Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 24 (24.3.1904)
- Date
- 1904-03-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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muthlich längst wieder behaglich gefühlt. Gestatten Sie, daß ich ihn jetzt herbeirufe." Ohne die Zustimmung des Leidenden abzuwarten, winkte er dem Doktor und dieser war sofort zur Stelle. Er stellte einige Fragen, die der Kranke mit Anstregung, aber doch deutlich beantwortete. Sein Unbehagen nahm stchrlich zu. Mit Hilfe des Arztes ward er in sein Zimmer geführt und zu Bett gebracht, wo ihm sofort die Augen zu fielen. Die Herren blieben im Krankenzimmer, der Bediente hatte sich in's Vorzimmer zurückgezogen. Lautlose Stille herrschte in dem großen Hause, denn der Graf hatte es allen seinen Leuten auf die Seele gebunden, dafür zu sorgen, daß die Gräfin von dem Unwohlsein ihres Vaters nicht erfahre, es ließ sich ja wenig dagegen thun, doch was geschehen konnte, dürfte kein Geräusch verursachen. Die Hausthüre durfte während der ganzen Nacht nicht in's Schloß gedrückt werden, damit die Herrin nicht gewahre, daß sie wiederholt geöffnet werden mußte, um die nach Eis, Medikamenten etc. fortgesandten Boten aus- und einzulaffen. Langsam strichen sie dahin, die Stunden der Nacht, Graf Steinfels und Doktor Keßler wichen nicht vom Bette des Kranken, dessen Athen» die Brust oft röchelnd hob, oft bereits erloschen schien. „Schläft er?" fragte der Graf im Flüsterton. Der Arzt neigte sich über das Bett und schüttelte verneinend den Kopf, deutete aber auf die bleiche Stirn des Kranken, auf der große Schweißtropfen perlten. Befremdet blickte der Graf ihn an, der Arzt bedeutete ihm durch einen Wink, ihm in's Vorzimmer zu folgen und beide begaben sich dorthin. „Was wollen Sie mir sagen, Herr Doktor?" „Daß der Herr Baron den Morgen schwerlich er-! leben dürfte. Wenn Sie Werth darauf legen. Herr Graf, den Sterbenden mit den Tröstungen Ihrer Religion versehen zu lassen, es wäre die höchste Zeit." „Herr Gott im Himmel, so weit ist es schon?" »Ich hätte vielleicht früher darauf aufmerksam machen sollen —" »Noch früher? — Sie waren ausgelacht worden. Habe ich doch wahrhaftig geglaubt. Sie hätten zu tief in's Glas geguckt, als Sie mir sagten, mein Schwiegervater kämpfe gegen eine Indisposition." (Fortsetzung folgt.) - Wochen-Kalenöer. Dienstag. 29. März. 13. Nissan. f'vnT' ppTa. Mittwoch, 30. Marz. 14. Nissan, ncs ny. Festtag-Anfang in Mainz u. Frankfurt a. M. 6 Uhr 45 Mw Donnerstag, 31. März. 15. Nissan. N2»i n. Freilag. 1. April. 16. Nissan. rtcn *a. Sabbat-Anfang in Mainz u. Frankfurt u. SR. 6 Uhr 45 Min. Samstag. 2. April. 17. Nissan. ru», Q'Tsn tbt. Sabbat-Ausgang in Mainz u. Frankfurt a. M. 7-Uhr 45 Min — Berlin 7 Ühc 22 Min. — München 7 Uhr 25 Min. — Stuttgart 7 Uhr 33 Min. — Straßburg 7 Uhr 40 Min. — Posen 7 Uhr 10 Min. — Stettin 7 Uhr 20 Min. — Breslau 7 Uhr 05 Min. — Nürnberg 7 Uhr 28 Min. — Wien 7 Uhr 09 Min. Paris 7. Uhr 30 Min. — Prag 7 Uhr 15 Min. Sonntag. 3. April, 18. Nissan. . Montag. 4. April. 19. Nissan. J tywi ’jyi Dienstag. 5. April. 20. Nissan. < Festtag-Anfang in Mainz u. Frankfurt a. M. 6 Uhr 45 Mn. Mittwoch. 6. April. 21. Nissan, ncsi *r. Donnerstag. 7. April. 22. Nissan, nrs pinn. Festtag-Ausgang in Mainz u. Frankfurt a. M. 7 Ubr 55 Min. — Berlin 7 Uhr 31 Min. — München 7. Uhr 32 Min. — Stuttgart 7 Uhr 42 Min. — Straßburg 7 Uhr 50 Min. — Polen 7 Uhr 20 Min. — Stettin 7 Uhr 30 Min. — Breslau 7 Uhr 13 Min. — Nürnberg 7 Uhr 35 Min. — Wien 7 Uhr 16 Min. Paris 7 Uhr 36 Mnu — Prag 7 Uhr 25 Min. Freitag, 8. April. 23. Nissan. ZN ns«. Sabbat-Anfang in Mainz u. Frankfurt a. M. 6 Uhr 45 Mn. Samstag, 9. April. 24. Nissan, ’t* p~o jfna ,'rosr. Sabbat-Ausgang in Mainz u. Frankfurt a. M. 8 Uhr 00 Mn. — Berlin 7 Uhr 35 Min. — München 7 Uhr 35 Min. — Stuttgart 7 Ubr 46 Min. — Straßburg 7 Uhr 55 Min. — Posen 7 Uhr 23 Min. — Stettin 7 Uhr 34 Min. — Breslau 7 Uhr 17 Min. — Nürnberg 7 Uhr 39 Min. — Wien 7 Uhr 30 Mn. - Paris 7 Uhr 40 Min. - Prag 7 Ubr 30 Min. Der „Israelit" erscheint v/öchentilch swelmnl, Montags und Donnerstags, jedesmal in mindestens zwei Bogen Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt ganzjährlich, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Dw Buchhandel verkehrt durch V. Sleinarkrr, Leipzig, Rohplatz 16. — Inserate 25 Pfennig die viergcfpaltene Nonpareillezeile oder deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 75 Pfennig. — Tirccte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr., für's Ausland 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. 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