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Der Israelit · 1904-05-02 · Heft 34 (2.5.1904) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 34 (2.5.1904)
Date
1904-05-02
Page
– (sequence 9)
Language
German
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45. Jahrgang. eiürge jtt M 34 des „Ismekil". Iettungsnachrrchten und Corrrspsadenzen. Deutschland. Berlin. Soeben erscheint der Bericht de» Rabbinerseminars über das Jahr 1902/03. Mit gerechter Genugthuung konstatirt das Kuratorium, daß die'Anstalt auch im abgelausenen Jahre, dem dreißigsten ihres Bestehens, eine gedeihliche innere Entwickelung genommen hat und den hehren Aufgaben, denen sie seit nunmehr einem Menschenatter dient, in vollem Umfange ihre Kräfte geweiht hat. Die Beitragsfreudigkeit der Freunde und Gönner der Anstalt hat sich auch in diesem Jahre bewährt. Auch hat ein stattlicher Kreis von neuen Wohlthätern seine Opferwilligkeit mit einmaligen oder Jahres-Beit rügen bethätigt. Aber der Tod hat leider auch viele Lücken gerissen und der Druck der ökonomischen Verhältnisse gar Manchen der bisherigen Gönner gezwungen, seine Leistungen einzuschränken oder ganz einzustellen. Ferner hat es sich als nnabweislich nothwendig erwiesen, das Versäumniß früherer Jahre nachzuholen und einen größeren Betrag HO,000 Mk.) auf das buchmäßig wesentlich zu hoch bewerthete Seminar-Grundstück zufolge der Entweichung der Grundstücke in der Gegend des Seminarhauses, abzuschreiben. In Folge dieser Abschreibung schließt die Jahresrechnung mit einem Defizit von 7282.23 Mk. ab. Angesichts dieser Thatsache richtet das Kuratorium die erneute herzliche Bitte an alle Gönner der Anstalt, das thätige Interesse von Freunden und Bekannten für das Rabbiner-Seminar zu werben und dieses so in den Stand zu setzen, den stetig steigernden Anforderungen zu genügen. Namentlich wird, wie früher, die Nothwendigkeit betont, durch größere legatarische Zuwendungen das Rabbiner-Seminar von den Schwankungen fluctuirender Jahres- Beiiräge unabhängig zu machen und durch ausreichende materielle Fundirung in seinem Bestände zu sichern — ein Ziel, von dem die Anstalt leider noch sehr weit entfernt ist. Die sahungsgemäß ansscheidenden Mitglieder des Kuratoriums, die Herren Oberrabbiner Hirsch und S. I. Leszynskh. wurden wiedergewählt. Die Herren Provinzialrabbincr Dr. M u n k- Marburg und Distriktsrabbiner. Dr.K o h n - Ansbach wurden.in das Kuratorium cooptirt und werden nunmehr ihze schätzbare, .Kraft in den Dienst der Anstalt, stellen. Der Bericht des Rektors. Herrn Dr. D. H o f fm ann, entwirft sodann ein. erfreuliches Bild von den. Leistungen der Anstalt. In-keiner Weise nimmt der Rektor auf den alten Spruch Bezug, nach welchem mit dem vollendeten dreißigsten Lebensjahr die volle . Manncskruft zur Erscheinung komme. So könne auch ., die Anstalt, die nunmehr das dreißigste Jahr über- . schritten, in dem von ihr stets mit unerschütterlicher.'. Konsequenz festgehaltenen Standpunkte, in der beharrlichen Verfolgung der von Anfang an sich gesteckten."' Ziele, in dem steten Fortschreiten der innern Ent< Wickelung — in diesen während der ersten drei Decennien ihres Bestandes hindurch allezeit zu Tage getretenen Momenten ein Zeichen ihrer Kraft erblicken, , die sie mit Vertrauen und Zuversicht hinsichtlich, der ..i zukünftigen Gestaltung ihrer Verhältnisse zu erfüllen ’ bernfag. „Sie waren mit unbeschreiblichen Mühselig- , keilen verbunden, die Gründung und Forterhaltun^ die Organisation und der innere Ausbau eines auf dem - Boden des streng gesetzestreuen Judenthums stehenden . Rabbiner-Seminars. Die Dornen — bemerkt ein alter Midraschlehrer (Ver. r. c. 45) — schießen von . selbst aus der Erde hoch empor, ohne daß man säet und . pflügt; aber welcher Arbeit und Anstrengung bedarf es. bis der edle Weizen zur Reife gelangt! Wenn der Werth einer Frucht wirklich der auf die Pflege ihres Erzeugungsbodens verwandten Mühe entspricht, so ist unsere Anstalt wahrhaft berechtigt, von ihrem. Wirken. die edelsten Früchte zu erwarten." Das. LektioNs-Ver- : zeichniß erweist das Fortbestehen der erprobten inneren. Einrichtungen des Seminars, wie sie sich in bieljährigen Bestrebungen herausgebildet haben. Im neuen ~ Studienjahre wird allerdings eine geringe Verschiebung. , der Vorlesungsstunden erforderlich sein, da Herr Prof. Barth, dem eine etatsmäßige Professur an der lim- . versttät übertragen ist. der Entlastung bedarf. Die ' Zahl der ordentlichen Hörer belief sich im Berichtsjahre/ auf 49. von denen 33 aus Deutschland. 11aus Oesterreich-Ungarn. 4 aus Rußland. 1 aus Rumänien. Be- / rufungen erbielten von Schülern des Seminars: die Herren Dr. Tobias L e w e n st e i n, bisher.Rabbiner - in .Haag (Holland) zum Rabbiner in Kopenhagen, ,Dx.'/ Wilbelm Levv zum Prediger und Religionslebrer.In Neustettin. Emil Schwarz zum Rabbiner in'Lflüt?r/ bürg (Elsaß), Dr. David, früher Rabbiner/sw/. Düsseldorf, zum Rabbiner in Wien. Dr.Löweytbal, früher, Rabbiner in Tarnowik. zum Rabbiner - der. neuen Dammthor-Spnagoae in Hqmbürg^ Hofes SSo f f m a n n zum Rabbiner in. Raydegg.,/Badest)»./: Pr. E m m % i ch , früher zweiter Rabbiner in Lestihen/ .! pum.Rabbiner in .Tarnchvik, ...Pr. Äle-sänder M.a r^^ und Dr. I. F r i e.dl 8 n d e r-'als. Docense^ am iwfclt fhttnlng-ical Kamingrv /of/Xipftrffjät.: Pr.,.S../ M.a n.n-e s früher Rabbinats-Sübsticht in. Schwaoälh.,. .ilBavern),. zum Distriktsrabbiner und.' Dlrektpr ' der" Praparandenschule daselbst. Mit besonderes .Freude .

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