ihnen das Prophetenwort verwirkliche 'n ,t.t vvv. „Gott wird dir zum ewigen Lichte sein." So entzündet der vom Gottesgeiste erfüllte Gelehrte in seinen Schülern das Feuer religiöser Begeisterung, damit sie es ausflammen lassen in den Gemeinden Israels als die reine Wirkung des tot *u, das bereitet ist n Aber soll das Feuer im Herzen der Schüler nicht erlöschen, so muß der Lehrer ein Tun sein, das entzündet ist mvron' räorr bv, so muß seine Persönlichkeit dem reinen Leuchter vergleichbar sein, nwa mnv npoe damit, wie unsere Weisen sagen, alle Wirkungen dieses Lichts ihrem reinen Ursprünge gleichen. Es genügt der Hinweis auf die rastlose Thätigleit und Schaffensfreude des Gelehrten und auf sein Verhältniß zu seinen Schülern, denen er nicht bloß Lehrer, sondern auch ein väterlicher Verather und Freund ist, um in ihm die Persönlichkeit zu erkennen, die jenem -vot *y vergleichbar ist, das auf dem reinen Leuchter entzündet wurde. Als eine Lichtgestalt erscheine die Persönlichkeit des gefeierten Lehrers, als ein Licht, das den Schülern den Weg weist zu den Idealen unseres Glaubens, damit auch sie einst als Lehrer in Israel in dreifacher Hinsicht dem TOT iz gleichen. — Mit dem Wunsche, daß der Allgütige dem Jubilar ungeschwächte Kraft des Körpers und des Geistes bis in das späteste Greisenalter schenken möge, damit er an der Seite hochverehrter Lehrer noch lange zur Ehre Gottes und zum Segen des Judenthums wirken könne, schloß Herr Dr. Galliner seine Ansprache. Nachdem der Rektor einen ycxf »e vorgetragen, der die Wirksamkeit des Jubilars schilderte und Gottes ferneren Segen für ihn erbat, klang die Feier mit dem Gesang des rr®» tots pnx stimmungsvoll aus. Wir geben nun für das Fest des seminaristischen Vereins „Dibbuk - Chawerim" einem Festtheilnehmet zur Berichterstattung das,Wprt. ' .. > ' .... - .--’f Das Dibbukfest. Kurz vor 10 Uhr Abends betrat Herr Professor ' Dr. Berliner mit Frau Gemahlin den Saal, von etwa 500 Anwesenden mit stürmischem Jubel begrüßt. Unter den Ehrengästen bemerkten wir. das Dozentenkollegium und Kuratorium des Rabbinerseminars, den Vorstand der Shnagogengemeinde „Adaß Jißroel", den Vertreter des „Vereins für jüdische Geschichte und Literatur". des „Asriel-Vereins", der „Talmud-Chewrä",- des „Montefiore" u. s. w., ferner Rabb. Dr. Eahn. Fulda, Oberrabbiner Dr. V r o d y, Nachod, Rabbiner Dr. Eppenstein, Briefen, Dr. Frelmann aus Frankfurt a. M., Rabb. Dr. Acker m a n n, Brandenburg, die bekannten Schriftsteller Dr. Bernfeld und Dr. Mos es u. A. Um 10 Uhr etwa eröffnete der Präsident Herr cand. phil. D. W i n t e r die Festsitzung mit einem Kaisersalamander, worauf er die Gäste begrüßte. Aus der inhaltrejchen, fein durchdach- - ten Rede heben wir folgende markante Sätze hervor: Nur an Leben zündet sich Leben an und oftmals hat der Verein an unseres Meisters Lebensfeuer seine Kraft entzündet. Die Herzlichkeit des theuren Meisters ist der Zug, der Schüler und Lehrer zusammenführt, der ein Verhältnis; schuf, dessen innigster Ausdruck sich in dem Worte widerspiegelt, das er so oft unserem Verlangen' entgegnet '::.i ich . bin bereit. Die tiefe Lebensfreude, die des Judenthums Erkennen in dem Jubilar geweckt, bezaubert uns .reißt uns mit fort. o.T2x nrr *p2 ™ bzz mit Allem hatte Gott Abraham gesegnet, mit einem Edelstein, dessen Anblick Kranken wieder Gesundheit und Kraft gegeben. Das überzeugte jüdische Bewußtsein, das die Worte und Reden unseres hochverehrten Meisters durchströmt, ist jener Edelstein, der der Jugend Feuer in uns entzündet, das Sonnenhafte, daß Licht uns spendet. Doch das, was der Jubilar uns ist, danken wir mit ihm seiner verehrten Gemahlin, mit der er mehr denn ein Menschenalter verbunden, all das ' schaffen und wirken konnte. Doch, sehr geehrte Damen und Herren, ein Abraham war nicht nur Genius des jüdischen Volkes, er war der ganzen Menschheit eigen.: Abraham Berliner gehörte nicht nur seinem Freundes-. und Schülerkreise, sandern Alles, was Jüdisch empfindet, feiert seine Bedeutung.. . Sodann . folgte ein hebr. kommandirter Salamander. . , .. vrr,n bb'zn csnV *>t: joot -N22 nrrv, wn'. lonan.V mxento abnifc rn: w v-reVn 2iti’;-. . .*n /iS ernsx wn wro! iivrn6 .' nr» D'nzvn .c*Bnn ax np’2 jün ■jVan! D'^23?cr.« DT.23 —C'2T O'-.LV . 22RÖ1 v'wb .IpDI Vhv DW N.NX. N2 TV'N. 17 -