Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 36 (11.5.1903)
- Date
- 1903-05-11
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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lang kerne statistische Aufnahmen gemacht bezw. Nachforschungen antzestellt. Das soll kein Vorwurf fein. Es lag eben dieses Spezialgebiet statistischer Thätigkeit außerhalb der Aufgabe und außerhalb des Rahmens der Wirksamkeit des „D.-J. G.-B." Doch wird man dort gerne und dankbar jede wertere Angabe begrüßen, die klärend und belehrend wirken kann. Je mehr Angaben, best» treffender und zutreffender das aus denselben resultirende Urtheil. So darf ohne Uebertreibung behauptet werden, die Umfrage ist von universeller Bedeutung für die innerjü bischen Verhältnisse unseres Vaterlandes z. Z. der Gegenwart. Von diesem Gesichtspunkte aus sollen die Einzelfragen hier wortgetreu folgen: 2) Personalien. 1. Ih r Name: 2. Ihr Wohnort: 3. Wie alt sind Sie: 4. Sind Sie verheirathet: 3. Wie viel Kinder haben Sie zu ernähren: d) Vorbildung und Stellung. 6. Auf welche Weise haben Sie Ihre Vorbildung für den Lehrerberuf erlangt: 7. Welche Prüfungen haben Sie abgelegt: 8. Wie lange wirken Sie in Ihrer jetzigen Stelle: - 9. Wie oft haben Sie den Ort Ihrer Amtsthätigkeit gewechselt: 10. Wie viele Aintsvorgänger haben Sie in Ihrer Gemeinde in den letzten 16 Jahren gehabt: e) Schul verhalt nisse undArt der Anstellung. 11. Charakter Ihrer Schule: 1) öffentliche jüd. Volksschule, 2) private jüdische Volksschule, 3) Religionsschule, 4) Si'multanschule. (Zutreffendes ist zu unterstreichen.) 12. Wie diele Kinder besuchen Ihre Schule: 13. Von wie vielen Lehrern werden dieselben unterrichtet: 14. Wie diele Pfkichtstunden ertheilen Sie wöchentlich: 16. Sind Sie definitiv angestellt und event. .seit wann: 16. Erfolgte die definitive Anstellung auf Grund des Staatsaefetzes oder aus eigener Initiative der Gemeinde: 17. Falls Sie nicht definitiv angestellt sind, wollen Sie gefl. ausführliche Angaben über die kontraktlich festgelegte Gültigkeitsdauer Ihrer Anstellung und Ihrer Kündigungsfrist machen: ä) Pensionsberechtigung und Reliktenversorgung. 18. Sind Sie penstonsberechtigt: ' r - i 19. Haben Ihre Hinterbliebenen einen rechtlichen Anspruch auf Versorgung: 20. Beruht Ihre Pensionsberechtigung bezw. Ihre Reliktenversorgung auf gesetzlicher Grundlage oder ist sie aus der Initiative der Gemeinde hervorgegangen: 21. Ist seitens Ihrer Gmeinde in sonstiger Weise für Ihre Hinterbliebenen gesorgt: 22. Welcher der b'esieheMm Lehrerhülfskassen gehören Sie an: e) Nebenämter beziehungsweise Nebenbeschäftigung. 23. Sind Sie als Kantor thäKg: 24. Sind Sie als Schächter thäKg: 23. Bekleiden Sie ein anderes Amt in Ihrer Gemeinde (Prediger, Sekretär, ReNdant n. dgl.): 26. Haben Sie sonst eine lohnende Nebenbeschäftigung und event. welcher Art ist dieselbe (Privatunterricht, Schriftstellerei, Agenturen u. dgl. m.): f) Einkommen. 27. Wieviel betrug Ihr Anfangsgehalt in Ihrer jetzigen Stelle: 28. Wieviel beträgt Ihr gegenwärtiges Fixum einschließlich event. Akters'zukagen. 29. Haben Sie außerdem freie Wohnung bezw. MiekhsenischädiguNg: 30. Besteht eine Skala oder erfolgen die Zulagen nach jeweiligen Beschlüssen der Gemeindeverwaltung: 31. Geben Sie gefl. die etwaige Skala genau an: 32. Haben die christlichen Lehrer des Ortes günstigere Gehaltsverhältnisse: g) Gemeinde verhält nisse. 33. Wieviel steuerpflichtige Mitglieder zählt Ihre Gemeinde: 34. Me hoch beläuft sich der Etat Ihrer Gemeinde: 36. Ist Ihre Gemeinde wohl in der Lage, ohne* Ucberlastung ihres Etats Ihr Fixum wesentlich auf- - zubessern: li) Sonstige Bemerkungen. Soweit die Enquete. SämmMche Fragen find Kinder der Zeit, dazu bestimmt, eine bessere Zukunft anzubahnen. Tempora mutantur! Wir haben jetzt sechs jüdische Lehrerseminare im deutfchm Vaterland; die jüdischen Lehrer legen die gleichen Examina ab, wie die christlichen Kollegen. Die kleinen und kleinsten Gemeinden verlangen jetzt in ihren Stelle-Ausschreibungen seminaristisch gebildete, musikalffch befähigte, staatlich geprüfte Lehrer, und bieten für dies alles sehr oft eine Bezahlung von 800—1000 Mk. Kann hier an eine Familienernährung, ja an die Lebensfrisiuntz eines ledigen Mannes gedacht werden, dazu bei den £ I