Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 92 (21.11.1904)
- Date
- 1904-11-21
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 2× ep/1046078
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1978 Unterzeichnete Pekidim und Amarkalim der israelitischen Gemeinde des heiligen Landes zu Amsterdam zollen görne ihren Dank dem Schreiber des obenstehenden Artikels für sein geschätztes Interesse, und Ihnen, Herr Redakteur, für die Aufnahme. Denn dadurch wird uns wieder Gelegenheit geboten, die lügenhaften Märchen zu zerstören, welche gewisse Philanthropen (?) in der lobenswertben (!) Absicht auftischen, ein altes Institut, das bei zahllos Vielen beliebt, für Zebntausende ein wahrer Segen war und ist, der Vernichtung anheim zu geben. Die Unwahrheiten, welche dem ged. Artikel nach, von den Wanderrednern verbreitet wurden, bilden, mit Ausnahme des Namens „Blau aus Safed", alten Kohl, und wurden demzufolge schon öfters von uns widerlegt. u. A. in den beiden Artikeln unseres werthen Kollegen, Herrn D. Abrahams in Nr. 82/83 und 98 des „Israelit" von 1902. Auf Veranlassung der jetzt sich wiederholenden Angriffe sehen wir uns abermals zu der Mittheilung gedrungen, daß das Ergebniß unserer Sammlung allen Armen des heiligen Landes zu Gute kommt. Von den ersten zehntausend Gulden (Nieder!.), welche uns zugehen, bekommt die Holl.- Deutscbe Gemeinde in Jerusalem nur zweitausend: die restirenden achttausend werden unter die übrigen Armen des heiligen Landes vertheilt. Letztere erhalten ferner noch 40% von den uns weiter zugehenden Svenden. Von dem in Holland und Deutschland für Erez Jisroel Gespendeten wird also ein sehr beträchtlicher Theil nicht für die H.-D. Gemeinde verwendet, sondern für die Gesammt-Armen des heiligen Landes. Und doch bekommt die H.-D. Gemeinde von den Erez Jisroel Geldern, welche die anderen Gemeinden Palästina's aus ihren . Heimathslandern empfangen. absolut nichts. Jeder Unbefangene wird doch eingesteben, daß die H.-D. Gemeinde hierbei äußerst gerecht und -pro jrvo c*:sb verfährt. Ueber die Chaluka-Empfänger haben wir bei unparteiischen, mit den örtlichen Verhältnissen vertrauten Personen Auskünfte eingeholt, auf deren Grund wir ganz entschieden erklären dürfen, daß die jetzigen Cbalukaempsänger, Mitglieder der H. D. Gemeinde. nicht nur keine vermögenden Leute sind, sondern sich ohne Chaluka durchaus nicht ernähren könnten. Die Erzählung von einem Blau aus Safed ist ein Produkt kühnster Phantasie. Ein Mitglied der H. D. Gemeinde mit Namen Blau, der also unmittelbar von uns Chaluka empfangen soll, gibt es nicht in Safed. Ueberhaupt haben wir keiner Familie Blau, weder in Safed. noch in anderen heiligen Städten. Beträge von einiger Bedeutung zugängig gemacht. , Welchen Werth die Auskünfte eines Mannes haben können, der seinen Zuhörern solche Erdichtungen aufbinden will, möge jeder selbst beurtheUen. - Pekidim und Amarkalim der isr. Gemeinden des heil. Landes zu Amsterdam. M. M. R u b e n s sen., Präs. A. Onderwyzer. Sekret. (Mögten sich doch in jeder Stadt, in der Zionisten sich nicht scheuen, öffentlich Lügen gegen die Chaluka- Einrichtung zu verbreiten, ernste Männer finden, die diesen Verleumdungen an Hand der offiziellen Informationen entgegentreten. Red. d. „Isr.") pttSeiüisgea aus de« W. Ame«vere!«u «sd für dlrsrldr». (Sämwiliche jüd. Wanderbettelvereine und Kaffe« für Durchreisende find gebeten, »nS Mittheikungn» über Erfahrungen, die sie auf dem Gebiete ihrer Thätigkeit mache», zukomme» zu lassen.) Nidda (Obrrhessen), 14. Nov. Am vorigen Donnerstag Mittag erhielt ich eine Postkarte von dem Vorstandsmitgliede M. Stern in Gelnhausen unterzeichnet, daß im Laufe des Tages ein armer Franzose (Jude) bei mir cintreffen werde, ich möchte, da derselbe krank sei, für seine Weiterbeförderung sorgen; er hätte demselben aus der Kaffe 15 Mk. angewiesen. Ich gab demselben 6 Mk.. löste ihm eine Fahrkarte nach Gießen und gab demselben ein Schreiben mit an Herrn Rabb. Dr. Hirschfeld mit der Bitte um Weiterbeförderung. Nächsten Tag (Freitag) traf ich denselben wieder hier am Bahnhof. Auf mein Erstaunen gab mir derselbe zu verstehen, daß ihm Dr. Hirschfeld eine Karte nach Schotten gelöst habe. Abends um 9 Uhr kam er wieder zurürl. Ich löste ihm Samstag Abend eine Karte nach Frankfurt a. M. und wies ihn an das dortige Konsulat. Heute habe ich in Erfahrung gebracht, daß derselbe noch in Friedverg sei. Derselbe zeigt ein Schreiben der Kultnsgemeinde Graz vor. Seine Papiere (französisch) lauten: Josev de Lerou. Derselbe gibt an, seine Familie sei von der Alliance Jsraelite bereits nach Paris befördert worden. Nunmehr theilt mir Herr Stern aus Gelnhausen mit, daß er keine Karte an mich geschrieben, sondern, daß dieselbe gefälscht sei. M. Grünebaum, Vorstand. SrttffaOeti der Nedaetto«. 3 St.r AngcsragleS Werk ist ket I. Kauffmann. Frankfurt *. M, erschienen.