Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 50 (23.6.1904)
- Date
- 1904-06-23
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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1043 f Patienten (darunter 7524 Augenkranke) in der Klinik behandelt. Dr. Krischewsky ist nicht wieder nach Jerusalem zuruckgekehrt, wetzwegen wir die Abhaltung | der Sprechstunden in der Klinik dem Dr. Fridmann . übertrugen. Außerdem fanden außerhalb der Klinik 2520 Behandlungen durch einen Augenspezialisten für Rechnung des Vereins statt. Im Ganzen wurden demnach 27,218 Kranke ambulatorisch behandelt. Die Anzahl der von den Aerzten Fridmann. Nagurny. Mast<*, Waizbard, Buffetes, Sachs, Abuschdid und Lewentaner für Rechnung des Vereins gemachten Krankenbesuche belief sich auf 6163. Für Krankcnunterstützung wurden 703 Frs. verwendet. Arme wurden in Jerusalem und Umgegend mit 752 Frs. unterstützt, für Lehrgeld von 47 Lehrlingen wurden 1207 Frs. ausgegeben, für Darlehen iy Jerusalem 1093 Frs., denen 1220 Frs. Rückzahlungen gegenüberstehcn. Die Anstedlung in Ramleh kostete 700 Frs. Subventionen für Unterricht wurden 'geleistet: 1. für den arabischen Kursus in Jerusalem rStadttheil Eben Israel), 2. für die Abendschule in Jerusalem. 3. für den Tageskursus der Lehrlinge in Jerusalem (Stadttheil Meah Schearim). 4. für den Abendkursus daselbst, 5. für den arabischen Unterricht in' Hebron. 6. für die Talmud-Thora in Gaza. Gelegentliche Beihilfe wurde gewährt den Talmud- Thora's 1. in Veth Jaacob. 2. in Maskereih Moscheh, 3 Ez chajim in Jerusalem. 4. in Jaffa und 5. in Hebron; dieselbe bestand in Bibeln, Gebetbüchern, Schreibutensilien u. s. w. Dem am 29. .April 1903 eröffnten „hebräischen Kindergarten" bewilligten wir eine Subvention von 500 Frs. Die Zahl der Zöglinge, die bei der Eröffnung 70 betrug, war im Winterhalbjahr auf 97 <34 Knaben und 63 Mädchen) gestiegen. Die meisten zahlen ein mäßiges Schulgeld und nur 20 der ärmsten Zöglinge haben Freiplatze. Die Kleinen werden von drei Kindergärtnerinnen in drei Klassen nach moderner Methode unterrichtet und beschäftigt. Das Hebräische, die Sprache des Kindergartens, wird ihnen zur zweiten Muttersprache. Bei dem dort herrschenden Sprachengewirr ist dies als besonderer Vortheil zu begrüßen. Das Sommersemester hat am 12. April d. % mit 120 Kindern begonnen, seitdem sind noch 20 Kinder ausgenommen worden, eine weitere Anzahl mußte zurückgcwiesen werden. Inzwischen ist im Norden der Stadt, wo ein Drittel der jüdischen Bevölkerung Jerusalems, fast ausschließlich Aschkenasim. wohnt, eine Zweiganstalt errichtet worden; am 17. April d. I. fand deren Eröffnung mit 52 Zöglingen statt. Für die beiden Kindergärten hat der Verein die Kosten der angenarzt-' lichen Üeberwachung und Behandlung bewilligt. Verschiedenen jüngeren Leuten gewahrten wir Unterstützungen, theils zur Ausbildung, iheils zur Anschaffung gewerblicher Geräthschaften. In Bezug auf die Verwaltung des Vereins haben wir mitzutheilen, daß wir es für geeignet gehalten haben, nachdem das seitherige Lokalkomitee in Jerusalem bereits 8 Jahre funktionier hat, auch anderen angesehenen Bewohnern der heiligen Stadt eine Mitwirkung bei unserer Thätigkeit zu gewähren. Die Unterhandlungen betreffs der Uebernahme des Amts sind mit den einzelnen Herren noch nicht abgeschlossen. Denjenigen Herren, die bisher das Lokalkomitee bildeten, drücken wir auch an dieser Stelle unseren Dank für ihre uneigennützige und ersprießliche Mühewaltung aus. Allen Freunden und Gönnern danken wir für ihre wohlwollende Unterstützung, vornehmlich Herrn Bez.- Rabb. Dr. Salvendi in Dürkheim, der. wie immer, alle Zweige unserer Wirksamkeit bedachte, ferner den verschiedenen Herren, die uns mit sonstigen größeren Svenden halfen, unsere Thätigkeit wei'er auszudehnen. Karlsruhe, 19. Juni. Im badischen Landtage befürwortete Abg. Weiß (natl.) eine Besserstellung der Lehrer. Man hitte vor allem schon jetzt die älteren Lehrer besser stellen sollen. Im übrigen stehe er auf dem Boden der Kommissionsanträge. Abg. N e u w i r t h (natl.) führte aus, daß auch die ländlichen Bezirke ein Interesse an der Besserstellung der Lehrer haben. Ich hoffe, daß dem nächsten Landtag ein Gesetz zur Besserstellung der Lehrerverbältnisse zugeht. Abg. F r ü h a n f (freis.) trat für eine Besserstellung der israelitischen Lehrer ein und ersuchte die Regierung, die Volksschulen der Gemeinde Brötzingen, die nun mit Pforzheim vereint wird, zu einer erweiterten Volksschule auszugestalten. ' Oberschulrathsdirektor Arnsperger erwiderte, daß für die israelitischen Lehrer gethan werde, was möglich sei. Abg. Eichhorn (Soz.) sprach sich gleichfalls für die Erweiterung der Volksschule in Brötzingen aus. Abg. Fehrenbach (Ztr.): Die Lage der isr. Unterlehrer ist eine wenig günstige. Das kommt hauptsächlich daher, daß die kleinen Gemeinden sich in schwierigen Verhältnissen befinden und für die israelit. Lehrer nicht mehr thun können. Die größeren Gemeinden sollten es machen, wie'es auf meine Veranlassung in Freiburg geschah, ste sollen in Fällen, in tunen es möglich zu machen ist. die israelitischen Unterlebrer als Hauptlehrer anstelle». Abg. Ihrig (Dem.): Es laßt sich nickt bestreiten. daß die israelitischen Lehrer sehr lange warten müssen, bis sie Hauptlehrer werden. DieRegi^ptzg., sollte die Lage dieser Lehrer'baldigst bessern! - . - ' England. London. (Vom Fremdengesetz.) In Anbetracht der von ihr zu berathenden Fremdenbill wurde ' die aus 40 Mitgliedern bestehende Gefetzeskommission