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Der Israelit · 1904-11-21 · Heft 92 (21.11.1904) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 92 (21.11.1904)
Date
1904-11-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1977 hatte, erfolgte am 14. November die formell- Konstitut rung des Vereins im groben Sitzungssaale der jüdischen Kultusgemeinde in Wien. Die zahlreich besuchte Versammlung, welcher die Vertreter sammtlicher Vereine der Wiener Kultusgemeinde beiwohnten, eröffnete Präs. D. Alfred Stern mit einer Ansprache, die das Entstehen des Vereins schilderte. Hierauf erstattete Dr. Alfred N o s s i g das Referat über die im Statut pracisirte Besiimmung des Vereins. Nach einer Diskussion, an welcher sich die Herren Dr. Weisl, Lucian Brunner, Baurath Stiaßny u. A. betheiligten, schritt man zur Konslituirung des Vereins und zur Wahl des leitenden Ausschusses, der sich aus folgenden Herren zusammenseht: Präs. Dr. Alfred Stern, Dr. Rud. Auspitz, David R. v. Guttmann, Prof. Dr. Chrmann, Emil Herner, Kaisers. Rath Sachs, Rabb. Dr. Schmidl, Baurath Wilh. Stiaßny, Dr. F. Weisl, Oscar Marmorek, Dr. I. Bloch, Dr. Zins, Ignaz Schiff, Dr. Pappenheim. Der Ausschuß trat sofort zusammen und vertheilte die statutenmäßig vorgesehenen Funktionen in folgender Weise: Präsident Dr. Alfred Stern, Dicepräf. Kais. Rath Sachs, Schatzmeister Herr Emil Horner, Stellvertreter Dr. W. Pappenheim, Schriftführer Dr. F. Weisl, Stellvertret. Dr. Zins. Ein ausführlicher Bericht über den Verlauf dcr Versammlung sowie über die Zwecke und den Arbeitsplan des Vereins 'gelangt demnächst zur Veröffentlichung. Fersonakien. Satoralja-Ujhely. Am 28. Cheschwan verschied nach langem schweren Leiden dahier der in weiten Kreisen Ungarns bekannte Abraham N. Teite l b a u m. Sohn des vor sechs Jahren verstorbenen Oberrabbiners der hiesigen orthodoxen Sefard-Gemeinde Moses Teitelbaum s. A. und Schwiegersohn des kürzlich verstorbenen, rühmlichst bekannten Marmoros-Szigeter orthodoxen Oberrabbiners. Um dem Entschlafenen die letzte Ehre zu erweisen, hatte sich eine große Anzahl von Freunden und Bekannten. von Nah und Fern, vor der Sefardi'schen Klaus angesammelt, wo man sieben rr.v?n machte, welche auf jeden Einzelnen einen tieferschütternden Eindruck machten« Darnach hielt der Schwager des Verstorbenen, der Oberrabbiner der Nyirbritorer orthodoxen Gemeinde, Herr Naftali Teitelbaum, eine herzergreifende Trauerrede, in welcher er den Lebensgang des Verblichenen in erschütternden Worten schilderte. Nachdem noch die Oberrabbiner zu Kiskövesd und Mikohaza gesprochen, wurde die Leiche zum Friedhof getragen, wobei eine vielhundertköpfige Menschenmenge den Sarg begleitete. H—m—v Ö—ta—r. Sprechsaal. Die Chaluka imhettigen Lande.; Mülhausen i. E., im Noü.. - Es werden ca. 14 Tage vorüber sein, da führte mich eine Geschäftsreise in die Metropole des Ober- Elsaß iiber Sabbat. So wenig zusagend einem vm rsw die Zustände der jüdischen Geineinde daselbst auch sein mögen, war ich doch sehr erfreut, einige wackere jüdische Männer zu finden, die im Hause des allbekannten Herrn Meyer, der sich, von andern Verdiensten abgesehen, allein durch seine Thätigkeit für die Armen des heiligen Landes unsterblichen „Sechuß" erworben, ein Minjan abhielten, das allen Ansprüchen an ein echt jüdisches Bethaus vollauf entspricht. Nun hörte ich zufällig heute Abend, also izv »xjtc wird ein Hauptakteur der Zionisten im großen Börsensaale einen Vortrag halten über „Land und Leute in Palästina". Selbstverständlich nahm ich, um eine Beschreibung unseres heiligen Landes zu hören, an der Versammlung Theil und wanderte Abends der Börse zu, woselbst der Saal bereits voll besetzt war. Da begann der Herr, der am Sabbat mit der Bahn hier ankam, seine Reise durch das heilige Land zu schildern und kam auch auf die „Ehaluka" zu sprechen. Die „Chaluka" wäre eine sehr schone Einrichtung, wenn das Komitee in Amsterdam solche richtig handhaben würde. Aber, behauptet er, es seien hauptsächlich vermögende Leute, die jährlich Tausende von Francs erhielten und die Aermsten der Armen gingen leer aus. Um seinen Behauptungen den Relief der Wahrheit zu geben, offerirte Redner die Namen dieser bevorzugten „Chalukanehmer". Er behauptet, ein Herr Blau aus Safed, der selbst 4—5 Häuser sein eigen nenne, erhalte jährlich einige Tausend Francs für seine eigene Verwendung. Auf den Vorhalt des Redners, wie er es auf sein Gewissen nehmen könne, Ehaluka zu nehmen, da er doch ein notorisch vermögender Mann sei, erklärte dieser Herr Blau angeblich: „Wenn man mir gibt, warum soll ich nicht nehmen." Ich. für meine Person, bin fest überzeugt, daß diese Angaben den Thatsachen nicht entsprechen, aber im Interesse der heiligen Sache bitte ich Sie, dieehrenwertben Männer in Amsterdam durch Veröffentlichung dieser wahrscheinlich unrichtigen Behauptungen», zu veranlassen, eine öffentliche Richtigstellung und zwar, in möglichst vielen jüdischen Blattern zu geben, da doch der eine oder andere Spender glauben könnte, die Sache wäre genau, so, wie es die zionistischen Wanderredner öffentlich predigen und von weiteren Gaben sich zurückziehen könnten»' . { Anmerkung, der R e d.: Wir sandten diese» Brief an die Pekidim und Amarkalim in Amsterdam und erhielten folgende Erklärung:

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