Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 25-26 (29.3.1904)
- Date
- 1904-03-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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560 der Arzt jedem Rufe , Pen des Sprechenden, während da» intelligente Gesicht > des Andern sich mit einer leisen Rothe überzog. Keßler ärgerte sich über sich selbst, daß er's nicht hindern ' konnte. „An Aerzten ist hier kein Mangel/ sagte er. „So lange es geht, muß Folge leisten/ Der Graf schüttelte den Kopf. „Sie übertreiben, Doktor, der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht, aber der Mensch muß bei Zeiten einlenken." „Der Herr Graf sehen, daß ich bereits im Begriffe bin, einzulenken/ sagte Keßler aufstehend. „Darf ich bitten, mich Ihrer Frau Gemahlin empfehlen zu wollen —* „Was fällt Ihnen ein! Sie wollten sich nicht persönlich'von meiner Frau verabschieden?" „Die Kammerfrau sagte mir, daß die gnädige Gräfin augenblicklich durch die Anprobe einer Toilette in Anspruch genommen ist." „Das ist allerdings eine hochwichtige Angelegenheit, bei der die Damen keine Störung lieben, ich bin jedoch überzeugt, daß meine Frau es mir nicht verzeihen würde, wenn ich Sie fortließe, ohne daß Sie sich bei ihr verabschiedet haben. Es ist wahrscheinlich, daß sienoch über Verschiedenes Ihre ärztlichen Verhaltungsvorschriften wünscht/ Er drückte an den elektrischen Schellenknopf und befahl dem eintretenden Bedienten, daß er seiner Herrin mittheilen möge, der Herr Doktor Keßler wstnsche sich bei ihr zu verabschieden. Gleich darauf erschien der Bediente wieder, die gnädige Frau lasse bitten, der Herr Doktor möge sie im kleinen Salon erwarten. sie werde sogleich dort sein. ..Das habe ich mir gedacht/ sagte der Graf, „meine Frau freut sich zwar, daß Sie sich zu einer Erholungsreise entschlossen haben, aber Sie werden ihr sehr fehlen, sie hat sich in jüngster Zeit zu sehr gewöhnt, über alles und jedes Ihr ärztliches Gutachten einzuholen —* Ein Lächeln umspielte bei diesen Worten die Lip- „Freilich nicht, aber es gibt doch nur einen Doktor Keßler, auf den die Gräfin Steinfels schwört/ ent* gegnete ihr Gatte lachend. „Ra, man darf ihr daS nicht übel nehmen, sie fühlt sich Ihnen sehr verpflichtet, zuerst für Ihre ausgezeichnete Behandlung mit ihrem Beinbruch und dann bei der Katastrophe mit ihrem Vater/ (Fortsetzung folgt.) Teil Sctjimurim. Hast du schon darüber nachgedacht, Warum man gerade in der Nacht Den Auszug aus Egyptenland In den Familien macht bekannt? Es war in einer Mitternacht, Da Gott, der Seines Bundes gedacht. Ausübte furchtbar Strafgericht, Seinem Volke strahlte Freiheitslicht.- Drum fürchte nicht die düstere Nacht, Erlösung wird auch dir gebracht; Will man zertreten deine Seel', Nicht schläft dein Hüter, Israel! Gott half — Er hilft stets, wenn die Nacht Des Schicksals ihre Macht entfacht. Hereinbricht über dich mit Toben, Nachts sollst du deinen Schöpfer loben. I. H ö ch st e r. Jesberg. Der „Israelit" erscheint zweimal, Elontegs und Bonnerstaga, jedesmal in mindestens zvei Bogen. Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt ganzjährlich, halbjährlich oder vierteljLhrllch. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. —. Oer Tuchhandel verkehrt durch S. 5?. Ot einaÄrv, Leimig, Nossplah J8. — Inserate 25 Pfennig die viergespaltene Nonpareillezeile oder deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 75 Pfennig. — Dirccte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Neichs-Nark oder 16 Kronen österr., für's Ausland 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3932. Telephon 1015. Stellesuchende und sonstige Interessenten können auf Wunsch die jeden Dienstag und Freitag erscheinende »Kleine TluSgabe deS Zörnelit" vier Wochen lang gratis und franco erhalten. Wünscht man den Empfang der „Kleinen Ausgabe" längere Zeit, so kann man sich für 25 Pfennige das Vierteljahr, indeß ausschließlich bei der Post auf dieselbe unter Nr. 8923 abonniren Auf Wrrusch strrnLsn wir die Zahlung deS LuserttonöbetraaS au außer Stelle Befiudliche bk- «ach CelauZurrg einer solche«. (A—''.tvrarrl: Die vier Oruppen am Scknlsmcer. — Zeitungsnachrichten und Eorresyondeuzen: Deutschland: Malm. Frankfurt ä. M. Cöln. München.. Kitzingen.. Amerika: Newyork. — Sprechsaal: München. — Literarisches. — Feuilleton: Wahrheit und Dichtung. lFortfetzung).— Lei! Schimuriim. Die vierte Frage. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Leipzig. Küfirin. Wilhelmshaven. Furch. — Vermischtes. _. _ .. .. _ _ . . ... Fv.’-aU vrr Sie Erinnerung an n'tso pk-s' als Grundlage der gekämmten Thora. — Zeitungsnachrichten und Correspondsn-'-'n: Deutschland: Altona. Amberg. OTierreich: Wien. Ungarn: TemeSvar. Frankreich: Paris. C:ZcizV..V>?:z tjcücc«: Aus dunller Seit — Elijahu in der Sedernacht. — Sedeiräthsel. rc-rr rn-a. ■ t.s'r iCtlTC* tat» ClttJwiitt. „ C OmeEadelle. — S lenden-Jerileichnisse. L^rauLWortliÄs CctneSbn: OLear Lehmann ln Malm. — Expedition deS SäottftrageJRr L Mainz. DruS und Lrücrll der Job. LUrtb'kchm SsSuchdruckeret AeUen-SeieNÄait tn Mains. QZestzi acht