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Der Israelit · 1903-05-07 · Heft 35 (7.5.1903) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 35 (7.5.1903)
Date
1903-05-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Tiefem neuen Meralanden,,der mit seinen Wundern Der Hrmelt kommt, rufeü wir zu: nirbarV cirenbm ,,n tritt nicht in fremde Kreise, um dort die Ruhe, Zufriedenheit, das Glück und die'gerechte Hoffnung in zerstören,^iiidem du deine Gläubigen i» eine öde und n-iie Wüste führst, wo baä. Grauen wohnt, -Bewahren wir unser» Glauben an Gott und damit ,,:ch den an. das Gute, Edle und Schone in , der Welt, .lann Ivird.uns die Wissenschaft eine Leuchte sein, dis 7:mk!es erhellt, die unS von oielell Jrrthümern befreit, mme »ns in das Nichts, in den größten Irrthrrm zu Zettunflsnachrtästen und Correspondenzen. D e >u t s ch l a n b. V Main;, (>. lUfat. \ftnifrf eiert der in den weitesten ).:eisen bekannte Herr/Esriel ^Selig H a u svorss "::ier. p. p. in Jerusalem seinen 80. Geburtstag. Wir ' “r-en. dernfelben ^er-jficfy? (Gratulation mit dem Mansche, ^>aß es ihm vergönnt sei, ivie bisher, meite.r, Veiiöreid) zu ivirten. ~ Berlin, 0.. Mai. Soeben ist eine „Jüdische Kolm nuluionsgesellschast" für ben ganzen ^Ori;nt, mit dem :i!;f in Berlin, gegründet worden. Der Zweck d§r Ge- ' ülü'chaft ist,'jüdisä)en Auswanderern im Orient-Heim- ’ //ölten vorzubereiten nnö die Emigranten in den Be-. 11ieij der La ndwirth schuft einzüführen. Man plant den oa:oerb ausgedehnter Länderstrecken, die durch bezahlte r moarbeiter 'in.> einen ertragsfähi'gen Zustand versetzt acroen. Das. soll insbesondere durch,den Anbau von SLjibäuinen und Gemüse geschehen. Da der Obstbau.- tune allzugroßew/Anstren'gungen erfordert, und ' die , , ^/i-werthüng des Obstes, besonders der Oliven, . sich!ügjt.ermöglick)en läßt) so glaubt inan auf einen Erfolg •uebneti zu können, den die bischerigen Versuche — Kobniitem im; Orient kn .größeter Zahl anzusiedeln — nAn. hatten. . Die in Berlin errichtete Gesellschaft will "da9 UnteLpehmen so lange betreiben, bis, aus den Kolo-' ninen selber sich eine Gesellschaft gebildet hat,' die dann - allluübernehmen kann? Berlin, G.'Mas. Die „Vossische Zeitung" schreibt: deinen, siebzigsten Geburtstag feierte am Freitag, l. Mai, Dr. Adolf Berliner, der. - sich durch. Formungen zur Geschichte unÜ Litteratur der Juden entern .'-'ivuncn gemacht hat. Berliner ist ein wissenschaftlicher Selfmademan. In Obersitzko, .in der Provinz Posen, saboren, erhielt er zunächst, eine' wesentlich auf di? ÜkNnMß des hebräischen Schriftthums sich gründende Ausbildung. .. Jedoch machte er sich von dem allgemeinen Aiffen so viel zu eigen, daß er zuerst in seiner Heimath, dann in der neuwärkischen Kleinstadt Arnswalde als Lehrer wirkte. /Von dort aus lenkte. Berliner durch Beiträge zum hebräischen Schriftthu'm d!e Aufmerkfamleit der mgeren' Fachkreise auf sich. Das wurde der Anlaß, daß .nun ihn nach,Berlin zog. - Er erhielt eine Dozentenstelle an dem. von I. Hildesheimer begründeten Rabbiner-Seminar. Für die rehe wissenschaftliche Arbeit, die Berliner in.der Folge entwickelte', wurde ihm .mannigfaltige Anerkennung zu theil. Er erhielt den E'hrendoktortitel der Philosophie und wurde mehrfach vorder Regierung mit Reisestipendien bedacht. Semen Ruf in der Wissenschaft begründete Berliner durch eine /Ausgabe des sog. Raschi-Kommentars. Viel Anerkennung fand sodann seine Ausgabe der Massorah zum Targum Onkelos. Sie bildet die Äorläuferin einer Ausgabe des Targum Onkelos. Zu diesen philosophischen Arbeiten Mellt sich eine längere Reihe geschichtlicher Studien. In den Vordergrund treten dabei zwei Gruppen von Untersuchungen. Die eine betrifft die Ge- , schichte der Juden im Mittelalter; ,die andere hat die Geschichte, der Juden in Rom zum Gegenstände. Uns letzterem Gebiete ist Berliner als einer der besten Kenner aljgenrein anerkannt. Von seinen' einschlägigen *Ver öfsentlichungen ist an erster Stelle seine „Geschichte der Juden in Rom von den ältesten Zeiten bis zu/ Gegenwart" (^93) ein Werk, das von großer Gelehrsamkeit ^und.großem Fleiße Zengniß gibt, zu nennend Anzureihen sind, die Stüdien „Zmsut; und Konfiskation hebräischer Bücher im Kirchenstaat", „Aus dem,inneren . Leben der Juden im Mittelalter," „Persönliche Beziehungen zwischen Juden und Christen im-Mittelalter," „Hebräische Grabschriften in Italien," „Beiträge zur Geographie und. Ethnologie Bgbylons" in Talmud und Midrasch," „Aus den letzten Tagen.des römischen Ghettos," „Einfluß des ersten, hebräischen Buchdrucks, auf den Kultus und die Kultur der Juden," Einen geschätzten, Namen hat Berliner als Bücher- und Handschnftensawmler. Seche Fachbibliothek, die nach.Frankfurt a. M, gekommen.ist, gehört zu den größten und besten ihrer Art:*) ' ' .; Wie.uns unser Correspondent soeben telegräphirt, wu'rde^Herr Dr. Berliner zum Prostssdr ernannt. „Wer der Ehre zu entfliehen sucht, dem läuft sie nach." (Auch ryir bitten unserenverehrten und bewährtes langjährigen Herrn Mitarbeiter, unsere Aufrichtigen Wünsche entgegenzunchmen. Red. d. „Jsr.") Hannover, G' Mai, Am Mittwoch, den'22. April,... Abends, fand Hierselbst im ^Conzerthause . in Folge einer von den beiden hresigew Mitgliedern des CentrÄ- 5lomitees,. Herren Senator Fischer und Emil L. Meyer,' erlassenen und von zahlreichen Glaubensgenossen aus Stadt und Provinz .Hannover Unterstützten Einladung - eine zahlreich besuchte Vers, mm- Sung zum Zwecke der Mgründung. eines Zwech-Veresns ^es ^Hilfs-Vereins der deutschen 'Juden".statt. stkach einigen einleitenden Worten des, Vorsitzenden, .HMn Senator Fischer, verbreiiette sich, Herr *) lieber eine von den Schülern 93 erline vS herausgegebene ^Überschrift unter der Nedaction deS Arnnkfnrter städtischen Bibliothekars Dr. gre imamt, werden wir in einer titterarrschen Beilage ausführlich berichten. Red.

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