Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 61 (1.8.1904)
- Date
- 1904-08-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2446951-2449986-2450043--61155-2522196- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Safed 1× ep/1046078
OCR text
1305 mann in Nürnberg und Lcop. Flamm in .Kihingen. U’cfdK die jeweiligen Eremplarc anfertigten. sind jedenfalls zur weiteren Anstunftsertheilung gerne bereit. O e st e r r e i ch. 4t«* Wüli$»e*t. Der Nassi des heiligen Landes für Galizien .Herr Isaak L. Schreiber in Drobobncz. veröffentlicht seinen Jahresbericht, nach welchem im Jahre IW. für die Armen des heiligen Landes ein gingen 89,907 Gulden und 19 Kreuzer, ein Resultat, das dem Wohlthätigteitssinn der zumeist selbst armen Juden Galiziens das glänzendste Zeugnist ausstellt. Aon dieser Summe erhielten der Kolel Galizien und Munlacs in Jerusalem 4l,ir»l Fl. 10 Kr., die betr. Kolels in Safed (r.es) 95,088 Fl. 62 Kr., in Liberias 7702 Fl. 5l» .Kr.. Spesen und Drucklosten 9964 Fl. ST? Kr.. Kasscnrest 1410 Fl. 14 Kr. Die eifrige ^hätiglcit des Herrn Schreiber für die Armen des bciligcn Landes verdient höchste Anerkennung. Rußland. Petersburg. <D i c „I c a" in N u st l a n d.) Wie von hier berichtet wird, beabsichtigt die ..I^a" in nächster Zeit zn Händen des ..Vereins zur Verbreitung der Aufklärung unter den Juden" 900,000 Rubel zu erlegen. Diese Summe sott zur Gründung von jüdi scheu Rormalschulen in Rußland verwendet werden. Die „Ica" hat erst jüngst in Helsingfors eine jüdische Rormalschule mit einem Kostenaufwandc von 25 .«^00 Rubel gegründet. Personalien. -Hamburg. 0L» rdens - A u s z e i ch n u n g.l Herr Samuel R o r d h e i in c r, seit 17 Jahren Konsul des deutschen Reiches in Ontario in Kanada, wurde von dem Kaiser mit der Verleihung des Rothen Adlcrordens ausgezeichnet. Das erste deutsche Konsulat wurde im Jahre 1871 in Kanada eingerichtet und Herr Rordbeimer folgte dem Baron von Heimrod im Jahre 1X87 als Konsul für Ontario. Herr Nord heimer ist der erste Konsul in Kanada, welchem solche Auszeichnung zu Tbeil tvurde. Sie gilt nicht allein als Auszeichnung für im Ausland geleistete Dienste, sondern besonders auch als persönliche Ehrung Seitens des Kaisers. Gebürtig ist Herr Rordheimer in Memmelsdorf i.n baver. Itzgrund. Dessen Brüder, der bereits dor einigen Jahren oerstorbene Herr Markus Rordbeimer und der noch dahier lebende Herr Jakob Rordheimer sind als Philanthropen im In- und Auslande rühmlichst bekannt. F. in R. Sprechsaal. Karlsruhe. 28. Juli. Bezüglich des Lesens von w.i 722 tm cnp bin ich anderer Ansicht, als die im Sprechsaal Rr. 68 des ..Israelit" von Herrn Löwy ausgesprochene. Der im *t;t unzählige Mal vorkommende Ausdruck «yrp srn 722 ist die chaldäische Uebersehung der talinudischen Gottcsbezeichnung wn 7^2 pnpn. Das hMj bezieht sich nicht auf oben im Himmel, sondern heißt über alle Lobpreisungen etc. Der von Herrn LLwy angeführte Betveis aus dem w beweist nicht seine Ansicht, sondern das Gegentheil. Man vergleiche auch bezüglich der Beschränkung des Gottesloöes: Talmud Berachot. fol. 99, Col. 2 und andere Stetten mit dem Anfangsworte rmr» H*nn. E. Erchstetter. Ehorostkow, 26. Juli. Bciresfs der Frage im Sprcchsaal Ihrei? geich. Blattes Rr. l.9 wie die Worte an 712 im Kubisch zu sehen stick verweise ich auf '2 *yc vrt> jt wo es ausdrücklich hcrvorgehoben wird: /'2 pw n*T. h’v c't ercv pT: 'JW222 Src xS'yS kvs *ps b. I). las' ,rrs 7-,2 2'NM ,xrr.jnx2 rroVi MV'rpi .'.(.ch xtp-rpT ein Absatz gemacht wird, und dem entsprechen) jr.T 722 zum Nachsatze gelesen 22c ego TU2P re» p p*! 7!7 ‘TZX IP’Jf CTT2X2 n'2'. b"N2 kSt 2W2V C2W 22 x'L-7! -P2 cw?:rtPM »a b2tt t-.bd jnae. Bei dieser Gelegenheit nehme ich Veranlassung, auf ein anderes Thema in Betreff des Kadisch einzugehen: Bekanntlich wird überall Kadisch nur elf Monate gesagt, ja man ist mit Peinlichkeit darauf bedacht, sich in dieser .Hinsicht selbst nur um einen einzigen Tag nickt zu verrechnen, als wäre dies ein Verstoß. Im Gegensatz hierzu aber sott der berühmte bi 2^2 2.-2 im Trauerjahre nach dem großen b-n -rs ern, nie -s in n e "2 n2«n -rn r.’2 mr ans anlhentischcr Ouette erfahren haben will, Kadisch länger als elf Monate und zwar elf Monate und zwölf Tage gesagt haben. Wir haben also das Bedürfniß, nach einer Ertlärung dieser räthselhaften Erscheinung. Der Verfasser des “y*- will in Gemäßheit der von ihm daselbst aufgesiettten Behauptung, daß wo ein diesbezüglich ausdrücklicher Wunsch des Verblichenen vorliegt, nach ihm Kadisch länger als elf Moyate zu sagen, alle sich dagegen gellend machende Momente im Wegfälle kommen. auch hier annehmen, daß der 2e*a sre dies über spezieller Anordnung des cm gethan hätte. Allein, diese Annobme dürfte, abgesehen von Momenten halachischer Natur, die dagegen sprechen, um^