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Der Israelit · 1904-03-21 · Heft 23 (21.3.1904) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 23 (21.3.1904)
Date
1904-03-21
Page
– (sequence 22)
Language
German
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518 Pädagogisches. Soziales zur Judenfrage. Ein Beitrag zu ihrer Lösung von A. M. S i m o n (Preis 25 Pfg.). Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. Der verdienstvolle Gründer und Vorstand der Jsr. Erziehungsanstalt in Ahlem bei Hannover macht in vorliegendem Schriftchen Propaganda nicht nur für seine Gründung, sondern mehr noch für die ihr zu Grunde liegende Idee, deren praktische Verwertbung er namentlich in jenen östlichen Ländern fordert, die durch Judenemigrationen jüdische Kolonisationsbestrebungen bedingen, wozu es aber einer Vorschulung und Vorbereitung bedarf, die eben durch ähnliche Anstalten, Ackerbauschulen, Handfertigkeitsunterricht u. dgl. geboten werden müsse. Die Ausführungen, gestützt auf reiche Erfahrung und vielseitige Beobachtung enthalten eine Fülle des Wahren und Zutreffenden. Es wird ein von vornherein aussichtsloses Beginnen sein, aus Leuten, die bisher Händler oder Bettler waren, auf einmal Handwerker und Ackerbauern machen zu wollen. Von fugend auf must dafür voraearbeitet werden. Sowohl Lust und Liebe, als auch körperliche Gewandtheit und Ausdauer können nur auf diese Weise für diese Berufe geweckt und gefördert werden. Dadurch wird dos Judenthum in seiner Gefammtbeit moralische wie materiell praktische Förderung erfahren. Die sprichwörtlich gewordene jüdische Wohlthätigkeit must vielfach erst in die richtigen Bahnen geleitet werden. Die Kolonisten müllen selbstlländia zu werden und auf eigenen Außen rn llehen lernen. Der Komfort, mit dem vielfach die jüdischen Erziehungsanstalten. Waisenhäuser u. s. w. ausaestattet stnd. den aber die Zöglinge natürlich später im Leben entbehren müssen, kann oft den Erriehunqserfola schädlich beeinflussen. Zahlreiche Beispiele von errunaenen Erfolgen nach der voraelchlagenen Methode werden als Belege angeführt, viele Stellen aus Bibel und Talnind wiederaeaeben. welche die Wertbschäüung und Hochachtung der Arbeit im jüdischen Bolksgeiste erweisen. tzo bietet das Büchlein wirklich, was es verlvricht. einen Beitraa rur Löfuna der Judenfrage. Die Lektüre ist *u emvsehlen. die Realistrung der voroetragenen Ideen zu wünschen. L. A. Ex«aek«. Unter den Seforim. die in neuester Zeit erschienen stnd, ist eines der besten das vor kurzem in Munkacs gedruckte pn» sp, nse# Dieses Werk enthält exegetische Betrachtungen und Erklärungen der heiligen Schrift, nach den Wochenabschnitten geordnet, und einen Einblick in die vortrefflichen Erläuterungen ist hinreichend, den genialen und geistvollen Meister dieser Schrift zu erkennen, der es versteht, aus dem reichen Schatze der Midraschlitteraiur die schönsten Perlen an's LcgrSlicht zu fördern. Sämmtliche Erklärungen und Auslegungen stnd so sinnreich uno anziehend, daß sich jeder, der das Werk in die Hand nimmt, liebevoll in den Inhalt desselben vertieft. Es ist ük«: Nussig. auf den Inhalt des Werkes näher einzugehen, da schon der klangvolle Name des Verfassers bm tt» pns -> Vnn p«n mn, für die Gediegenheit desselben Bürgschaft leistet. Rabbi bi -y -5 pnst Sprößling einer großen Gelehrtenfamilie, Schwiegersohn des bnt npn pp, ist durch seine früher erschienenen halachischen Werke: rrctn prsfr isn r*trro, als hervorragende talmudische Autorität in weitesten Kreisen rühmlichst bekannt. Seine bisherigen erschienenen Schriften lehrten ihn als einen liefen Denker und bedeutenden Gelehrten hochschätzen, der nur Vorzügliches und Vollendetes liefert. Das vorliegende Werk pnrr pt reiht sich seinen früheren Veröffentlichungen würdig an und verdient, allen Freunden der hebr. Litteratur und rrrri bestens empfohlen zu werden. Zu beziehen vom Sohne des Verfassers, Herrn Laiar Fried in H.-Bößörm6ny (Ungarn). Musikalisches, IYC12 yiHX Hagadah-Gesänge für eine Singstimme, und Klavier, komponirt von Hermann Zivi, Cantor der Syncgogengemeinde Elberfeld. (Zu beziehen durch den Verfasser.) Kommissions-Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M., 1903. Herr Zivi hat eine dankenswerthe Aufgabe unternommen. die bekannten anheimelnden Melodien von Haudu und Ono, sowie man sie am Seder zu singen pflegt, die Weisen von „Kilo noch", „Addir hu", „Echod mi jodea", „Chad gadjo" hat er zu Papier gebracht. Die Ausstattung des Heftes ist ebenfalls eine vorzügliche, so daß seine Anschaffung nur empfohlen werden kann. I. L. Verschiedene-. Licht und Wahrheit über die Unterschiebungen durch die Rabbiner, Verfasser des Talmuds, eines großen Theiles des alten Testaments, sowie des ganzen Reuen Testamentes sammt den Kirchengeschichten: der Bücher der Kirchenväter, ebenso der alten römischen und griechischen Klassiker, wie auch der Bücher des Josephus Flavius. Philo und der alten römischen ^Gesetze u. s. w. Versaßt von Michael Sinowitz. Kommissionsverl. Cäsar Schmitt in Zürich 1903. '* Das Büchlein, welches die Stirnbemerkung „Sensationell" trägt, hat uns wenigstens eine heitere Stunde bereitet, denn diese konfusen Behauptungen, dieses Konglomerat von Wahrheit. 'Phantasie und Jrrthum kann nicht ernst genommen werden. Der Verfasser sucht zu erweisen, daß Theile dealte»

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