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Der Israelit · 1903-04-30 · Heft 33 (30.4.1903) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 33 (30.4.1903)
Date
1903-04-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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ohne daß der Unterricht in den andern Fächern eine Einbuße dadurch erleide. ^Wer Gutes anstrebt, dem hilft Gott", das hat sich bei unserer Schule bewährt; Er hat manchen Widerstand besiegen, manchen Sturm beschwichtigen helfen. Ihm gebührt unser erster Tank. Zu danken ist aber auch der Gemeinde, die unter großen Opfern die Schule rn's Leben gerufen hat und sie erhält, zu danken allen denen, die zu ihrer Förderung beigetragen haben. So treten wir denn in das zweite Halbjahrhundert unserer Schule mit der Hoffnung ein, daß sie weiter gedeihen, blühen und wachsen möge!" Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Berlin, 26. April. (Repräsentanten- Sitzung.) Der Polizeipräsident von Berlin hat die Wahlen der Vorsteher und Stellvertreter für ungültig erklärt, weil vier Vorsteher auf sechs Jahre gewählt waren, während nach dem Turnus nur drei gewählt werden durften. Um nun einen regelmäßigen Turnus zu ermöglichen, haben alle Vorsteher ihr Amt niedergelegt und sich einer Neuwahl unterzogen, welche auf die bisherigen Personen gefallen ist. Die Rentier Kaiser'schen Eheleute haben der Altersversorgungs-Anstalt 15,000 Mark überwiesen. Die Abrechnung über die festgottesd'ienstlichen Veranstaltungen im Jahre 1902 wird dechargirt, dabei wird der Wunsch ausgedrückt, einen Juqendgottesdienst zwischen Centrum und Norden zu errichten. Die Preise für Männerplätze kn der ersten Reihe der Synagoge Lindenstraße werden von 60 Mark auf 50 Mar? berabgesetzt. Statt des ausscheidenden Prof. Elias'wird in den Schul- und Talmudvorstand Herr Rabbiner Dr. Weiße gewählt. Herr Wolf F e r n b a ch als Mitglied der Subventionskommission. Die Altersversorgungs - Anstalt erhält auf fünf Jahre eine Subvention von 5000 Mark, der Religionsverein „Ah'awas scholaum" für das Jahr 1903 2000 Mark, die Kinderheilstätte Limburg an der. Lahn für das Jahr 1903 300 Mark. — Die Angelegenheit in der II. Altersversorgungs-Anstalt, über welche wir berichteten, ist jetzt geregelt worden. Es ist für eine Verwaltung sehr schwer in einer Anstalt, in welcher die Insassen selbst religiöse Satzungen übertreten, Ordnung zu halten. Wir, die wir die Herren Oscar Berlin und -Joel Mayer persönlich kennen, bedauern deren Ausscheiden aus der Gemeindeverwaltung. Beide sind' wahre,, gesetzestreue Juden und erfreuen sich der größten Hochachtung bei allen religiösen Parteien. . , E. R. Berlin, 27. April. (Abgec dnetenhaus.) Eine Petition um Anwendung des § 4 des L^rerbesoldungsgesetzes auf den Vorjüngerdienst der israeli-. tischen Volksschallehrer wird durch Uebergdng zur Tagesordnung erledigt., Hamburg, 24. April. In Veranlassung der Barmizw'ahfeier seines jüngstens Sohnes hafte Herr Sally Mainz von dem Altonaer Sofer, Herrn Eidenbaum, eine neue Sefer Thora schreiben lassen, deren Vollendung resp. Einweihung gestern Abend im. Bftsein vieler min ya und Freunde, etwa fünfzig eingeladenen Personen, stattgefunden. Der Gastgeber und seine Gemahlin verstanden es, die gastgeberische Freundschaft in vornehmer, dem heiligen Zwecke angemessener Weise zum Ausdruck zu bringen, so daß das schöne Fest die verwöhntesten Ansprüche wnt Lbertraf. Im Interesse der Anregung dürfte es gestattet sein, etwas ausführlicher hierüber zu berichten. Als nach Schluß des Schreibens, bei dem jeder der Gäste seinen Theil b'eigrtragen, das Minch'agebet verrichtet worden, eröffnete der Gastgeber die Festtafel und begrüßte zunächst in feinem und seiner Gattin Namen die illustre Gesellschaft, an deren Spitze der Oberrabbiner sowie der 2*»n ’j» Herr Dr. P. Nathan, standen. Der Redner erzählte von einem juNgen Manne, der vor etwa 26 Jahren angeregt worden sei, sich eine Sefer Thora schreiben zu lassen, und der darauf mehr scherzhafter Weise erwiderte: „Das wolle er zur Barmizwahfeier seines jüngsten Sohnes thun," obgleich der junge Mann damals noch lange nicht verheiratet gewesen. Die Gesellschaft werde leicht errarhen, daß er dieser junge Mann gewesen, der heute hochbeglückt dasjenige im Ernst erlebe und ausführe, was er damals versprochen. Tiber auch der Mann/ der ihm zur Ausübung dieser hohen Mizwa als Sofer in so schöner Weise geholfen, sei derselbe, der ihm damals die Anregung dazu gegeben. Mt einem Hoch aus den Raw, als die Spitze der Gesellschaft. und mit dem Wünsche, sich die Speisen gutschmecken zu lassen, schloß der Gastgeber seine mit Eleganz vorgetragene Begrüßungsrede. Nach ihm war es der Herr Oberrabbiner, der die Gesellschaft mit einem agadisch-halachisch'en Vortrag über die iw j'K ''N mbwri unter Hinweis auf die Verbindung der?wrv 22 und *pyn wahrhaft erfreute. Inzwischen war wieder den physischen Ansprüchen durch Austragung neuer Speisen Rechnung getragen worden. Dann hielt Herr G u m p e r tz eine wohlgelungene Rede, über die wzwr rxm rrmn n« 02V »na vnrri unter Anführung und Bezugnahme, auf die betreffenden Talmud- und Poßkimstellen. Herr GuMpertz vereinigte i'n seiner Person, wie er zu Anfang seiner Rede betonte, drei Legitimationen. zur- Theilnahme an dieser Feier. Als Vorsitzender des Synagogenverbandes, als Vortragender Rath der vaterstädtischen rri2n et£, und insbesondere als Freund des Hauses; für. jede dieser Vertre-

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