Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 25-26 (29.3.1904)
- Date
- 1904-03-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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er uns vorführt, den oan, den sr; den an und den { jnv m Bekanntlich sind ja die c'ii nv-ix 1 nichts anderes als die Repräsentanten von vier Gruppen von Jehudim, die in ihrem Verhaltniß zur Thora verschieden geartet sind. Der oan stellt dar den acht frommen Jehudi, der die Mizwah nicht allein erfüllt. sondern auch bemüht ist. deren Grund zu erforschen; der den Gottesläugner, der sich nicht allein damit begnügt, daß er die Thora leugnet, sondern auch noch diejenigen zur Zielscheibe seines Spottes auswählt, die an Thora und Mizwah sesthalten. Der on deutet hin auf jene von unseren Brüdern, die in gewohnheitsmäßiger Gleichgiltigkeit dahinleben, die Gottesgebote sogar theilweise beachten, aber ohne von innerer, bewußter Frömmigkeit durchdrungen zu sein; der nv w endlich, erwecket unser Mitleid mit jenen, die es nie gelernt haben, Jehudi zu sein, die nicht wissen, was dazu gehört, ein ächt frommer, glaubenstreuer Jehudi zu sein, mit jenen, die da in den Tag hineinleben, nicht einmal wissen, daß es ein höheres Wissen gibt, das der Menschen Verhältnisse regelt und ordnet, das auch uns Jehudim unsere erhabene Aufgabe zugewiesen. Der fragt in a'pnm nrwn na. Was ist der Grund für die Zeugnisse und die Gesetze, die Gott Euch übertragen und man gibt ihm zur Antwort p'ttssa p* (öip’BK noen in» „nach dem Pesachopfer darf man nichts mehr genießen." Der van ist in einem Kreise ausgewachsen und erzogen worden, in dem man die Wahrheit der Thora kennt und ihr Rechnung tragt. In seinem Kreise weiß man. daß Israels Befreiung aus Mizraim lediglich erfolgt ist. durch rwn dadurch, daß Gott seinen Beistand geliehen. Deßhalb kann man auch seine Frage m nrwt no mit dem einfachen Satze beantworten preeo s'N, das will sagen: Wenn Du die Geschichte des Pesachfestes kennest, wenn Du das Walten Gottes in Mizraim erfahren, dann hast Du die Begründung erlangt für unsere Verpflichtung zur Erfüllung der ganzen Thora. oa^ rntn rncpn no fragt der strv er, der Gottesleugner. entspricht jener Klasse, die am Schilfmeer sprach: nerAo new wir wollen uns im Kampfe mit den Egyptern messen. Welchen Werth hat eigentlich die Thora? Welchen die Mizwah? Es ist ja eigentlich nichts anders, als eine Schuldverschreibung auf die Ewigkeit, helfe ich mir nicht selbst, so hilft mir Gott gewiß auch nicht! Für ihn, den gibt es nur eine Antwort A A „mir hat Gott in Mizraim geholfen, wäre er dort gewesen, er würde nicht erlöst worden sein", denn nur durch Gottes Gnade konnte Israel in Egypten befreit werden, er der rsn aber, hätte eine gewaltsame Befreiung aus Egypten angestrebt, gestützt auf seine Kraft und feine Macht, diese wäre aber unzureichend gewesen, um Mizraim siegreich zu begegnen! Keinen Kampf! Keinen Sieg! Keine Veränderung der Verhältnisse! Keine Verbesserung! Keine Verschlimmerung derselben wollen wir, rufen am Schilfmeer jene, die eintreten dafür on»A amm, daß man nach Egypten zurück kehre! nrn no „Was ist dies," ruft der aus. Angesichts der nso, neu und me. Wozu diese Umwälzung des jud. Haushaltes? Welchen Werth und welche Bedeutung hatte es denn eigentlich, daß wir aus Egypten befreit wurden? Man kann auch als Sklave zufrieden sein, wenn man nur sein tägliches Brod verdient! So denkt der cn, eine nicht zum logischen Denken erwachte Sklavennatur! Sie kennt keine höhere Aufgabe, aber auch keinen höheren Genuß, als das Thier, ob in arao oder in «n» bxnep ob pap oder pn ist ihr gleichgiltig, und deßhalb rufen sie auch am Schilfmeere aus : an« onsoS wir wollen nach Egypten zurückkehren. Trauriger und bemitleidenswerther. als diese Klasse von Menschen, die da sprechen oA bw) „wir wollen in das Meer uns stürzen," gibt es keine. Sie entsprechen dem Swb mv w, demjenigen, der nicht zu beten versteht, wenn wir diese Übersetzung wagen dürfen, bm in dem Sinne zu gebrauchen, wie es angewandt ist in dem Ausdrucke brwn rm w. Es sind jene Menschen, die an ein Schicksal, an ein Fatum glauben, die den Satz aufstellen, „der Mensch entgeht seinem Schicksale nicht," droht ihm ein Verhängniß, so mutz es u n b e d i n g t ihn erreichen, nichts ist im Stande, es von ihm fcrnzuhalten; hat das Schicksal ihm Glück bestimmt, so kann Niemand es ihm entreißen. Er kann natürlicherweise nicht beten b'rwb jni' ■sw*. denn nach seiner Meinung kann ja das Gebet nichts nützen, für ihn gibt es deßhalb auch angesichts der drohenden Gefahr am Schilfmeer nur ein einziges Mittel: cA biu ins Meer sich zu stürzen, denn dem Tode zu entrinnen gab es für ihn keine Möglichkeit. Für uns und unsere Zeit soll die Betrachtung der 0'» npaiK aber gerade den Zweck haben, uns in unserem Streben nach Vervollkommnung im Dienste von mipn zu ermuntern. Nicht mit dem von wollen wir sprechen nonbo rra«. daß wir von unserer Macht und unserer Kraft allen und jeglichen Erfolg erwarten, nicht mit dem an ausrufen novto an« wir wollen zurückkehren nach Egypten, wir wollen in niedriger Gesinnung uns begnügen, wenn unser täglich Brod wir errungen haben, nicht mit dem ‘mA rw» wk» ohne Furcht und ohne Hoffnung unsere Tage dahinbringen: sondern mit dem oan wollen wir *nS mow den Allgütigen anrufen, auf daß Er mit Verstand uns begnade zur Erfassung der upn und fr®, mit Kraft uns erfülle zur praktischen Bethätigung unseres heiligen Gottesgesetzes im Allgemeinen und in seinen speziellen Theilen v"wai ^Aaa!