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Der Israelit · 1904-07-04 · Heft 53 (4.7.1904) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 53 (4.7.1904)
Date
1904-07-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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1126 „Ja wohl, Herr Professor, an beiden Orten kann man essen, ich glaube auch in Abazzia." „Davon habe ich nichts gehört, übrigens würde ich Meran oder Davos den Vorzug geben. Jetzt sind Sie doch einverstanden, nicht wahr, liebes Kind?" „Sie sind so gütig, so fürsorglich," flüsterte Frieda erröthend.' „Das ist meine Pflicht. Nun ist aber noch die j Frage, in wessen Begleitung Sie dort hin gehen. --! Das heißt, was die Reise betrifft, so könnte sich viel- - leicht Ihr Verlobter für einige Tage frei machen, das wäre auch schließlich das wenigste. Aber ich wünschte,! daß Sie auch dort Jemand um sich haben, mit dem Sie! gerne verkehren. Meinen Sie nicht auch, Frau Müller?"! „Gewiß wäre das wünschenswerth. Wenn ich! könnte —" j „Nein, Sie können nicht, denn es handelt sich um j mehrere Monate. Aber könnte nicht vielleicht Ihr! Fräulein Tochter?" « „Ja wohl, meine Tochter kann dort bleiben, so s lange der Herr Professor es erforderlich halten." „Schön, schön, also Fräulein Selma geht mit, ist sicherlich die angenehmste Gesellschafterin für ihre Freundin. — Also, liebe Frieda, für was haben Sie sich entschieden, für Meran oder für Davos, wohin soll ich schreiben?" Frieda war in Wirklichkeit ergriffen von der Fürsorge ihres Vormunds. „Sie sind so gütig, so überaus gütig — bitte, bestimmen Sie." „Sehr wohl, also werde ich Sie in Davos an- : melden, der Aufenthalt dort wird Ihnen sicher sehr 1 wohl tbnn. — Aber, ehe ich daran vergesse, muß ich > Sie doch ans noch etwas aufnrerksam machen. Ich? Mainsche nicht, daß es bekannt wird, daß Sie nach! Davos gehen, geben Sie niemanden Ihre Adresse. Ich! habe nämlich dieser Tage ein geradezu unqnalifizirs bares Schreiben von Ihrer Mutter erhalten. Ich - werde dasselbe beantworten. wie fich's gebührt. Trotzdem halte ich es nicht für unwahrscheinlich, daß sie auch Sie belästigen wirb und ich mache Sie daher aufmerksam, daß das Testament Ihres Vaters für Sie nach jeder Richtung hin bindend ist, und daß dasselbe durchaus keine Ungerechtigkeit weder gegen Ihre Bruder, noch gegen Ihre Mutter enthält. Außerdem wollen Sie sich gegenwärtig halten, dLß Sie allerdings nach bürgerlichen Begriffen reich sind, daß Sie jedoch vor Ihrer Volljährigkeit ohne meine Zustimmung nicht über hundert Kronen verfügen können. Das könnten Sie eventuell Ihrer Mutter erwidern. Aber besser ist'», S>' lassen sich auf gar nichts ein. es wäre einr müßige und Ihnen überdies peinliche Korrespondenz." (Fortsetzung folgt.) Räthsel. Enthaupte den Mann, Und setze alsdann. Au Stelle wieder, Des Weibes Glieder, Findest nun die Zeit, Eine Frucht bereit. Und ein' Fettigkeit. L. Rw. Wochen-Kalmöer. Freitag, & Juli. 25. ThamuS. reipn, Sabbat-Anfang in Mainz n. Frankfurt a. M. 7 Uhr 45 Min. Samstag,9. Juli. 26. Thamu?. rVnra .rjs» *7221 ms2, Sabbat-Ausgang in Mainz n. Frankfurt a. M. 0 Nhr 35 Min. — Berlin 9 Nhr 27 Min. — München 9 Uhr 04 Min. — Stuttgart 9 llfir 18 Min. — Straßburg 9 Nhr 25 Min. — Bosen 9 Uhr 21 Min. — Stettin 9 Uhr 39 Min. — Breslau 8 Uhr 57 Min. — Nürnberg 9 Uhr 18 Min. — Wien 8 Uhr 50 Min. — Paris 8 Uhr 50 Min. — Prag 9 Nhr 05 Min. Dienstag, 12. Juli. 29. Thamus. ysp 2"». Der „Israeliterscheint wr»rh(>iitllch Kwelmnl, Slontag^ und Donnertttags, jedesmal in mindestens zwei Vogen. Preis pro Vieiteljabr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt ganzjäbrlick, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter ncbnicn Bestellungen an. — Der Vnchhandrl vrrlirhrl durch V. Zf. S l r i n a ch e r, Leipzig. Noßplntz Jß. — Inserate 25 Pfennig die viergespaltene Nonpareillezcilc oder deren Raum. Preis der Zeile im Rcclamcthcil 75 Psennig. -- Timte Francozuscndung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr., für's Ausland 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3932. Telephon 1915. Stellcsnchende und sonstige Interessenten können auf Wunsch die jeden Dienstag und Freitag erscheinende »Kleine AuSgabe deS ISraelit" vier Wochen lang gratis und franco erhalten. Wünscht man den Empfang der „Kleinen Ausgabe" längere Zeit. 10 kann man sich für 25 Pfennige das Vierteljahr. indeß ausschließlich bei der Post auf dieselbe uatcr Nr. 39.13 abonniren Auf Wunsch stunden wir die Zahlung deS JnsertionSbetragS au außer Tt-Se Befindliche bis «ach Erlangung einer solchen. Inhalt iSauvtbtalN: Tie Otreuclthateu von Kischinew vor dem Senat. — Zeitungsnachrichten und Correspotldenzen: Deutschland: Stettin. München. Rusiiaud: Petersburg. — Fenilleton: Eine vereitelte Hochzeit. < Fortsetzung.) — Rätbsei. 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